Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens stellt neue Produktlinien für die Angiographie vor

26.11.2012
Für seine Angiographiesysteme hat Siemens Healthcare vollkommen neuartige Röntgenröhren- und Detektoren-Technologien entwickelt, um die minimal-invasive Therapie von koronaren Herzkrankheiten, Schlaganfall und Krebserkrankungen zu verbessern.

In den beiden Baureihen Artis Q und Q.zen steigert die neue Röntgenröhre die Erkennbarkeit kleiner Gefässe um bis zu 70 Prozent gegenüber bisheriger Röhrentechnik. Artis Q.zen kombiniert diese innovative Röntgenquelle ausserdem mit einer völlig neuen Detektor-Technologie, die interventionelle Bildgebung im Niedrigdosisbereich unterstützt. Dies schützt Patienten, Ärzte und medizinisches Fachpersonal gerade während langer interventioneller Eingriffe.



Für die Bildqualität in der Angiographie sind zwei Hardware-Komponenten von entscheidender Bedeutung: Röntgenröhre und Detektor. Die Röntgenstrahlung, die von der Röhre ausgeht, durchdringt den Patienten und trifft auf den Detektor, der sie in Bildsignale umwandelt. Ausschlaggebend für die Fortschritte auf Seiten der Röntgenröhre in den Produktlinien Artis Q und Artis Q.zen ist die zweite Generation der Flat-Emitter-Technologie von Siemens: Statt Glühwendel wie in üblichen Röntgenröhren dienen in der neuen Röhre ausschliesslich Flat Emitter zur Emission der Elektronen.

Flat Emitter ermöglichen kleinere, quadratische Foken, die die Erkennbarkeit kleiner Gefässe um bis zu 70 Prozent verbessern. Die detailreichere Darstellung kommt Arzt und Patient bei der bildgestützten interventionellen Therapie zugute. So lässt sich etwa in der Neurologie genauer ermitteln, wie gut bestimmte Hirnareale durchblutet sind; und bei der Koronarangiographie lassen sich nun auch Stenosen in kleinsten Herzkranzgefässen erkennen.

Untersuchungen mit äusserst niedriger Strahlendosis

Die Baureihe Artis Q.zen kombiniert die neue Röntgenröhre mit einer neuartigen Detektor-Technologie, die Durchleuchtungen bei äusserst niedrigen Dosiswerten möglich macht: Für die Bildgebung mit Artis Q.zen reichen Dosisleistungen aus, die bis um die Hälfte unter den sonst üblichen Werten liegen. Diese Verbesserung geht auf eine umfassende Veränderung der Detektortechnologie zurück: Während fast alle bisherigen Detektoren aus amorphem Silizium bestehen, verfügt das Silizium im neuen Artis-Q.zen-Detektor über eine kristalline – und damit homogenere – Struktur.

Damit lässt sich das Signal wesentlich effektiver verstärken und das elektrische Rauschen im Bild gerade bei äusserst niedrigen Strahlendosen deutlich verringern. Artis Q.zen wurde mit dem Ziel entwickelt, eine verbesserte Bildqualität im Niedrigdosisbereich zu unterstützen und somit die Strahlenbelastung für Patienten, Ärzte und medizinisches Fachpersonal zu reduzieren. Dies ist besonders in dosissensiblen Bereichen wichtig, etwa in der Kinder-Kardiologie und -Radiologie und in der Elektrophysiologie, die wegen der zunehmenden Zahl von Herzrhythmusstörungen in der älter werdenden Bevölkerung immer häufiger angewandt wird.


Innovative Software-Applikationen für die interventionelle Bildgebung
Ergänzt werden die Hardware-Innovationen von mehreren Software-Applikationen zur Verbesserung der interventionellen Bildgebung: Damit lassen sich bei der Behandlung koronarer Herzkrankheiten Angiographie-Bilder exakt mit den Aufnahmen einer Ultraschallsonde aus dem Inneren der Koronararterien korrelieren; Stents werden während der Therapie in Echtzeit und bewegungsstabilisiert dargestellt. Weitere neue 3-D-Applikationen können kleinste Strukturen im Kopf darstellen. Diese besonders hohe räumliche Auflösung ist etwa für die Bildgebung intrakranialer Stents oder der Cochlea im Innenohr bedeutsam. Bewegte Organe wie die Lunge lassen sich in weniger als drei Sekunden dreidimensional aufnehmen. Das reduziert Bewegungsartefakte und kann die Menge des nötigen Kontrastmittels verringern. Mit der Visualisierung und Messung des Blutvolumens in der Leber oder anderen Organen bietet die funktionelle 3-D-Bildgebung eine Basis für die Planung von Therapien wie der Chemoembolisation von Lebertumoren.
Leseranfragen sind zu richten an:
Siemens Schweiz AG
Healthcare Sector
Freilagerstrasse 40
8047 Zürich
Tel. +41 585 581 599
healthcare.ch@siemens.com
www.siemens.ch/healthcare

| Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Ultraschall statt Stich in die Leber: Elastografie ersetzt Gewebeproben
23.03.2015 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

nachricht Roboter vereinfachen Stimmband-Operationen
17.03.2015 | Leibniz Universität Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: FiberLab-Roboter begeistert auf Photonics West in San Francisco

Mit ihrem „humanisierten“ Roboter zeigten Anna Lena Baumann und Wolfgang Schade erstmalig die erfolgreiche Umsetzung der 3D-Navigation über eine neuartige Lasermethode, der Standard Single-Mode-Glasfaser. Mehr als 17.000 Teilnehmer konnten den Roboter und FiberLab, das erste Projekt des Photonik Inkubators in Göttingen, auf der Photonics West in San Francisco kennen lernen.

Mit Hilfe eines in die Kleidung eingenähten Fasersensors wurden Armbewegungen eines Probanden dokumentiert und nach entsprechender Auswertung an den Roboter...

Im Focus: Femto Photonic Production: Neue Verfahren mit Ultrakurzpulslasern für die Fertigung von morgen

Für die deutsche Wirtschaft spielt die Lasertechnik eine herausragende Rolle: Etwa 40 Prozent der weltweit verkauften Strahlquellen und 20 Prozent der Lasersysteme für die Materialbearbeitung stammen aus Deutschland.

Beim Einsatz von Lasern in der Produktion sind deutsche Unternehmen führend. Diese Stärken gilt es zu erhalten und auszubauen. Deswegen hat das...

Im Focus: Theorie der starken Wechselwirkung bestätigt: Supercomputer bestimmt Neutron-Proton-Massendifferenz

Nur weil das Neutron ein klein wenig schwerer ist als das Proton, haben Atomkerne genau die Eigenschaften, die unsere Welt und letztlich unsere Existenz ermöglichen.

80 Jahre nach der Entdeckung des Neutrons ist es einem Team aus Frankreich, Deutschland und Ungarn unter Führung des Wuppertaler Forschers Zoltán Fodor nun...

Im Focus: Neurochip für die Hirnforschung erfolgreich im Markt

Neues Mess- und Stimulationssystem nimmt die Kommunikation von Nervenzellen in Echtzeit auf und ermöglicht damit lang erhoffte Grundlagenforschung

Für die Enträtselung neurologischer und neurodegenerativer Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, Depression oder verschiedene Erblindungsformen verspricht ein...

Im Focus: Klassisch oder nicht? Physik der Nanoplasmen

Die Wechselwirkung von intensiven Laserpulsen mit Partikeln auf einer Nanometer-Skala resultiert in der Erzeugung eines expandierenden Nanoplasmas.

In der Vergangenheit wurde die Dynamik eines Nanoplasmas typischerweise durch klassische Phänomene wie die thermische Emission von Elektronen beschrieben. Im...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

THETIS - Branchentreff für Meeresenergien

27.03.2015 | Veranstaltungen

1. HAMMER BIOENERGIETAGE

27.03.2015 | Veranstaltungen

Technologietag bei der SCHOTT AG - Neue Strukturierungstechnologien für Dünngläser

26.03.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Motormanagement-System kommuniziert per Modbus

27.03.2015 | HANNOVER MESSE

Ein Elektron auf Tauchgang

27.03.2015 | Physik Astronomie

Material für dichtere Magnetspeicher

27.03.2015 | Materialwissenschaften