Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ArtGuardian® auf der MUTEC: Fraunhofer präsentiert Technologie für die Präventive Konservierung

21.11.2012
Optimale mikroklimatische Bedingungen sind wichtig, um den Verfall von Kunstwerken aufzuhalten und Schäden zu verhindern.
Dies erfordert umfangreiches interdisziplinäres Fachwissen und die richtigen Werkzeuge und Methoden. Als größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa hat die Fraunhofer-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Rathgen-Forschungslabor der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein neuartiges System zur präventiven Konservierung von Kunst und Kulturgütern zur Marktreife gebracht. ArtGuardian® wird ab morgen auf der MUTEC 2012 (22. bis 24. November in Leipzig) auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 2, Stand H30 erstmals dem Fachpublikum vorgestellt.

Ein Besuch im Museum ist wie ein Ausflug in eine andere Welt. In Ausstellungen finden Exponate zusammen, die uns auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen – von Millionen Jahre alten Skeletten ausgestorbener Tiere und Pflanzen, über Relikte untergegangener Zivilisationen bis zu Kunstwerken der Meister unterschiedlicher Epochen –, oder sie katapultieren uns in futuristische Welten. Leider sind Ausstellungen immer auch ein Risikofaktor für die präsentierten Werke. Besonders der Transport, aber auch die Lagerung und das Ausstellen an sich können – wenn nicht optimale Bedingungen herrschen – schnell an die Substanz gehen.

ArtGuardian®, ein Hightech-System der Fraunhofer-Gesellschaft zum Schutz von Kunst und Kulturgütern, schafft hier Abhilfe. Es ermöglicht ein durchgehendes, manipulationssicheres Monitoring der mikroklimatischen Bedingungen, denen Kunstwerke – bei Ausstellung, Transport und Lagerung – ausgesetzt sind, egal wo in der Welt sich das Kunstwerk gerade befindet.

Dabei greifen drei Komponenten aus unterschiedlichen Disziplinen ineinander: Autonome ArtGuardian-Sensoren messen Temperatur, relative Luftfeuchte, Stärke der Beleuchtung und Erschütterungen direkt am Werk und senden diese Werte an die ArtGuardian-Software. Über diese IT-Plattform erhält der Eigner des Kunstwerks Zugang zu einer lückenlosen Dokumentation der Belastungskollektive sowie zu allen verfügbaren Dienstleistungen. Des Weiteren wertet ein Prognoseassistent die gemessenen Daten anhand des integrierten ArtGuardian-Regelwerks aus und warnt vor potentiellen Risiken.

Das ist aber nur der Anfang, denn die Komponenten können noch viel mehr. Nicht nur die Messergebnisse in der Plattform sind absolut manipulationssicher, sondern auch die Sensoren selbst lassen sich kaum überlisten: Jeder Versuch, den Sensor vom Kunstwerk zu entfernen, wie auch eine unerwünschte Verbringung des Werkes, lösen Alarm aus. Die ArtGuardian-Software zeigt dem Eigentümer die Messergebnisse nicht nur an, sie warnt ihn auch, wenn auf das Werk abgestimmte Wertebereiche verlassen werden und gibt Handlungsempfehlungen. Somit ist ArtGuardian sowohl für Profis als auch für den privaten Kunstliebhaber ein richtiger Hightech-Schutzengel für Kunstwerke.

Während für die Experten in Museen und Galerien ein umfassendes, manipulationssicheres Monitoring im Vordergrund steht, bietet das ArtGuardian-Regelwerk dem privaten Nutzer einen auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Zugang zum Stand des Wissens im Bereich der präventiven Konservierung. Es ermöglicht ihm, auch ohne umfangreiche Kenntnisse der Konservierungswissenschaft, seine Schätze durch optimale Bedingungen zu erhalten.

Wer über den Alarm informiert werden soll, kann vom Eigentümer ebenso beliebig konfiguriert werden wie die Berechtigungen zur Einsicht der Messergebnisse.
ArtGuardian® wird auf der MUTEC 2012 (22. bis 24. November in Leipzig) erstmals dem Fachpublikum vorgestellt. Die Fraunhofer-Forscher präsentieren das System in Halle 2, Stand H30 (Fraunhofer-Gemeinschaftsstand).
Die Kommerzialisierung beginnt im ersten Quartal kommenden Jahres.

Ansprechpartner:

Dr. Stephan Guttowski
Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM
Telefon +49 (0) 30 /4 64 03-632
stephan.guttowski@izm.fraunhofer.de

Dr. Volker Zurwehn
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
Telefon +49 (0) 231 / 9 76 77-102
volker.zurwehn@isst.fraunhofer.de

Monika Zimmer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
Telefon +49 (0) 231 / 9 76 77-437
Telefax +49 (0) 231 /9 76 77-198
monika.zimmer@isst.fraunhofer.de

Britta Klocke | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.artguardian.de/
http://www.isst.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht SYSTEMS INTEGRATION 2018 in der Schweiz thematisiert Bausteine für die industrielle Digitalisierung
20.11.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften