Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2,8 Milliarden € zur Stärkung der Führungsrolle Europas in der Robotik

03.06.2014

Die Europäische Komission und euRobotics AISBL haben heute auf der AUTOMATICA 2014 das weltgrößte zivile Forschungs- und Innovationsprogramm für Robotik gestartet.

Die Initiative – genannt SPARC – soll Europas führende Position in diesem strategischen Bereich, dessen Gesamtmarktvolumen bis zum Jahr 2020 mehr als 60 Milliarden Euro erreicht haben könnte, erhalten und ausbauen.  SPARC wird voraussichtlich in Europa mehr als 240.000 Arbeitsplätze schaffen.

Die Europäische Kommission wird in SPARC im Rahmen seines neuen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 700 Millionen Euro investieren. Die Gesamtinvestition der europäischen Industrie wird sich auf 2,1 Milliarden Euro belaufen. Diese öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) wird Europas Wettbewerbsfähigkeit bei Produktion und Anwendung von Robotik in Industrie und Landwirtschaft, im Gesundheits- und Transportwesen und im Bereich ziviler Sicherheit und Haushalte steigern. 

Die Robotik trägt zwar zur starken Position Europas im globalen Fertigungssektor bei, aber ihr Potenzial geht dennoch weit über die reine Anwendung in Fabriken hinaus: Roboter helfen Krankenschwestern in Krankenhäusern, inspizieren gefährliche Kraftwerke und übernehmen mühsame Arbeiten in landwirtschaftlichen Betrieben.  Automatische Autos sind weitere Beispiele für Robotertechnologie im Einsatz.

Der globale Markt für Robotik umfasst 22 Milliarden Euro und wird voraussichtlich bis zum Jahr 2020 auf mehr als 60 Milliarden Euro anwachsen. Europa ist mit einem Markanteil von 35 % bereits der Marktführer; dennoch müssen Anstrengungen unternommen werden, um in diesem sich rapide entwickelnden Sektor Schritt zu halten. Die neue Partnerschaft für Robotik in Europa, SPARC, verfolgt das Ziel, den europäischen Marktanteil bis zum Jahr 2020 auf 42 % zu steigern. 

Mit SPARC beginnt die Zusammenarbeit der europäischen Kommission mit der europäischen Industrie und Forschung zur Kräftigung und Weiterentwicklung der europäischen Robotik.  euRobotics AISBL repräsentiert den privaten Anteil in der ÖPP und steht für mehr als 180 europäische Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, von konventionellen industriellen Robotik-Herstellern über Landtechnikunternehmen bis hin zu innovativen Krankenhäusern. Um die Ziele von SPARC zu erreichen, entwickeln die Mitglieder von euRobotics AISBL eine “Roadmap für Robotik in Europa”. Diese Roadmap wird in konkrete Arbeitsprogramme und Ausschreibungen umgesetzt. 

Die Vizepräsidentin der europäischen Kommission @NeelieKroesEU, die für die Digitale Agenda verantwortlich ist, sagt zu diesem Thema: „Die Robotik-Revolution passiert genau jetzt. Wir sollten ihr nicht folgen, sondern sie anführen. Roboter können unsere Wirtschaft, unsere Leben und unsere Arbeit verbessern. Roboter kürzen nicht menschliche Arbeitskräfte aus der Gleichung heraus: Im Gegenteil, sie sind Partner für eine bessere  Zukunft. Lasst SPARC eine Metapher sein, mit der wir den Funken der Robotik-Revolution hier in Europa entzünden werden”.  

Der Präsident der Vereinigung euRobotics AISBL Bernd Liepert sagt hierzu: „SPARC wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Robotik-Industrie gewährleisten. Roboterbasierte Automatisierungslösungen sind zur Bewältigung der dringendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart unerlässlich – von demografischen Veränderungen über Mobilitätsanforderungen bis hin zu nachhaltiger Produktion”.

Hintergrund

Im Jahr 2012 einigten sich die Europäische Kommission und die akademischen und industriellen Sektoren auf eine öffentlich-private Partnerschaft für Robotik (Pressemitteilung). 

Die Europäische Kommission unterzeichnete den Vertrag mit euRobotics AISBL am 17. Dezember 2013 (Pressemitteilung). Während der letzten sechs Monate haben beide Seiten intensiv an vielen Details der Partnerschaft gearbeitet, was zum heutigen Start von SPARC geführt hat. 

SPARC wird von einem Komitee aus Vertretern der EU-Kommission und der euRobotics AISBL verwaltet. Alle europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen können beitreten. 

Die Ausschreibungen im Zusammenhang mit SPARC laufen im Rahmen der Säule LEIT - Leadership in Enabling and Industrial Technologies (Führende Rolle der Industrie) des neuen Forschungs- und Innovationsprogramms der EU, Horizon 2020 #H2020.

Die erste Ausschreibung endete am 23. April 2014. Die nächste Ausschreibung wird im Oktober 2014 veröffentlicht und endet voraussichtlich am 21. April 2015.  Bleiben Sie auf dem Laufenden mit @RoboticsEU – erfahren Sie mehr über EU-Förderung für Robotik und Beispiele für Förderprojekte.

Contact:

euRobotics AISBL, Dr. Uwe Haass, Secretary-General, 80 Blvd. A. Reyers, 1030 Brussels, Belgium secretariat@eu-robotics.net Tel. +32-2-706.8203 www.eu-robotics.net www.sparc-robotics.net(as from June 3, 2014)

Dr. Uwe Haass | Messe München International

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten