Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sanfte Therapien und Diagnostik

20.11.2008
Nicht-invasive Methoden sind in der medizinischen Behandlung, Patientenüberwachung und Diagnostik auf dem Vormarsch. Sie können helfen, Infektionen zu vermeiden, und bedeuten weniger Schmerzen und Stress für den Patienten. Dräger bietet vielfältige Produkte zur nicht-invasiven Anwendung in der Klinik.

Wird ein Patient mit einer pulmonalen Komplikation in eine Klinik eingeliefert, stellt sich die Frage nach der geeigneten Therapieform. Neben den rein medizinischen Aspekten spielen auch weitere Kriterien eine wichtige Rolle: beispielsweise die psychische und physische Belastung des Patienten durch die Behandlung, die Zeit, in der eine Maßnahme umgesetzt werden kann, aber auch wirtschaftliche Überlegungen.


Infektionsgefahr im Krankenhaus

Angesichts dieser komplexen Entscheidungssituation haben zwölf medizinische Fachgesellschaften unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin im Sommer 2008 die S3-Leitlinie „Nicht invasive Beatmung bei akuter respiratorischer Insuffizienz“1 veröffentlicht. Sie formuliert als Handlungsmaxime, dass die nicht-invasive Beatmung überall dort eingesetzt werden sollte, wo dies möglich ist.

Der Grund für diese Empfehlung ist, dass die invasive Beatmung mit dem Risiko einer Ventilator-assoziierten Pneumonie (VAP) einhergeht, die in den USA und Europa eine der am häufigsten auftretenden nosokomialen Infektionen darstellt.2 Diese Erkrankungen belasten nicht nur den Patienten, sondern auch das Budget: 29 Milliarden Dollar Kosten jährlich verursachten nosokomiale Infektionen in US-amerikanischen Krankenhäusern.3

Nicht-invasive Anwendungen in anderen Bereichen

Generell rücken nicht-invasive Maßnahmen in den Mittelpunkt bei der Prävention nosokomialer Erkrankungen. Denn mit jedem Eingriff in den Körper, also beispielsweise auch mit Kanülen oder Kathetern, ist eine primäre Eintrittspforte für Infektionen geöffnet. Und: In einer für den Patienten ohnehin schon belastenden Situation verursachen invasive Eingriffe meist Schmerzen und Stress. Dies betrifft auch die Felder Diagnostik und Monitoring. Neben der Erstellung eines EKGs, der Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO2-Wert) und des expiratorischen CO2-Wertes, die schon seit langem nicht-invasiv überwacht werden können, ist dies heute auch für die kontinuierliche Kontrolle des arteriellen Blutdrucks möglich.

Dräger bietet sowohl für die nicht-invasive Beatmung als auch für das nicht-invasive Monitoring umfassende Lösungen an: Das Beatmungsgerät Carina erfüllt insbesondere die Anforderungen an die nicht-invasive Beatmung, aber auch nahezu alle anderen Beatmungsgeräte aus dem Hause Dräger bieten die Option der nicht-invasiven Beatmung. Die Gesichtsmaske NovaStar lässt sich den Gesichtskonturen des Patienten individuell anpassen und sitzt durch ihr Gelkissen dicht auf. Das minimiert Leckagen und Hautläsionen. Mit dem Infinity CNAP SmartPod bietet Dräger eine Methode für das Messen des arteriellen Blutdrucks über eine Sensormanschette, die auf den Finger des Patienten geschoben wird. Der Infinity etCO2-Pod lässt sich an das Schlauchsystem zur Beatmung anschließen und misst im Haupt- oder Nebenstrom den CO2-Gehalt der ausgeatmeten Luft.

Schnelle Diagnostikverfahren bei Alkohol- und Substanzmissbrauch

Zusätzlich präsentiert Dräger auf der Medica 2008 in Düsseldorf zwei weitere Geräte, die nicht-invasive Diagnostikverfahren bieten und inbesondere für die Notaufnahme von Interesse sind: Der Dräger DrugTest 5000 erkennt anhand einer Speichelprobe sechs verschiedene Klassen illegaler Drogen innerhalb weniger Minuten. Der Dräger AlcoTest 6810 med prüft aufgrund des Atems den Alkoholspiegel des Probanden. Beide Geräte, die unter anderem auch in Verkehrskontrollen eingesetzt werden, ermöglichen einen schnellen Ausschluss von Alkohol- bzw. Drogenmissbrauch und helfen somit, die Anzahl kosten- und zeitaufwendiger Blutanalysen im Labor zu reduzieren.

1 Schönhofer, Bernd et al.: Nicht invasive Beatmung bei akuter respiratorischer Insuffizienz. In: Deutsches Ärzteblatt 2008; 105(24): 424-433. (Kurzfassung)

2 Prävention der nosokomialen Pneumonie – Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert Koch-Institut. In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 2000, 43:302-9.

3 Institute of Medicine, To Err is Human: Building a Safer Health System, National Academy

Press, 2000: Washington DC.

Dräger. Technik für das Leben®
Die Drägerwerk AG & Co. KGaA ist ein international führender Konzern der Medizin- und Sicherheitstechnik. Dräger-Produkte schützen, unterstützen und retten Leben. 1889 gegründet, erzielte Dräger 2007 weltweit einen Umsatz von rund 1.8 Mrd. Euro. Der Lübecker Konzern ist in mehr als 190 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter.
Fachpressekontakt
Malte Blombach
Tel.: +49 451 882 1976
E-Mail: malte.blombach@draeger.com

Malte Blombach | Drägerwerk AG & Co. KGaA
Weitere Informationen:
http://www.draeger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Deutschlandweit erstmalig: Selbstauflösender Bronchial-Stent für Säugling
29.05.2017 | Universitätsklinikum Münster

nachricht Wachkoma: System soll Patienten helfen, sich zu verständigen
24.05.2017 | Universität Bielefeld

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

29.05.2017 | Physik Astronomie

Deutschlandweit erstmalig: Selbstauflösender Bronchial-Stent für Säugling

29.05.2017 | Medizintechnik

Professionelle Mooszucht für den Klimaschutz – Projektstart in Greifswald

29.05.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz