Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultraschnelles CT-System am Uniklinikum München. Bessere Bilder - weniger Strahlung

04.05.2009
Um den Patienten des Klinikums der Universität München bei bildgebenden Verfahren eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten, investiert das Institut für Klinische Radiologie laufend in modernste Technik: Seit Anfang April ist ein neuer 2-Röhren-128-Zeilen-Computertomograph (Siemens Somatom FLASH) in Betrieb, als erst zweite Installation weltweit.

Bei diesem Gerät rotieren zwei Röntgenröhren gleichzeitig um den Körper - das CT ist dadurch bei bestimmten Anwendungen um ein Vielfaches schneller wie derzeit gängige Modelle. Organe wie Herz oder Gehirn können in Bruchteilen einer Sekunde 4-dimensional (3D plus Zeit) erfasst werden und es können auch Funktionsstörungen z. B. in Blutgefäßen sichtbar gemacht werden.

Diese schnelle und präzise Untersuchung ermöglicht es den Ärzten z. B. bei Notfall-Patienten mit akuten Schmerzen in der Brustregion oder Schlaganfällen umgehend eine Aussage über den Gesundheitszustand zu treffen und mit der richtigen Therapie zu beginnen.

Reduzierte Strahlendosis
Das neue CT-System arbeitet mit einer stark reduzierten Strahlendosis im Vergleich zu bisher verwendeten Geräten. Während die durchschnittliche Strahlenbelastung bei einem Herz-Scan üblicherweise zwischen 5 und 20 Milli-Sievert (mSv) liegt, kann die Dosis durch den Einsatz des neuen CT auf etwa 1-2 mSv reduziert werden.

Somit liegt sie unter der natürlichen Röntgenstrahlung von 2-4 mSv, der jeder Mensch pro Jahr ausgesetzt ist. Die erhöhte Patientensicherheit stärkt die Akzeptanz dieser Untersuchungsmethode und ermöglicht somit eine präzisere Diagnose und Behandlung.

Erhöhte Geschwindigkeit
Ein weiterer Vorteil des neuen Systems ist seine Schnelligkeit: Mit einer Scan-Geschwindigkeit von bis zu 43 Zentimeter pro Sekunde und einer zeitlichen Auflösung von 75 Millisekunden ist beispielsweise eine komplette Thorax-Aufnahme in nur 0,6 Sekunden möglich. Ein wesentlicher Vorteil, denn der Patient muss bei dieser Untersuchung im Gegensatz zu früher nun nicht mehr den Atem anhalten. Eine Weiterentwicklung, die die Behandlung von Kindern, älteren Menschen, Notfall- und Intensivpatienten erheblich erleichtert.
Präsentation des neuen CT am Campus Großhadern
Im Rahmen der Vorstellung des neuen Computertomographen
werden Experten vom Klinikum der Universität München live vor Ort eine Herz-CT-Untersuchung demonstrieren. Diese Untersuchung wird z. B. bei Patienten mit akutem Thoraxschmerz angewendet, wenn ein Verdacht auf Herzinfarkt, Lungenembolie oder Aortendissektion vorliegt.
Präsentation am 15. Mai 2009, 13.00-14.30 Uhr
Hörsaal VIII, Campus Großhadern,
Marchioninistr. 15, 81377 München
Hinweis an die Medien:
Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Präsentation und dem wissenschaftlichen Programm teilzunehmen.
Wir bitten um kurze Anmeldung bei der Pressestelle unter
Tel: 089/5160-8068 oder unter julia.reinbold@med.uni-muenchen.de.
Ansprechpartner:
PD Dr. Konstantin Nikolaou
Geschäftsführender Oberarzt
Institut für Klinische Radiologie
Marchioninistr. 15
Klinikum der Universität München - Campus Großhadern
81377 München
Tel: +49-89-7095-3620
Fax: +49-89-7095-8832
Klinikum der Universität München
Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2007 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, poliklinisch, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 44 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt 9.700 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2007 etwa 57 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.

Philipp Kressirer | Klinikum der Universität München
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenchen.de
http://www.radiologie-lmu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Schlaganfalltherapie: Neues Stimulationsgerät synchronisiert Zeitpunkt der Reize mit aktuellen Hirnsignalen
23.10.2017 | Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH)

nachricht Smartphones im Kampf gegen die Blindheit
18.10.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie