Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

AUTOMATICA 2012: Roboter und Werkzeugmaschinen im Team machen Metallverarbeitung immer effizienter

07.05.2012
Auch in Zeiten von Leichtbaulösungen bleibt Metall ein zentraler Werkstoff, dessen Bearbeitung und Montage durch Automatisierung immer effizienter werden muss.

Aktuelle Trends bei Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie industrieller Bildverarbeitung zeigt die AUTOMATICA 2012 vom 22. bis 25. Mai auf dem Gelände der Neuen Messe München. Beispielsweise wachsen Roboter immer enger mit Werkzeugmaschinen zusammen, um deren Effizienz zu steigern, oder sie übernehmen selbst Aufgaben der CNC-Bearbeitung.


Roboter und Werkzeugmaschinen arbeiten immer enger zusammen, beispielsweise beim Be- und Entladen der Maschinen. Bild: Stäubli

Moderne Werkzeugmaschinen legen bei der spannenden Bearbeitung ein solches Tempo vor, dass die Nebenzeiten – etwa zum Be- oder Entladen – für die Gesamtleistung immer wichtiger werden. Hier sorgen verstärkt Roboter für eine Beschleunigung. Verschiedene Roboterhersteller stellen derartige Lösungen vor, und können in diesem Segment ein deutliches Wachstum verbuchen.

Neben der Beschleunigung kann die Verbindung von Robotersystemen und Werkzeugmaschinen auch für einen vollautomatischen mannlosen Betrieb sorgen. Für die Automatisierung von Werkzeugmaschinen werden vor allem zwei Konzepte verfolgt: zum einen die Integration des Roboters in die Werkzeugmaschine, zum anderen das Andocken kompletter Automatisierungsmodule inklusive Roboter an die Maschine.

Nur robuste Roboter können in der Werkzeugmaschine arbeiten
Vor allem für die Integration des Roboters in die Werkzeugmaschine werden auf der Messe neue Roboterkonzepte gezeigt, die den widrigen Umgebungsbedingungen mit Spänen, Schleifstaub, Kühlschmierstoffen und sonstigen aggressiven Medien gewachsen sind.

Auch „hinter“ der Werkzeugmaschine tragen Teams aus Robotern und Bildverarbeitungssystemen zur Effizienz und Automatisierung bei. Sie übernehmen zum Beispiel Aufgaben der Qualitätskontrolle, sorgen aber gegebenenfalls auch für die Weiter- oder Fertigbearbeitung von Werkstücken.

Im Kommen sind auch CNC-Bearbeitungen, bei denen kostengünstigere Roboterlösungen an die Stelle teurer 5-Achs-CNC Maschinen treten. Hersteller haben dazu Roboter einer Stabilität entwickelt, die für die Bearbeitung härterer Materialien erforderlich ist. Dazu werden teilweise an die einzelnen Roboterachsen Servo-Stabilisatoren angebaut. Sie versprechen eine reproduzierbare Bearbeitung, bei der die geforderten Maßtoleranzen eingehalten werden. Zudem werden verbesserte Steuerungstechnologien angeboten, die auf CNC-gesteuerter Bewegungsplanung basieren.

Bildverarbeitung kontrolliert nun auch Alu-Schweißnähte
Im Gespann erlauben Robotik und Industrielle Bildverarbeitung immer weiter optimierte Positionierungslösungen, beispielsweise für Schweißoperationen. So stellen Unternehmen aus der Bildverarbeitung auf der AUTOMATICA Komplettsysteme zur Roboter-Positionsregelung vor, die es erlauben, Anbauteile oder Werkzeuge in Relation zu einem Werkstück exakt zu positionieren. Dabei werden alle Positionierfehler des Roboters korrigiert und eine hochgenaue Positionierung erreicht.

Immer exakter und schneller wird mithilfe der Bildverarbeitung auch die Qualitätsprüfungen von Schweißnähten. Bei Werkstücken aus Stahl hat sie diese Aufgabe schon seit einiger Zeit sicher im Griff. Nun erlauben neue Techniken auch die Schweißnahtkontrolle beim optisch anspruchsvolleren und aufgrund des Leichtbautrends immer wichtigeren Aluminiums. Weil bei dem Leichtmetall extreme Spiegelungen und dunkle Schmauchspuren die Regel sind, waren optische Sensoren hier bislang überfordert. Auf der AUTOMATICA 2012 sind nun neue Sensoren zu sehen, die dank höherer Dynamik, größerer Tiefenschärfe und verbesserter Auswertesoftware auch den Aluminiumanforderungen gewachsen sind.

