Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auftragschweißen jetzt 4-mal schneller

28.04.2010
Fraunhofer IWS Dresden auf der Messe Lasys im Juni in Stuttgart

Laserauftragschweißen mit Pulver geht jetzt noch schneller und prozesssicherer! Das Fraunhofer IWS Dresden und Laserline präsentieren auf der LAM in Houston (Texas, USA) und der LASYS in Stuttgart einen hoch produktiven kompakten Koaxial-Bearbeitungskopf zum Laser-Auftragschweißen.

In Kombination mit einer koaxial angeordneten und damit richtungsunabhängigen induktiven Zusatzwärmequelle bietet er eine gesteigerte Leistungsfähigkeit, hohen Bedienkomfort, gute Automatisierbarkeit und Robustheit.

Der patentierte COAXpowerline – Bearbeitungskopf des Fraunhofer IWS ermöglicht in der Kombination eines Festkörperlasers (4 kW) mit lokal integrierter induktiver Zusatzwärmequelle (14 kW) eine Auftragrate von 8 kg Metallpulver pro Stunde. Das sind bis zu vierfach höhere Werte gegenüber dem Auftragschweißen mit einem 4 kW-Festkörperlaser allein. Damit sind bereits bei kleinen Lasern Abschmelzleistungen erreichbar, die im Bereich des Plasma-Pulver-Auftragschweißens (PTA) liegen, und das ohne Einbrandkerben und bei Aufmischgraden, die garantiert weniger als 8 % betragen.

Wagt man einen Blick in die nahe Zukunft, sind die technisch und wirtschaftlich sinnvollen Obergrenzen bei 10 kW Diodenlaserleistung und 40 kW Induktion zu erwarten. Mit dieser Kombination wären Abschmelzleistungen von bis zu 30 kg Metallpulver pro Stunde realisierbar. Dieser Aufgabe stellen sich die Forscher des Fraunhofer IWS gern.

Mit dem COAXpowerline – Bearbeitungskopf steigt der energetische Gesamtwirkungs-grad bereits jetzt um mindestens das Doppelte. Wo sonst ein 10 kW Laser nötig wäre, reicht jetzt ein 4 kW Laser aus! Damit verringern sich auch die Investitionskosten pro kW Gesamtleistung um mindestens 50 %.

Und ein weiterer zusätzlicher Effekt zeichnet das neue System aus: das vergrößerte Spektrum verarbeitbarer Werkstoffe. Durch die quasi simultane Grundwerkstoff-Vorwärmung können auch harte und rißempfindliche Werkstoffe rißfrei verarbeitet werden. Schichthärten von bis zu 64 HRC sind fehlerfrei erreichbar.

COAXpowerline verfügt wie alle Systeme aus der COAXn-Familie über eine Richtungsunabhängigkeit der Energie- und Schweißgutzufuhr. Auch mit der Zusatzwärmequelle ist die Baugröße sehr kompakt und damit weitgehend unabhängig von der Bauteilgeometrie und -größe einsetzbar. Koaxial in den Strahlengang kann das kamerabasierte Temperaturüberwachungs- und Regelsystem E-MAqS des IWS integriert werden. Damit verfügt der Kopf über eine Online-Prozeßkontrolle, die noch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Wettbewerbern darstellt.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt seit mehr als 20 Jahren Bearbeitungsköpfe zur kontinuierlichen Pulver- oder Drahtzufuhr. Mit diesen im Fraunhofer IWS entwickelten Komponenten werden den Anwendern ausgereifte Werkzeugen für die Praxis des Auftragschweißens in die Hand gegeben. Mehr als 80 solcher Systeme des Fraunhofer IWS haben in den letzten 10 Jahren weltweit den Weg in die industrielle Produktion oder auch in die Forschung gefunden.

Besuchen Sie uns auf der Lasys - Internationale Fachmesse für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung vom 8. - 10. Juni 2010 in Stuttgart, Halle 1, Stand H25.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28
Dr. Steffen Nowotny (Systemtechnik Auftragschweißen)
Telefon: (0351) 83391 3241
Telefax: (0351) 83391 3300
E-Mail: steffen.nowotny@iws.fraunhofer.de
Dr. Ralf Jäckel (Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: (0351) 83391 3444
Telefax: (0351) 83391 3300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | idw
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Auswerte-Elektronik QUADRA-CHEK 2000 von HEIDENHAIN: Zuverlässig und einfach messen
20.04.2018 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

nachricht tisoware auf der Zukunft Personal Süd und Nord 2018
20.04.2018 | tisoware - Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics