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Weniger Blut bei Tests für HIV- Patienten benötigt

22.09.2009
Eine neues Diagnoseverfahren von Siemens vereinfacht die Versorgung von Aidspatienten: Mit dem HI-Virus infizierte Personen können sich jetzt genauer und einfacher über die Zahl der Viren in ihrem Körper und damit ihren Gesundheitszustand informieren.
Dazu hat Siemens ein neues System zur Auswertung klinischer Blutproben auf den Markt gebracht, das auf dem Nachweis und der Quantifizierung von Nukleinsäuren basiert. Der erste Test für das System Versant kPCR Molecular wurde speziell zur Überwachung von HIV-Therapien entwickelt. Dank einer Verbesserung der Analysemethode kann die Menge des benötigten Probenvolumens zur Bestimmung der HI-Viruslast (d.h. die Anzahl der HI-Viren pro Milliliter Blut) stark reduziert werden.

Das System besteht aus zwei Komponenten: einem Molekular-System zur automatisierten Aufreinigung und Detektion von Nukleinsäuren (Versant kPCR Molecular) sowie einem darauf aufbauendem Testsystem zur Bestimmung von HI-Viren (HIV-1RNA 1.0 Assay (kPCR)). kPCR steht für kinetische Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction) – eine Technik, die genutzt wird, um DNS-Abschnitte zu vervielfältigen und dann quantitativ zu bestimmen. Die Polymerase-Kettenreaktion ist derzeit eine der genauesten und empfindlichsten Analysemetho-den für den Nachweis von HIV-Infektionen und die Überwachung anti-retroviraler Therapien.

Anders als bei den üblichen Verfahren werden mit dem Testsys-tem nicht die HIV-Antikörper, sondern die HI-Viren selbst gemessen. Dazu wird die Menge an viralen Nukleinsäuren mit Hilfe speziell beschichteter Magnetpartikel (sog. Microbeads) ermittelt, die im Molekular-System zum Einsatz kommen. Indem es Siemens gelungen ist, sehr kleine, gleich große und gleich stark magnetische Partikel mit konstanten, reproduzierbaren chemischen und physikalischen Eigenschaften herzustellen, können die Microbeads nun größere Mengen DNS binden.

Dadurch wird die Ausbeute gesteigert, so dass ein Probenvolumen von 500 Mikroliter – beinahe die Hälfte der üblichen Menge – ausreichend ist. Neben einer geringen Probenmenge bietet das Testsystem zugleich einen breiten Messbereich, so dass sich sowohl sehr wenige Viren im Blut des Patienten nachweisen lassen als auch eine hohe Virus-Konzentration. (IN 2009.09.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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