Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Automatisieren, was keiner für möglich hält

20.04.2012
Prozesssicheres Bauteilreinigen und Verkleben eines wiederlösbaren »3MTM Dual LockTM«-Befestigungssystems in direkter Mensch-Roboter-Kooperation

Neue Automatisierungslösungen für schwierige Prozesse zu finden, die bisher als nichtautomatisierbar galten – das ist eine Stärke der Abteilung Robotersysteme des Fraunhofer IPA.


Quelle: 3M Deutschland GmbH

Auf der Automatica 2012 in München präsentieren die Stuttgarter Roboterexperten eine Konzeptstudie einer werkstattgerechten Lösung für das automatisierte Vorbereiten und prozesssichere Reinigen von Klebeflächen und das Anbringen von Klebepads durch einen Kuka-Leichtbauroboter auf mobiler Plattform, bei der der Roboter unkompliziert und direkt mit dem menschlichen Werker kooperiert.

Biegeschlaffe und nicht formstabile Teile wie Türdichtungen, Klebepads oder Reinigungs - tücher stellen das Roboter-Handling vor besondere Herausforderungen. Dem IPA-Team um Projektleiter Johannes Wößner ist es in Zusammenarbeit mit dem Automotive Team der 3M Deutschland GmbH gelungen, sowohl die automatische Trocken-Reinigung der Klebeflächen mit dem »3M™ Hoch leistungstuch 2011« auf Rolle als auch die flexible und kontrollierte Verklebung automatisch zugeführter »3M™ Dual Lock™«-Stanz teile in einem Prozess zu verbinden und als Systemvorschlag vorzustellen.

Dafür ist – anders als bei herkömmlichen Einzel lösungen – keine monumentale, viel Platz verbrauchende feste Roboterstation vonnöten: Alle Arbeitsgänge erledigt ein beweglicher Kuka-Leicht - bauroboter, der von Hand je nach Anforderung verschoben und positioniert werden kann. »Der Roboter ist auf einem Wagen oder Ausleger schwimmend, also höhen- und winkel - verstellbar gelagert und wird durch Federn im Gleichgewicht gehalten«, erläutert Johannes Wößner.

Der Werker gibt die Bearbeitungs position mechanisch vor, der Roboter wird im indexierten Zustand »geteacht« und kann die exakte Relativposition zum Werk stück nach Rückkehr auch reproduzierbar wieder einnehmen, wenn er zwischenzeit lich an dern orts eingesetzt war. Trennende Schutz vorrichtungen sind bei dem eingesetzten Leicht bauroboter nicht erforderlich, der Mensch kann direkt mit dem Roboter kooperieren.

Diese neuartige Kombination macht das Gesamtsystem ausgesprochen werkstattgerecht und für das flexible Arbeiten mit Prototypen und Kleinserien in besonderem Maße ge eignet. »Das System arbeitet fehlersicher und störunanfällig und kann vom Werker mit mechanischem Grundver ständnis ohne komplexen Programmier aufwand prozesssicher bedient werden«, fasst Johannes Wößner zusammen. Der IPA-Projektleiter sieht für dieses innovative Robotersystem eine weite Palette möglicher Anwendungen.

Eine optimierte Laborlösung für das automatisierte Verkleben von Türdichtungen wurde bereits realisiert. »Für uns ist es eine Herausforderung, Automatisierungen für spezifische Aufgaben zu entwickeln, für die bisher noch keiner eine Lösung gefunden hat«, erklärt Johannes Wößner.

Mehr auf der Automatica
– 5. Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik
22. bis 25. Mai 2012 Neue Messe München Halle B3 | Stand B3-331

Axel Storz | Fraunhofer Mediendienst
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: AUTOMATICA Automatisieren Klebeflächen Klebepads Prozess Roboter Türdichtung Verkleben Werker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Neue Prozesstechnik für effizientes Bohren und Schneiden auf der LASER CHINA
22.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Mehr Sicherheit für Flugzeuge
22.02.2017 | FernUniversität in Hagen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften