Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schlüsselfertige Systeme zum Scannen von Gewebe und pathologischen Schnitten

18.03.2009
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT präsentiert in diesem Jahr auf dem Forum tech transfer - Gateway2Innovation in Halle 2, Stand D12 im Rahmen der HANNOVER MESSE das neu entwickelte Komplettsystem TopoScan.

Das Gerät wird für das Scannen von Gewebe und pathologischen Schnitten verwendet. Es liefert extrem hohe optische Auflösungen und erlaubt Punktmessungen mit höchster Empfindlichkeit. TopoScan kann im Gegensatz zu herkömmlichen Laserscanning-Mikroskopen auch in die Zellen "hineinschauen" und erlaubt hochpräzise Einzelmolekülmessungen innerhalb der Zelle.

Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT hat sich die Abteilung für Biomolekulare Optische Systeme - BioMOS auf die Entwicklung von Komplettsystemen zur Analyse-, Diagnostik- und zum Screening auf biomolekularer und zellulärer Ebene spezialisiert. Die Systeme werden in der Medizin- und Pharmaforschung eingesetzt und können aus dem Stand sofort in Betrieb genommen werden (Turn-Key-Systeme). Sie enthalten Hard- und Software-Komponenten und sind speziell auf den Einsatz beim Kunden und die dort vorliegenden Arbeitsprozesse optimiert.

Fraunhofer FIT ist auf dem Gemeinschaftsstand tech transfer im Rahmen der HANNOVER MESSE mit seinem neuesten Komplettsystem vertreten, dem so genannten TopoScan. Ähnlich dem Laserscanning-Mikroskop liefert TopoScan hohe optische Auflösungen und ermöglicht Punktmessungen mit höchster Empfindlichkeit. Das System scannt Gewebe und pathologische Schnitte und erlaubt auch das Messen in Zellen, um etwa Transportprozesse nachzuvollziehen.

Diese Eigenschaft des Gerätes wird dadurch erreicht, dass der optische Weg während des Scannens und der Punktmessungen unverändert gehalten wird und die optische Qualität somit immer gleich bleibt. Das Gerät existiert in einer automatisierten Lösung, die das Probenhandling und - wenn gewünscht - auch das Liquid-Handling automatisch durchführen kann. Das heißt, die Probenkammer wird geladen und die Proben automatisiert abgearbeitet.

Ein weiteres wichtiges Feature von TopoScan ist neben der Einzelmolekülfähigkeit auch die lernfähige Software, die vom Kunden an seine Bedürfnisse angepasst werden kann. Das Gerät scannt die Oberfläche von Gewebeschnitten in einer Genauigkeit von wenigen Nanometern mit einem Laser ab. Der Laser kann zusätzlich Fluoreszenz-Ereignisse auslösen, die vertiefte Informationen über Morphologie und Struktur der vorliegenden Probe (Toponomie, deshalb der Name TopoScan) geben. Das reflektierte Licht wird zu Bildern der Probe zusammengesetzt. Diese Bilder wiederum können über die lernfähige, trainierbare Software besser als mit herkömmlichen Werkzeugen analysiert werden.

Die in Fraunhofer FIT erarbeiteten, wirtschaftlich besonders interessanten Themen werden häufig durch eine Ausgründung veredelt. Dr. Harald Mathis, Leiter der Forschungsgruppe Biomolekulare Optische Systeme des Fraunhofer FIT, befürwortet diese Strategie: "Wir sehen uns als Keimzelle für Unternehmensgründungen. Wir wollen die institutsnahen Unternehmensgründungen und Kooperationen zwischen Spin-offs und Fraunhofer-Instituten gezielt fördern und erfolgreich ausbauen." Aus diesem Grunde arbeit man auch eng mit dem Arbeitskreis Mikrosysteme für Biotechnologie und Lifesciences e.V. zusammen, einem im Mikrosystemtechnik-Bereich wichtigen Partnernetzwerk.

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de

Alex Deeg | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de
http://www.fit.fraunhofer.de/services/life/biomos.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Wachkoma: System soll Patienten helfen, sich zu verständigen
24.05.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Premiere einer verblüffenden Technik
23.05.2017 | Deutsches Herzzentrum Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften