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AUTOMATICA 2010 präsentiert neue Initiative Green Automation

30.11.2009
Automatisierungsbranche stellt sich umweltpolitischer Verantwortung

Die AUTOMATICA hat zusammen mit VDMA Robotik + Automation und dem Fraunhofer IPA die neue Gemeinschafts initiative "Green Automation" ins Leben gerufen. Auf der AUTOMATICA 2010 wird die Initiative erstmals vorgestellt.

Die deutsche Robotik- und Automationsbranche arbeitet intensiv daran, Produkte und Produktionen nachhaltiger zu gestalten. Die AUTOMATICA hat zusammen mit VDMA Robotik + Automation und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA die neue Gemeinschaftsinitiative "Green Automation" ins Leben gerufen.

Die Automatisierungsbranche nimmt ihre umweltpolitische Verantwortung wahr und gestaltet die Vision einer "grünen" Welt aktiv mit. Dabei geht es nicht nur um die umweltfreundliche Gestaltung von Produktions­prozessen, sondern auch darum, ressourcenschonenden Technologien mit innovativen Lösungen der Robotik und Automation überhaupt zum Durchbruch zu verhelfen. Auf der AUTOMATICA 2010 wird die Initiative erstmals vorgestellt. "Green Automation" wird den Beitrag der Automatisierungstechnologien für nachhaltiges Wirtschaften in all seinen Facetten zeigen.

Die AUTOMATICA 2010, internationale Fachmesse für Automatisierung und Mechatronik, findet vom 8. bis 11. Juni 2010 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. Die Initiative "Green Automation" wird ein Leitthema auf der Messe sein und unterstützt die ausstellenden Unternehmen bei der Vermarktung von Produkten und Produktionsprozessen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Produktion. Ausgangspunkt der Initiative "Green Automation" ist die zunehmende Bedeutung von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Fertigung.

Dr. Michael Wenzel, Geschäftsführer von Reis Robotics und Vorsitzender des Werbe- und Presseausschusses der AUTOMATICA, erklärt: "In Politik und Gesellschaft ist wachsendes Interesse festzustellen, nicht länger auf Kosten künftiger Generationen zu leben und den Ressourcenverbrauch - ohne Abstriche an die Lebensqualität machen zu müssen - spürbar und nachhaltig zu senken. Diese Entwicklung fordert die Investitionsgüterindustrie - insbesondere die Robotik und Automation - heraus, die fertigungstechnischen Voraussetzungen für "grüne" Konsumgüter zu schaffen. Wir stellen bereits eine am Markt entsprechende Nachfrage fest und so ist es zu begrüßen, dass die internationale Fachmesse AUTOMATICA "grüne" Fertigungstechnologie derart gebündelt darstellen wird".

Gerade durch Automatisierungstechnik wird eine umweltverträgliche und energiesparendere Produktion auch wettbewerbsfähig. Beispiele für ressourcenoptimal gestaltete Automatisierungstechnik sind Pneumatikkomponenten mit minimalem Druckluftverbrauch, Greifer und Werkzeuge aus Leichtbautechnik oder Software zur Planung energieoptimierter Bahnen für Robotersysteme. Viele Hersteller bieten längst Lösungen zur Ressourcenoptimierung, Energieeffizienz, Reduzierung der Schadstoffemission oder Energierückgewinnung an. Dabei ist es insbesondere wichtig, dass sämtliche Betrachtungen bezüglich der Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts beziehungsweise einer Technologie durchgeführt werden.

Hier sieht die Branche ihre Verantwortung. Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation, erklärt: "Der intelligente Umgang mit Ressourcen wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen. Hierbei kann moderne Automatisierungstechnik Erstaunliches leisten. Die Hersteller von Automatisierungstechnik erschließen ihren Kunden erhebliche Einsparpotenziale und entwickeln mit ihrer Engineering-Kompetenz neuartige Lösungen, die "grüne" Produkte überhaupt erst möglich und bezahlbar machen. Um die Visionen wahr werden zu lassen, muss eine Breiten­wirkung erzielt werden. Genau das zeigt "Green Automation" - umfassend und konkret wie nie zuvor."

Automatisierung ist Voraussetzung für "grüne" Produkte
Durch steigende Energiepreise und knapper werdende Ressourcen steigt die Nachfrage nach energiesparenden Technologien. Ebenso bringen veränderte wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen Bewegung in den Markt. Moderne Automatisierungslösungen ermöglichen den breiten Einsatz von um­weltverträglichen Produkten und Technologien wie der Photovoltaik. Beispielsweise konnten durch den Einsatz von Robotern, Montagetechnik und industriel­ler Bildverarbeitung die Herstellkosten von Solarzellen bereits substantiell gesenkt werden - bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität. Die Automatisierungstechnik bringt die Photovoltaik ihrem Ziel näher, Strom zu wettbewerbsfähigen Kondi­tionen zu erzeugen. Umgekehrt ist es für die Einkäufer von Automatisierungstechnik wichtig, Produktionsmittel zu erwerben, die weniger Energie verbrauchen und die in ihrem Betrieb die Umwelt nicht belasten.

Das Fraunhofer IPA sieht ein erhebliches Potenzial im Umfeld der "Green Auto­mation": "Automatisierungstechnik ist ein wesentlicher Faktor für die wettbewerbsfähige Produktion von "grünen" Produkten wie beispielsweise Solaranlagen, Energiespeichern oder Elektrofahrzeugen," so Prof. Alexander Verl, Leiter des Fraunhofer IPA. "Aber auch die Automatisierungstechnik als Ressourcenverbraucher muss beachtet werden. Hier sind erhebliche Potenziale sowohl bei Komponenten und Maschinen als auch auf der Leitebene realisierbar".

Mit der Initiative "Green Automation" wird die AUTOMATICA erstmals dieses Thema systematisch aufbereiten. So wird es eine "Green Automation"-Besucherführung geben, um direkt Interessenten und Anbieter themenspezifisch zusammenzuführen. Ergänzend wird eine Sonderschau die erfolgreichsten Beispiele für "grüne" Produkte vorstellen. Auf dem AUTOMATICA-Forum wird an allen Tagen "Green Automation" ein zentraler Aspekt bei den Fragestellungen sein.

Die Neue Messe München ist der ideale Veranstaltungsort für das Thema Nachhaltigkeit: Sie ist das erste Messegelände weltweit, das mit dem Zertifikat "Energieeffizientes Unternehmen" vom TÜV SÜD ausgezeichnet wurde. Damit bestätigen die Energieexperten, dass die Messegesellschaft den neuesten Stand der Technik einsetzt und kontinuierlich an der Optimierung des Energieverbrauchs arbeitet. Das Zertifikat unterstreicht erneut die Vorreiterrolle der Messe München beim Umwelt- und Klimaschutz. Die Initiative "Green Automation" führt diesen Leit­gedanken auf der Fachmesse AUTOMATICA 2010 konsequent fort.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Martin Hägele, Abteilungsleiter Robotersysteme
Telefon +49 711 970-1203 I martin.haegele@ipa.fraunhofer.de I www.ipa.fraunhofer.de
AUTOMATICA
Claudia Huber, Pressereferentin
Telefon +49 89 949-20862 I claudia.huber@messe-muenchen.de I www.automatica-munich.com
VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation

Hubert Grosser | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fraunhofer.de
http://www.automatica-munich.com

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