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Bayerische Patentallianz stellt Spitzentechnologien auf der Biovaria 2010 vor

24.03.2010
Die Bayerische Patentallianz GmbH präsentiert auf der Technologiemesse BioVaria innovative und erfolgversprechende Erfindungen der bayerischen Universitäten.

Als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bietet die Bayerische Patentallianz GmbH der Industrie einen zentralen Zugang zum größten Technologiepool Bayerns.

Am 20. April präsentiert sie in München den Vertretern aus der Biotech- und Pharmabranche sowie der Venture-Capital- Branche einige der zahlreichen patentgeschützten und lizenzierbaren Technologien aus dem Bereich Life Sciences: Die „Blockade des Zytokins IL-3“ ist eine an der Universität Regensburg entwickelte und vielversprechende neue Strategie für Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA). Im Gegensatz zu bestehenden Therapien könnte ein IL-3-Blocker den Ausbruch der Krankheit, die sich in einer chronischen entzündlichen Erkrankung der Gelenke ausdrückt, bereits in frühen Phasen verhindern und und somit die bekannten TNFa-Blocker ersetzen.

Eine „neue Isoform des Transkriptionsfaktors RUNX1 (AML1)“ könnte Herzpatienten neue Möglichkeiten eröffnen. Die an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erforschte Isoform p30 spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung krankheitsrelevanter Proteine. Durch die Weiterentwicklung eines RUNX1 p30 Isoform-spezifischen Antikörpers könnte so Einfluß auf die Entwicklung von u.a. Herzkrankheiten genommen werden und neue Diagnose- und Behandlungsformen geschaffen werden.

Eine Technologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) erlaubt erstmals die „Hochdurchsatz-Analyse von Plasma- Phosphoglyceriden” in einem homogenen Prozeß. Die Methode spart Diagnoselaboratorien Kosten bei der Erstellung klinischer und epidemiologischer Studien von u.a. Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Krebs und immunologischen Krankheiten. Diese Krankheiten werden mit der der Zusammensetzung der Fettsäuren im Blutplasma, insbesondere der Phosphoglyceride, in Zusammenhang gebracht. Die Technologie ist bereits gut etabliert und wird routinemäßig zur Analyse von Blutplasmaproben verwendet.

„Die Behandlung von Entzündungskrankheiten mit Lactocepin“ steht im Fokus der Forschungen einer Gruppe von Wissenschaftlern an der Technischen Universität München (TUM). Dabei wurde herausgefunden, dass Lactocepin, ein Enzym der Milchsäure, bestimmte entzündungsfördernde Signalproteine, sogenannte IP-10 Chemokine, abbaut. Lactocepin könnte vorsorglich oder therapeutisch in Form von Pharmazeutika oder als Lebensmittelzusatz zur Bekämpfung von z.B. entzündlichen Darmkrankheiten eingesetzt werden.

Die „Messung von BCL2A, MMP-9 und ETS-2 im Blut zur Risikoanalyse von Patienten mit schweren, multiplen Traumata“ verspricht Hoffnung für Unfallopfer. Der Bluttest, entwickelt an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), ermöglicht es bereits innerhalb weniger Stunden nach einem Unfall eine Vorhersage über eine mögliche posttraumatische Immunsystem- Destabilisierung und Organversagen zu treffen. Durch die Messung bestimmter Parameter kann so das individuelle Risiko eines Patienten besser eingeschätzt werden und entsprechende lebensrettende Maßnahmen besser ergriffen werden.

„Die Veranstaltung gibt den Erfindern die Möglichkeit, ihre schutzrechtlich gesicherten Innovationen dem Fachpublikum persönlich vorzustellen. Zukunftsorientierte Unternehmen haben hier die Chance, sich über eine Vielzahl der neuesten Technologien aus den Lebenswissenschaften zu informieren und sich aus erster Hand beraten zu lassen“, so Peer Biskup, Geschäftsführer der Bayerischen Patentallianz GmbH.

BioVaria 2010

Rund 50 Erfindungen von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Europa werden am 20.04.2010 im Sofitel Munich Bayernpost unter dem Motto „Europe´s Next Top Technologies“ vorgestellt. So können sich Firmenvertreter der Industrie einen optimalen Überblick über die neuesten Technologien verschaffen und wissenschaftliche Details direkt mit den Erfindern diskutieren. Die vorgestellten patentgeschützten Technologien befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium und können kommerziell nutzbar gemacht werden. Die Projekte kommen dabei aus den Bereichen Diagnose und Behandlung von Krebs, von Herz- und Kreislauferkrankungen sowie weiteren Krankheiten.

Bayerische Patentallianz GmbH

Die Bayerische Patentallianz GmbH vermarktet als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften die Erfindungen von mehr als 17.000 Wissenschaftlern. Mit unserem interdisziplinären Team aus erfahrenen Wissenschaftlern, Ingenieuren, Betriebswirten und Juristen zählen wir zu den größten Patent- und Vermarktungsagenturen in Deutschland. Die Bayerische Patentallianz GmbH wurde am 01.01.2007 durch die Universität Bayern e.V. und die Hochschule Bayern – The Bavarian Universities of Applied Sciences – e.V. gegründet und setzt als hochschuleigene Gesellschaft die Aktivitäten des Projektes BayernPatent fort. Wir betreuen die Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern rund um den Themenbereich Erfindungen, Patente und Lizenzen. Dank der international renommierten Forschungsqualität der bayerischen Universitäten und Hochschulen verfügen wir über ein breites Spektrum vermarktungsfähiger Erfindungen auf Basis zahlreicher Patentfamilien– von der Biotechnologie über Medizin/Pharma, Chemie bis zu Ingenieurwissenschaften und Informatik -, das unser Patentportfolio zu einem der bundesweit Interessantesten macht.

Dabei werden wir sowohl durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie als auch durch die Initiative „SIGNO-Hochschulen“ (Schutz von Ideen für die gewerbliche Nutzung), das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Unterstützung von Hochschulen, Unternehmen und freien Erfindern bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen gefördert. Darüber hinaus werden wir vom vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e. V. und dem Verein der Bayerischen Chemischen Industrie e.V. (VBCI) unterstützt.

Markus Berninger | Bayerische Patentallianz GmbH
Weitere Informationen:
http://www.baypat.de
http://www.biovaria.org

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