Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einer für alle: Der FOKUS MEGASTORE ermöglicht das Bereitstellen von Apps für unterschiedliche Endgeräte

31.08.2010
Fraunhofer FOKUS arbeitet am App-Store der Zukunft. Der FOKUS MEGASTORE wird auf der IFA 2010 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Apps sind zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres modernen Alltags geworden. Bislang können diese Applikationen aber ausschließlich über herstellerspezifische Stores bezogen werden, die in der Regel nur bestimmte Geräteklassen und Betriebssysteme bedienen.

Auf der IFA 2010 in Berlin, TecWatch Halle 8.1, demonstriert Fraunhofer FOKUS die Funktionen des FOKUS MEGASTORE. Über ihn kann ein und dieselbe Applikation erstmals für verschiedenste Mobilfunktelefone, Fernseher, PCs und weitere Endgeräte angeboten werden.

App Stores haben eines gemeinsam: Sie unterscheiden sich so grundlegend in Aufbau, Funktion und Angebot, dass sich Nutzer in die Struktur und Funktionen einarbeiten müssen. Zudem unterstützen sie in der Regel nur Endgeräte eines Herstellers. Mit dem FOKUS MEGASTORE stellen die Forscher von Fraunhofer FOKUS (Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme) eine Technologie vor, wie Applikationen für so unterschiedliche Endgeräte darunter Smartphones, PCs, eBook Reader, Fernseher oder die Unterhaltungselektronik im Fahrzeug in einem einzigen Store bereitgestellt werden können.

„Betreiber von App-Stores und Anbieter der Applikationen müssen bislang die Programmierung und das Updaten als auch die Verwaltung und Distribution auf den jeweiligen Store beziehungsweise das zugehörige Endgerät ausrichten“, erklärt Dr. Stephan Steglich, Leiter des Kompetenzzentrums Future Applications and Media (FAME) bei Fraunhofer FOKUS. „Mit unserem Prinzip ‚Eine Plattform für alle‘ wollen wir diese Prozesse deutlich vereinfachen, so dass Anbieter, Nutzer und Programmierer von Applikationen gleichermaßen davon profitieren können.“ Den Anbietern erschließt die interoperable und standardkonforme Technologie neue Märkte, denn neben Smartphones sollen die Apps zukünftig auf allen internetfähigen Geräten laufen. In Zusammenarbeit mit den Forschern von Fraunhofer FOKUS können Programmierer Applikationen erstellen, die sich auf unterschied¬lichsten Endgeräten nutzen lassen. Und der Nutzer kann zukünftig sowohl von Mobiltelefonen als auch von Set-Top Boxen und TV-Geräten sowie PCs verschiedener Hersteller auf den FOKUS MEGASTORE zugreifen.

Plattformübergreifende Technologie
Bei der Entwicklung des FOKUS MEGASTORE setzen die Experten gezielt eine Technik ein, die auf Web-Technologien basiert und die internationalen Web-Standards erfüllt. „Wechselt ein Nutzer zum Beispiel den Smartphone-Hersteller, muss er bislang auch die Einkaufsumgebung wechseln und die bereits vorher genutzte Applikation in der Regel ein zweites Mal im App-Store des neuen Geräteherstellers kaufen“, verdeutlich Steglich. Anbieter, die ihre Applikationen über den FOKUS MEGASTORE verkaufen, sollen den Nutzern künftig die Möglichkeit bieten, die Applikation plattform¬übergreifend auf jedem seiner Endgeräte einsetzen zu können. Verbreitungsgrad und Nutzung einer Applikation werden damit deutlich gesteigert.

Zudem zeichnet sich der FOKUS MEGASTORE, im Vergleich zu gängigen Stores, durch verbesserte Funktionen aus. Zum Beispiel können Apps in Abhängigkeit vom Aufenthaltsort empfohlen werden: Bei einem Aufenthalt im Büro werden zusätzlich spezifische Office-Applikationen in der Empfehlungsliste aufgeführt, während bei einem Besuch in einer fremden Stadt beispielsweise Stadtführer oder Apps für die Suche nach empfohlenen Restaurants vorgeschlagen werden. Auch ist die Suche nach interessanten und passenden Applikationen deutlich komfortabler. Neben Ratings, Empfehlungen und Tags bietet die Lösung von Fraunhofer FOKUS den „App-Finder“. Mit dieser Funktion lassen sich relevante Applikationen auf Grundlage der Nutzungsintensität bereits installierter Apps ermitteln.

Mit dem FOKUS MEGASTORE lassen sich neue Geschäftsmodelle erproben. Unternehmen oder Institutionen können spezifische Apps gebündelt anbieten und dem Nutzer gleichzeitig den Zugang zu weiteren Applikationen anbieten.

Eva Sittig | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fokus.fraunhofer.de/go/megastore

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie