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Vollautomatisiert: Tausende Blutproben pro Stunde

22.12.2014

Siemens liefert Automatisierungstechnik für die längste und eine der modernsten Proben-Verarbeitungslinie in einem klinischen Labor. Die gut 200 Meter lange Linie ist das Herzstück des so genannten Lab of the Future, mit dem einer der führenden Labordienstleiter in den USA, Quest Diagnostics, neue Standards für die Branche setzen will.

Nach seiner Fertigstellung 2015 wird das automatisierte Labor in Marlborough im US-Staat Massachusetts mehrere tausend Blutproben pro Stunde verarbeiten.


Automatisierungsspezialisten aus der Chemie-, Immunoassay-, und IT-Abteilungen der Siemens Diagnostiksparte designen und errichtet die Linie gemeinsam mit dem Automatisierungsanbieter Inpeco. Von der Probenzuführung bis zur Lagerung verbindet die neue Linie verschiedenste Bluttests in einem Gesamtsystem.

Die Lösung erhöht den Probendurchsatz, reduziert die Handarbeit und damit das Fehlerrisiko und sie erlaubt Prognosen, wann für welche Probe Ergebnisse vorliegen werden. Gleichzeitig sinkt die Verarbeitungszeit pro Probe und das Labor gewinnt erheblich an Produktivität.

Die Herausforderung bei der Konzeption einer derart umfassenden Automatisierung besteht darin, die vielen verschiedenen Arbeitsabläufe und Analysebereiche eines klinischen Labors in einer einzigen Linie zusammenzuführen. Dies gelingt mit dieser universellen und maßgeschneiderte Automatisierungslösung auf optimale Weise.

Neues Kühllager kann rund 500.000 Proben aufnehmen

Das System verarbeitet unsortierte Probenröhrchen verschiedensten Inhalts - Blut, Urin oder Serum - vollautomatisch anhand von Barcode-Etiketten. Roboterarme setzen die Probenbehälter auf mehrspurige Förderbänder, die sie zu den jeweiligen Diagnostikstationen transportieren. Falls es gewünscht ist, können eilige Proben von Notfällen automatisch auf einer Art Überholspur laufen.

An den Analysestationen entnehmen Pipetten die jeweils benötigte Probenmenge, so dass die bisher übliche Aufteilung einer Probe auf mehrere Probenröhrchen entfällt. Die Messdaten für jede Probe und ihre aktuelle Position in der Linie sind jederzeit abrufbar und man sieht, wann alle Ergebnisse vorliegen werden. Auch die Lagerung erfolgt vollautomatisch, damit bei Bedarf immer die richtige Probe verfügbar ist.

Das Lab of the Future ist genau auf die Anforderungen von Quest Diagnostics zugeschnitten. Unter anderem müssen in die Linie jederzeit weitere Analysegeräte beliebiger Hersteller eingebunden werden können. Neu war auch die Dimension des Kühllagers für bis zu 500.000 Proben.

Siemens und Inpeco werden künftig der bevorzugte Anbieter sein, falls sollte Quest Diagnostics diese Automatisierungslösung in weiteren klinischen Laboren umsetzen wird.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews

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