Die Nacharbeit wird automatisiert
Bei Schweißnähten gehen die Aufgaben der Bildverarbeitung immer mehr über die einfache Entscheidung „IO“ oder „NIO“ hinaus: Die Sensoren sollen inzwischen auch die Art, die Ausdehnung und Lokalisation des Schweißfehlers exakt erkennen – und damit die Daten für eine vollständig automatisierte Nacharbeit liefern. Dafür werden unterschiedliche Sensorsystem und hoch komplexe Auswertesysteme kombiniert.
Nicht nur unter ästhetischen, sondern ebenso unter funktionalen Gesichtspunkten wird die Oberflächeninspektion immer wichtiger. Oberflächenfehler auf Zylinderkopfdichtungen können beispielsweise später zu Ausfällen führen. Hier bietet die Bildverarbeitung komplexe Inspektionssysteme mit spezieller Prüfsoftware, maßgeschneiderten Beleuchtungen und hochauflösenden Zeilenkameras.

Zudem werden die Bildsensoren immer mobiler: Sie lassen sich einfach an Roboter montieren und sind mit robotertauglichen Gigabit-Ethernet-Leitungen ausgestattet, die zum einen den hohen Beanspruchungen gewachsen sind und zum anderen hohe Übertragungsraten bieten.

Schneller und flexibler handhaben und montieren
Immer höheres Tempo und größere Flexibilität trotz zunehmender Automatisierung sind in der Metallverarbeitung zentrale Forderungen an die Montage- und Handhabungstechnik. Darauf antwortet die Branche auf der AUTOMATICA unter anderem mit immer schnelleren und kompakteren Pick-and-Place-Lösungen. Zu sehen sind unter anderem Zuführsysteme, die mithilfe individueller Kombinationen aus Robotik, Linearsystemen, moderner Greifertechnik und intelligenter Bildverarbeitung für die verschiedensten Teile geeignet sind. Dem Wunsch nach Flexibilität kommen auch „mitwachsende“ Montagesysteme entgegen, die es erlauben bei wachsendem Volumen die Kapazität einfach zu erhöhen, die sich aber auch für halbautomatische Montagen einsetzen lassen.
Diese Presseinformation und dazugehörige Fotos sind online unter http://www.automatica-munich.com/link/de/Presseinformation

Weitere Informationen über die Messe, Rahmenprogramm, Bilder, Aussteller, Akkreditierung, Anreise, Kontakt und mehr unter: http://www.automatica-munich.com/de/Home/cn/Journalisten

Über die AUTOMATICA
Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik
Die AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach vereint. Sie findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global Association of the Exhibition Industry) zertifiziert.
Über die Messe München International (MMI)
Die Messe München International ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien allein am Standort München einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller und rund zwei Millionen Besucher nehmen jährlich an den Veranstaltungen auf dem Messegelände, im ICM - Internationales Congress Center München und im MOC Veranstaltungscenter teil. Die internationalen Leitmessen der Messe München International sind FKM-zertifiziert, d.h. dass die Aussteller- und Besucherzahlen sowie Flächenangaben nach einheitlichen Standards ermittelt und durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiert werden. Darüber hinaus veranstaltet die Messe München International Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika. Mit sechs Tochtergesellschaften in Europa und Asien sowie über 60 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 Länder betreuen, verfügt die Messe München International über ein weltweites Netzwerk. Auch beim Thema Nachhaltigkeit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Als erste Messeeinrichtung wurde sie mit dem Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“ vom TÜV SÜD ausgezeichnet. Weitere Informationen unter www.messe-muenchen.de
Ansprechpartner für die Presse:
AUTOMATICA
Claudia Huber - Pressereferentin
Tel. (+49 89) 949 - 21471
Fax (+49 89) 949 - 9721471
Email: claudia.huber@messe-muenchen.de
VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation
Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
Email: thilo.brodtmann@vdma.org
www.vdma.org/r+a

Claudia Huber | Messe München
Weitere Informationen:
http://www.messe-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie