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Synchrotron-Strahlung: Erzeugung revolutioniert

26.11.2013
Forscher sehen hohes Anwendungspotenzial in Medizin und Forschung

Forscher der University of Nebraska-Lincoln haben eine neue Methode entwickelt, mit der Synchrotron-Röntgenstrahlung erzeugt werden kann. Einem Bericht in Nature Photonics nach werden die Röntgenstrahlen mithilfe eines Tabletop-Lasers generiert. Das Verfahren könnte in vielen Bereichen wie zum Beispiel der Frühdiagnose von Tumorgewebe zum Einsatz kommen.


Hand: Synchrotron-Strahlung in der Medizin (Foto: pixelio.de/Sabine Koriath)

Routineanwendung noch weit entfernt

"Radiologische Bildgebung mittels Synchrotron-Strahlung ist sehr interessant und wäre qualitativ deutlich hochwertiger als die heute übliche Röntgenstrahlung. Eine routinemäßige medizinische Anwendung ist aufgrund vielfacher technischer Schwierigkeiten aber noch sehr weit entfernt", erklärt Florian Wolf, Radiologe an der Medizinischen Universität Wien http://meduniwien.ac.at gegenüber pressetext.

Synchrotron-Strahlung ist aufgrund ihrer hochwertigen Qualität ideal für die Forschung. Damit kann nicht nur die Struktur von Materialien genauestens untersucht. Auch lassen sich die professionellen medizinischen Bildgebungsverfahren perfektionieren. Dennoch war die Verfügbarkeit der Technik bis dato begrenzt. "Wir hoffen, dass diese Technologie neue Anwendungsmöglichkeiten schafft, von denen sowohl die Gesellschaft als auch die Forschung profitieren können", erklärt Nathan Powers, Doktorand und Mitglied des Forschungsteams.

Einsatz zur Früherkennung von Krebs

Das Forschungsprojekt ist unter der Leitung von Physikprofessor Donald Umstadter vom Extreme Light Laboratory http://unl.edu/diocles durchgeführt worden. Dem Experten zufolge kann man diesen Durchbruch in der Strahlenforschung mit der Entwicklung von Personal Computern vergleichen. Während der Zugang zu Computern in der Vergangenheit nur wenigen und ausschließlich auf riesigen und kostspieligen Zentralrechnern vorbehalten war, kann mittlerweile die breite Masse von dieser Entwicklung profitieren.

Den Wissenschaftern zufolge ist das Device, welches bei diesem speziellen Verfahren zum Einsatz kommt, so klein, dass dieses spielend leicht in einem Krankenhaus oder sogar auf einem Lastwagen Platz findet. Zusätzlich könnte die neuartige Laser-Technologie dazu eingesetzt werden, um Nuklearmaterialien aufzuspüren, die in einem abgeschirmten Container versteckt sind.

Auch ließen sich bösartige Tumore im Frühstadium erkennen. Damit könnten aber auch chemische Reaktionen untersucht werden, die für konventionellen Röntgenstrahlen viel zu schnell ablaufen.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.unl.edu
http://www.nature.com/nphoton

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