Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ultraschall und Datenbrille erleichtern dem Arzt die Arbeit

12.02.2016

Ein medizintechnisches Entwicklungsprojekt an der Westfälischen Hochschule wird vor allem die Entnahme von Gewebeproben präzisieren, beschleunigen und damit für Arzt und Patienten erleichtern.

Auris ist auch die lateinische Übersetzung für das Ohr, bei dem gleichnamigen Forschungsprojekt an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen geht es aber gerade nicht ums Ohr, sondern ums Auge.


Die Datenbrille vor Augen, den Ultraschallkopf in der einen Hand, die Biopsienadel in der anderen: So kann der Arzt viel leichter und präziser Gewebeproben entnehmen.

Foto: WH/BL, Abdruck honorarfrei

Schreibt man Auris als „AuRIS“ kommt man dem Inhalt des Projekts näher: Die Medizintechnik-Wissenschaftler Stefan Maas und Christian Sobotta wollen gemeinsam mit Marvin Ingler als studentischer Hilfskraft ein Ultraschallsystem entwickeln, das dem behandelnden Arzt einen durch virtuelle Informationen ergänzten direkten dreidimensionalen Blick in den Patienten erlaubt, um bereits bei kleinsten Krebsverdachtsherden Gewebeproben präzise und schnell entnehmen zu können: „Augmented Reality Intervention System“.

Auris vermeidet den Blickrichtungswechsel des Arztes zwischen Ultraschallkopf, Bildschirm und Patient. Über eine Datenbrille erhält der Arzt virtuell ein dreidimensionales Bild der zu untersuchenden Stelle und lässt dadurch eine Gewebeentnahme-Nadel viel leichter, präziser und schneller zum vermuteten Krankheitsherd vorschieben.

Ultraschall ist ein besonders beliebtes Mittel zur Bildgebung, da er entgegen dem Röntgen oder der Computertomografie nicht mit Röntgenstrahlen arbeitet und eine direkte Intervention erlaubt, während bei der Magnetresonanztomografie der Patient immer wieder aus der „Röhre“ geschoben werden muss. Und billiger sind Ultraschallgeräte außerdem.

Das Projekt „AuRIS“ wird mit rund einer Viertel Million Euro über 18 Monate finanziert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Zum Ende des Förderzeitraums soll daraus eine Firmenausgründung werden, bei der die jetzigen Wissenschaftler die Geschäftsführung übernehmen werden. Schon jetzt haben Maas und Sobotta ihre Marktchancen ausgelotet:

„Technisch haben wir zurzeit keine Mitbewerber“, so Stefan Maas. „Unser neues Produkt soll über die Hersteller von Ultraschallgeräten vermarktet werden. Die Unternehmen können sich so auf dem Markt profilieren. Einige haben ihr Interesse bereits jetzt schriftlich bei uns angemeldet.“

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Stefan Maas, Campus Gelsenkirchen der Westfälischen Hochschule, Telefon (0209) 9596-565, E-Mail stefan.maas@w-hs.de

Dr. Barbara Laaser | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt
16.01.2017 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Fernüberwachung bei Herzschwäche kann Klinikaufenthalt ersparen
09.01.2017 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau