Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorsprung durch Wissen

20.12.2007
In der heutigen Welt wächst Wissen exponentiell und wird als Produktions- und Wirtschaftsfaktor immer wichtiger. Nur mit der passenden Information zur richtigen Zeit bleibt ein Unternehmen konkurrenzfähig.

Die Verantwortlichen setzen deswegen darauf, Wissen schnell und effektiv zu beschaffen und zu vermitteln. Informationstechnologien, die diesen Ansprüchen gerecht werden, sind gefragt wie noch nie. Vom 29. bis 31. Januar 2008 stellt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD seine Exponate der neuesten E-Learning- und Wissensmanagement-Technologien auf der Learntec 2008 in Karlsruhe vor.

Nie war der Ausspruch "Wissen ist Macht" von Francis Bacon so aktuell wie heute, gerade im Bereich der Wirtschaft und Unternehmensführung. Um erfolgreich zu sein und diese "Macht" zu nutzen, müssen Unternehmen schnell und effizient an die gewünschten und nötigen Informationen kommen. Deshalb dürfen intelligente Wissensbeschaffung, -vermittlung und -aufbereitung nicht dem Zufall überlassen werden. Durch verbesserte Formen in der Aus- und Weiterbildung und semantisch vernetzte Informationen können Unternehmen in Deutschland ihre fachlichen Kompetenzen, ihre Erfahrung und das Know-how ihrer Mitarbeiter weiter ausbauen und so auch international agieren und bestehen.

Die Abteilung e-Learning & Knowledge Management des Fraunhofer IGD entwickelt seit über 15 Jahren Bildungs- und Informationstechnologien zur Verwaltung und Vermittlung von Wissen. Mit Ihren Kooperationspartnern etablieren die Forscher des Fraunhofer IGD aktuelle Forschungsergebnisse aus den Bereichen E-Learning und Wissenswelten im anwendungsbezogenen Umfeld von Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen. Der Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 4, Stand E26 auf der vom 29. bis 31. Januar 2008 in Karlsruhe stattfindenden Learntec 2008 bietet ein passendes Umfeld, um einige ihrer Projekte vorzustellen.

Mehr Übersicht mit TM-Viewer

Das Visualisierungstool "TM-Viewer" gibt Unternehmen die Möglichkeit, Wissensfelder zu vernetzen und graphisch-interaktiv zu verwalten. Anwender können komplexe Sachverhalte übersichtlich in Form von Wissenskarten darstellen. Der TM-Viewer erlaubt aspektorientierte Visualisierung beispielsweise aus Manager-Perspektive oder Mitarbeiter-Sicht. Durch die freie Wahl der darzustellenden Informationen sowie des Detaillierungsgrades erlaubt das Visualisierungstool eine übersichtliche Gestaltung und eine effiziente Navigation. Hiermit kann der Anwender in kurzer Zeit die für ihn relevanten Informationen gewinnen. Der TM-Viewer ist somit in allen wissensintensiven Anwendungen wie der Strukturierung lernender Organisationen oder dem Aufbau von Wissensbanken (Knowledge Repositories) effektiv einsetzbar und trägt entscheidend zum Ergebnis von Problemlösungen bei. Gemeinsam mit der SAP AG hat das Fraunhofer IGD Visualisierungskonzepte auf Basis der TM-Viewer-Technologie entwickelt. Einige dieser Lösungen zeigen die Fraunhofer-Forscher auf der Learntec 2008.

