Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

acqua alta 2011 - Kongressprogramm richtet Fokus auf Anpassungsstrategien und Hochwasserschutz

13.09.2011
- rund 70 Referenten aus 13 Nationen

Fachmesse mit internationalem Kongress für Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau - vom 11. bis 13. Oktober im CCH-Congress Center Hamburg

Der globale Klimawandel und die Folgen für den Hochwasserschutz an Küsten und im Binnenland ist das zentrale Thema der acqua alta - Fachmesse mit internationalem Kongress vom 11. bis 13. Oktober 2011 in Hamburg. Im Fokus des umfassenden Programms im CCH-Congress Center Hamburg stehen die verschiedenen Anpassungsstrategien in Deutschland und anderen Ländern, neue Handlungsansätze und konkrete Maßnahmen. Mit rund 70 Referenten aus 13 Nationen ist die acqua alta ein internationales Forum für den intensiven Austausch zwischen Wissenschaftlern, Wirtschaftsexperten, Politikern sowie Vertreter von Kommunen. Die Hafenmetropole Hamburg bietet in diesem Jahr als Umwelt-Hauptstadt Europas einen ganz besonderen Rahmen für die Fachmesse mit internationalem Kongress für Klimafolgen, Hochwasserschutz und Wasserbau.

Anpassungsstrategien auf internationaler Ebene
Extreme Wetterereignisse sind Konsequenzen des Klimawandels. Die Anpassungsversuche daran und der Umgang mit Hochwasser, Starkregen oder auch Wassermangel über fachliche und regionale Grenzen hinweg werden während des dreitägigen Kongresses in Hamburg von Experten ausführlich dargestellt und diskutiert. Verschiedene Beiträge zeigen auf, welche Konzepte Metropolen wie Kopenhagen oder Rotterdam prüfen, um die Konsequenzen von Überflutungen für Stadt und Hafen abmildern zu können. Im Binnenland sind die Folgen des Klimawandels als Starkregen spürbar, daneben kann es auch in Nordeuropa Perioden der Trockenheit und Wasserknappheit geben. Konzepte für bessere Entwässerung sind daher künftig ebenso gefragt wie Ressourcenmanagement – nicht zuletzt auch für den industriellen Bedarf.

Einen Einblick in den Umgang mit den Klimafolgen in anderen Regionen der Erde erhalten die Konferenzteilnehmer bei Vorträgen von Referenten aus Australien, Vietnam oder Bangladesch. In Australien müssen vor allem die Farmer mit starken Überschwemmungen wie extremen Dürreperioden zurechtkommen. Hier sind duale Konzepte für den Schutz vor Flut auf der einen Seite und der Bevorratung von Wasser auf der anderen existenziell. Auch Probleme der Deichsicherheit in Vietnam werden beleuchtet.

Ansätze und Projekte in Deutschland
Die Anpassungsstrategie für Deutschland und die Unterstützung des Bundes für entsprechende Maßnahmen in Regionen und Kommunen stehen ebenfalls auf dem Programm. Eines der geförderten Projekte ist beispielsweise Klimzug-Nord, das konkrete Ansätze für die Metropolregion Hamburg, in der rund 4,2 Millionen Einwohner leben, entwickeln soll. Schwerpunkte des Projekts liegen auf der künftigen Stadt- und Raumentwicklung, auch im Hinblick auf einen höheren Bedarf an Entwässerung und Regenwassermanagement. Bei diesem wie bei zahlreichen weiteren bei der acqua alta vorgestellten Projekten wird deutlich, wie wichtig eine umfassende interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Maßnahmen ist: Der positive Effekt ist eine entsprechend große Akzeptanz. Mit der Notwendigkeit der Bürgerbeteiligung am Hochwasserschutz befasst sich ebenfalls ein Themenforum des acqua alta-Kongresses.

Vorhersagen und Frühwarnung
Voraussetzung für die Planung von Schutz- und Anpassungsmaßnahmen sind realistische Prognosen über regionale Auswirkungen des Klimawandels. Welche Schwierigkeiten Fachleute bei solchen Aussagen sehen, wird im Kongress ebenso dargestellt wie die Möglichkeit, sich durch den Vergleich von diversen vorliegenden Einzelergebnissen inzwischen ein besseres Bild machen zu können. Auch Wasserstandvorhersagen bei Sturmfluten wie bei extrem niedrigen Abflussmengen sind sehr wichtig. Für die Schifffahrt sind sie geradezu ein wirtschaftlicher Faktor. Experten zeigen die Chancen und die Problematik verlässlicher Prognosen auf. Dasselbe gilt für die Schwierigkeit bei der korrekten Einschätzung von Hochwasserscheiteln, was für die Ermittlung der Einwirkung auf Bauwerke und Ufer von großer Bedeutung ist.

Stärkere Deiche und mehr Rückhaltebecken als Schutzmaßnahmen
Wesentliche Mittel zum Schutz vor Überflutung sind nach wie vor bauliche Maßnahmen. Ein Beispiel dafür sind die Konsequenzen, die Sachsen aus dem verheerenden Hochwasser von 2002 gezogen hat. Dazu gehört außer dem Neubau und Ausbau von Deichen in urbanen Gebieten auch der Bau von fünf großen Hochwasserrückhaltebecken im Erzgebirge. Ein Vortrag fasst die wesentlichen Erkenntnisse aus der Realisierung dieses Großprojektes zusammen. In weiteren Fachbeiträgen kommen innovative Verfahren zur Deichsanierung und Stabilisierung an Küsten und Flüssen zur Sprache. Speziell um mobile Hochwasserschutzsysteme geht es bei einem Seminar, das der BWK - Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau auf der acqua alta veranstaltet.

Bauen am Wasser
Die architektonischen Gestaltungsstrategien in Uferbereichen sind ebenfalls ein Thema des Kongresses, außerdem geht es um den städteplanerischen Umgang mit Deichen und Überflutungsflächen in Siedlungen. Hier soll das Zusammenspiel von baulichen Schutzmaßnahmen, die der Sicherheit dienen, und der Gestaltung eines attraktiven Lebensraums für die Bewohner aufgezeigt werden. Wie man mit schwimmenden Bauten das Wohnen in Überflutungsgebieten attraktiv macht, zeigen Beispiele aus Hamburg und den Niederlanden.

Weitere Informationen zu der Kongress-Struktur und zu den Schwerpunkten gibt es im Internet unter www.acqua-alta.de Auf der Fachmesse in der Ausstellungshalle des CCH präsentieren spezialisierte Unternehmen innovative Produkte, Technologien und Dienstleistungen.

Pressekontakt:
Gudrun Blickle,
Tel.: 040/3569-2442, Fax: -2449,
gudrun.blickle@hamburg-messe.de

Gudrun Blickle | Hamburg Messe
Weitere Informationen:
http://www.acqua-alta.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht PERSONAL SWISS 2018 - Digitalisierung in den Unternehmen - Wo Kommunikation stattfindet, landen wir automatisch beim Lernen
12.04.2018 | time4you GmbH

nachricht Fraunhofer INT und Fraunhofer Space auf der ILA 2018: Bestrahlungstests und Satellitentechnologie
12.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics