Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Positive CeBIT-Bilanz der Uni Ulm - Lebhaftes Interesse an semantischen Technologien

14.03.2008
"Unsere Erwartungen sind voll erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen worden", bilanziert Dr. Thorsten Liebig vom Institut für Künstliche Intelligenz der Universität Ulm den sechstägigen Auftritt der Arbeitsgruppe "Semantische Technologien" bei der internationalen Computermesse CeBIT in Hannover.

Liebig hatte dort gemeinsam mit seinen Kollegen Olaf Noppens und Timo Weithöner von ihnen entwickelte Lösungsansätze für eine intelligente Informationsverarbeitung präsentiert und zwar eben im Umfeld der so genannten semantischen Technologien.

Sie ermöglichen, Wissen automatisch zu interpretieren und daraus neues Wissen abzuleiten. Dabei gehen Methoden und Verfahren weit über die herkömmliche Speicherung und Verwaltung von Daten hinaus. So stehen nicht die Daten alleine im Vordergrund, sondern ihre Bedeutung und ihr Zusammenhang.

Versteckte Zusammenhänge zum Beispiel werden durch Schlussfolgerungen automatisch erschlossen und übersichtlich visualisiert. "Selbst komplizierte Abhängigkeiten können wir damit einfach und übersichtlich darstellen", sagt Dr. Liebig, nennt freilich noch weitere gewichtige Vorteile verschiedener im Ulmer Uni-Institut entwickelter Referenzmodelle: Einen effektiven Zugriff auf zugrunde liegende Wissenszusammenhänge nach inhaltlichen Kriterien etwa, die Verknüpfung selbst großer Datenmengen mit einem auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmten Wissensnetz sowie die Integration heterogener und verteilter Datenquellen. "Insgesamt qualitativ deutlich verbesserte Suchergebnisse insbesondere in großen Datenbeständen", so der junge Wissenschaftler.

Unter IT-Fachleuten sei denn auch inzwischen unstrittig, dass sich diese unter anderem von der Bundesregierung geförderte Technologie schnell durchsetzen werde. "Unsere Messebesucher waren daran ausnahmslos sehr interessiert, viele hatten sich damit sogar schon beschäftigt", berichtet Liebig, "jedenfalls hatten wir eine große Zahl interessanter Gespräche". Nicht nur mit IT-Experten einiger namhafter Unternehmen übrigens. Lebhaftes Interesse signalisierte dem Ulmer Informatiker-Trio auch die Polizei-Führung eines großen Bundeslandes.

Für die Wissenschaftler eher überraschend, aber durchaus naheliegend: "Eigentlich liegt hier der Bedarf an einem effizienten Wissensmanagement auf der Hand", meint Dr. Thorsten Liebig, "für die Fahndung in umfangreichen Datenbeständen bietet sich unsere Lösung geradezu an". Tatbestände, Delikte, Personendaten, Täterprofile und einige Daten mehr, vor allem aber ihre Zusammenhänge ließen sich damit problemlos ermitteln und visualisieren. Wie auch immer: Eine Einladung zu einer detaillierten Präsentation auf höchster Ebene liegt den Ulmer Wissenschaftlern bereits vor.

Das breite Spektrum potenzieller Anwendungsbereiche neben Industrie und Polizei unterstreicht Liebig zufolge ferner das Interesse mehrerer Verlage an einer weiteren in Hannover präsentierten Demo-Version, einem so genannten "News Browser".

Er ermöglicht zielgerichtetes Suchen und Navigieren in Nachrichten im Verbund mit einer Vielzahl gespeicherter Informationen. Insofern für Liebig keine Überraschung, dass sich zudem verschiedene Medien für das Ulmer CeBIT-Angebot interessierten, darunter auch wichtige Fachzeitschriften. Und, für die drei Wissenschaftler besonders erfreulich: "Ein namhafter Verlag plant sogar ein Fachbuch über das Thema."

Weitere Informationen: Dr. Thorsten Liebig, Tel. 0731/50-24207, Olaf Noppens, Tel. 0731/50-24113, Timo Weithöner, Tel. 0731/50-24109

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-ulm.de/in/ki/forschung/projekte/st.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Zukunft Personal: Workforce Management – Richtig aufgestellt für die voranschreitende Digitalisierung
25.07.2017 | GFOS mbH Gesellschaft für Organisationsberatung und Softwareentwicklung mbH

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie