Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Turnusmäßiger“ Wechsel

25.05.2011
Anfang der 80er Jahre – liebe LABO-Leser – erlebte die Biotechnologie einen wahren Boom. Wissenschaftler aus den verschiedensten Fachgebieten übertrafen sich mit Prognosen, welch große Chancen biotechnologische Verfahren böten.

Die Begriffe grüne, rote, weiße und blaue Biotechnologie für Anwendungen in der Landwirtschaft, Medizin, „sanften“ Chemie und im Umweltbereich wurden erst später kreiert und zeigen die ganze Bandbreite ihrer Einsatzmöglichkeiten.

Das Interesse war also da, nur eine passende fachgebietsübergreifende Messe fehlte. Und so hatte die Deutsche Messe AG in Hannover den richtigen Riecher zur richtigen Zeit, als sie 1985 die BIOTECHNICA aus der Taufe hob. Mutig entschloss man sich, sie von vornherein gleich jährlich durchzuführen.

Anfangs ging es bei den Aussteller- und Besucherzahlen noch stetig bergauf, bis diese stagnierten. Und so entschied die Deutsche Messe AG, ab 1991 auf einen 2-Jahresturnus umzuschwenken, was von den Ausstellern begrüßt und honoriert wurde. Denn es ging wieder bergauf.

... mehr zu:
»BIOTECHNICA »Biotechnologie

2007 überraschte dann die Deutsche Messe AG mit der Ankündigung, auf mehrheitlichen Wunsch der Aussteller, wie sie verlautete, wieder zum alten 1-Jahresturnus zurückzukehren. Die rasante Entwicklung auf allen Anwendungsfeldern (Forschungsergebnisse, Geräteentwicklungen etc.) würde eine höhere Frequenz erfordern, um – wie man nicht nur im Sport so sagt – am Ball zu bleiben.

Allerdings sprach ich auch in den Folgejahren mit keinem Aussteller dort, der von dieser Entscheidung begeistert war. Etliche Unternehmen beließen es sogar dabei, sich nur alle zwei Jahre zu präsentieren. Und so verwunderte es mich eigentlich auch nicht wirklich, als ich im März die Meldung erhielt, dass man ab 2011 wieder den 2-Jahresrhythmus einführt. Als Grund dafür nannte Stephan Ph. Kühne, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, unter anderem: „Die Rückkehr in den Zwei-Jahres-Turnus optimiert die Messestruktur in der Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche und trägt zur besseren terminlichen Koordinierung der Veranstaltungslandschaft in den kommenden Jahren bei.“

Hoffentlich sind mit den „kommenden Jahren“ nicht nur vier oder fünf gemeint. Denn in den geraden Jahren die ANALYTICA und in den ungeraden die BIOTECHNICA – das reicht, finde ich. Die ACHEMA kann schließlich auch gut mit drei Jahren Abstand leben.

Doch nicht nur am Turnus wurde gedreht, auch am Konzept der BIOTECHNICA wurde gefeilt. Was sich dort ändert und was es Neues gibt, darüber informieren wir Sie natürlich rechtzeitig. Sie findet dieses Jahr übrigens vom 11. bis 13. Oktober statt. Den Ort muss ich Ihnen ja nicht nennen.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/meinung/Editorial----Turnusmaessiger---------------Wechsel.htm

Weitere Berichte zu: BIOTECHNICA Biotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mikroskop im Kugelschreiberformat: Auf dem Weg zur endoskopischen Krebsdiagnose
28.04.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Highspeed-Laser erkennt Krebs in zwei Minuten
25.04.2017 | University of Hong Kong

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie