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Asiatische Märkte warten auf deutsche Medizintechnikhersteller

10.10.2014

Länder wie Malaysia, Vietnam oder Thailand haben einen großen Nachholbedarf im Bereich der Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung.

Ein Schwerpunkt der Investitionen in den nächsten Jahren wird deshalb im Bereich Medizintechnik liegen. Dies bietet ideale Voraussetzungen für deutsche Firmen, die jetzt im asiatischen Markt Fuß fassen wollen. Singapur ist dafür sehr gut geeignet: Die Amtssprache ist Englisch, die Infrastruktur ist britisch-europäisch geprägt und die Lage erlaubt es, jeden ASEAN-Staat durch einen kurzen Flug zu erreichen.

Medical Manufacturing Asia in Singapur

Im September 2014 fand in Singapur die Medical Manufacturing Asia statt, eine Medizintechnikmesse deren Besucher insbesondere aus den ASEAN-Staaten kommen. Die 10 ASEAN Staaten wollen sich 2015 zum zur ASEAN Economic Community zusammenschließen und damit einen einheitlichen Wirtschaftsraum mit 600 Millionen Menschen und einem Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Billionen USD (2013) bilden.

Der IVAM Fachverband für Mikrotechnik initiierte in diesem Jahr erstmals einen Gemeinschaftsstand auf der MMA, auf dem europäische Produkte gezeigt werden konnten. So zeigte die Firma Microsystems UK beispielsweise geprägte Testchips für Blutanalysen. Philip Tipler von Microsystems UK war hochzufrieden: “Die MMA in Singapur hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Wir sind hier neuen Interessenten begegnet und konnten produktive Gespräche führen.“

Aufgrund der erfolgreichen Veranstaltung plant IVAM für die nächste MMA im Jahr 2016 einen erweiterten Gemeinschaftsstand. In Kooperation mit der Außenhandelskammer Singapur, der Messe Düsseldorf und der Singapore Precision Engineering and Tooling Association (SPETA) wird zudem ein Rahmenprogramm angeboten werden. Dieses soll unter anderem Business-Matchings, Firmenbesuche in Singapur und ein Präsentationsforum für die Aussteller beinhalten.

MEDTEC China

Zwei Wochen nach der MMA fand ebenfalls im September in der rasant wachsenden Mega-City Shanghai die MEDTEC China statt. Die Medizintechnikmesse, die auf dem ehemaligen Expo-Gelände veranstaltet wurde, ergänzt die Asien-Aktivitäten von IVAM auf dem chinesischen Markt. IVAM war zum ersten Mal mit einem Stand auf der Messe vertreten und zeigte u.a. Produkte von Mitgliedsfirmen. Anwender, Hersteller und Vertriebsgesellschaften, die Partner, Kunden und Lieferanten für Firmen im chinesischen Markt suchen, zeigten großes Interesse am Hightech-Netzwerk und an seinen Mitgliedern.

Nach Aussage der AHK Shanghai vom August 2014 steigt der Bedarf an Medizintechnik in China pro Jahr um 20 %. Für das Jahr 2015 wird ein Marktvolumen von 53,7 Milliarden US$ prognostiziert. Durch die Überalterung der chinesischen Bevölkerung und die Ausweitung des Bedarfs in die westlichen Provinzen wird sich dieser Trend in den nächsten Jahren noch fortsetzen. Zusätzlich hat die chinesische Regierung eine neue Gesundheitspolitik beschlossen, in der u.a. eine Modernisierung des Krankenhaussektors festgelegt wurde: Alle Geräte, die älter als 10 Jahre sind, sollen ausgetauscht werden. China ist zudem für deutsche Unternehmen schon heute der zweitstärkste Exportmarkt für Medizintechnikprodukte - nach den USA.

IVAM wird auch auf der MEDTEC China im Jahr 2015 einem Gemeinschaftsstand präsentieren. Im Rahmenprogramm werden Firmen und Forschungsinstitute, z.B. im nahegelegenen Suzhou besucht, wo sich unter dem Namen "Nanopolis" die besten Nanotechnologie-Industrien und Forschungseinrichtungen Chinas konzentriert haben.

nano tech 2015 in Tokio

Die weltweit größte internationale Fachmesse und Konferenz für Nanotechnologie findet im Januar 2015 in Tokio statt. Es werden etwa 800 Aussteller und 45.000 Besucher erwartet. Auch bei der nano tech liegen die Schwerpunkte unter anderem in den Bereichen Life Science und Medizintechnik. IVAM bietet auch für diese Messe die Möglichkeit, auf einem Gemeinschaftsstand auszustellen.

Mit den parallel laufenden Aktivitäten in Asien hat IVAM damit eine exzellente Abdeckung des fernöstlichen Marktes erreicht. Ausstellende Unternehmen profitieren von den guten Kontakten zu den lokalen Organisationen, Unternehmen und Verbänden. Firmen, die sich für eine Teilnahme an einem der IVAM-Gemeinschaftsstände interessieren, erhalten weitere Informationen unter b2b@ivam.de

Weitere Informationen:

http://ivam.de/news/PM_Asien_14

Mona Okroy-Hellweg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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