In virtueller Umgebung real Lernen

Mit "VAH - Das Virtuelle Autohaus" entwickelten die Forscher des Fraunhofer IGD eine Lernplattform zur Ergänzung des dualen Ausbildungssystems im Kfz-Gewerbe und zur beruflichen Weiterbildung. VAH bietet eine virtuelle Lernwelt als Brücke zwischen Berufsschule und Betrieb und dient damit als Unterrichtswerkzeug, das auch zur Qualitätssicherung der Ausbildung eingesetzt werden kann. "Durch den Charakter einer 3-D-Lernwelt schafft es VAH, eine hohe Motivation von Auszubildenden zu schaffen und diese auch aufrecht zu erhalten", erläutert Eicke Godehardt vom Fraunhofer IGD. "Mit Avataren als elektronische Repräsentanten ihrer Person können beispielsweise die Auszubildenden in der Welt des Virtuellen Autohauses interagieren und so den Umgang mit Kunden üben. Durch die Abbildung realer Arbeitsaufgaben in der virtuellen Umgebung erlangt das VAH eine hohe Praxisnähe."

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert. Kooperationspartner sind der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. und die IG-Metall. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.vah-projekt.org

Digitale Moderation schafft neue Möglichkeiten

"Digital Moderation" steigert die Effektivität und Effizienz einer moderierten Veranstaltung durch die Kombination bewährter Moderationsmethoden mit den innovativen technischen Möglichkeiten vernetzter Computer. Packpapier, unleserliche Karteikarten und nutzlose Fotoprotokolle - die traditionelle Moderation gelangt an ihre Grenzen. Digital Moderation ist ein bewährtes System mit Computern für Moderator und Teilnehmergruppen, das traditionelle und neuartige Moderationsmethoden bereitstellt. "DigiMod erleichtert die Planung und Durchführung der Veranstaltung sowie die Auswertung, Visualisierung und Weiterverarbeitung der Ergebnisse", erklärt Dr. Peter Tandler vom Fraunhofer IGD. "Damit intensiviert Digital Moderation den Veranstaltungsablauf, lässt mehr Zeit für das Wesentliche und führt zu besseren Ergebnissen."

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.igd.fhg.de/igd-a6.

Learntec, 29. bis 31. Januar 2007, Halle 4, Stand E26

Ansprechpartner:
Dr. Peter Tandler
Fraunhofer IGD Darmstadt
Telefon: 06151 155-578
E-Mail: peter.tandler@igd.fraunhofer.de
peter.tandler@digital-moderation.com
Kurzprofil Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD betreibt angewandte Forschung im Bereich der graphischen Datenverarbeitung. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören unter anderem Visualisierung und Simulation, Animation, Modellierung, Virtuelle und Erweiterte Realität, Sicherheitstechnologien sowie Ubiquitous Computing. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Den Erhalt von Semantik über den gesamten Modellierungsprozess hinweg, die Wechselwirkung von Graphik und Vision sowie die Bearbeitung bibliothekarischer Fragestellungen im Kontext dreidimensionaler Modelle. Das Anwendungsspektrum der innovativen Konzepte, Modelle und Praxislösungen reicht von Virtueller Produktentwicklung über Medizin und Verkehr bis zu Multimedialem Lernen und Training. Im Auftrag von Kunden entstehen Prototypen und Komplett-Systeme, die optimal auf deren spezifische Anforderungen abgestimmt sind. So entwickeln die zehn Abteilungen in Darmstadt, Rostock und Singapur neue Technologien, erstellen Studien und realisieren Anwendungen und Systeme (Hard- und Software), die sich durch hohe Benutzerakzeptanz, gute Bedienbarkeit und ergonomische Gestaltung auszeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in Industrie und Wirtschaft. Zahlreiche Ausgründungen gewährleisten, dass Prototypen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

Das Fraunhofer IGD kooperiert eng mit der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Graz und der Universität Rostock. Das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur, gegründet 1998, sichert die Präsenz auf den Zukunftsmärkten Asiens. Das Fraunhofer IGD beschäftigt in Darmstadt und Rostock rund 140 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unterstützt durch etwa 140 wissenschaftliche Hilfskräfte. Der Etat betrug 2006 über 14 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://kappa.igd.fhg.de
http://www.igd.fhg.de/igd-a6

Weitere Berichte zu: Graphische Datenverarbeitung LEARNTEC VAH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht Designvielfalt für OLED-Beleuchtung leicht gemacht
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics