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Rückenschmerzen: Neuartige Software für eine maßgeschneiderte intelligente Wirbelsäulenkorrektur

19.10.2011
Auf der EuroSpine 2011 in Mailand wird dem internationalen Publikum erstmalig ein innovativer Ansatz zur operativen Behandlung von Lumbalgien aufgrund von Bandscheibenschäden vorgestellt. Das sogenannte CSS-System besteht aus einer neuartigen Berechnungs-Software zur genauen Planung und Durchführung von chirurgischen Eingriffen zur Wiederherstellung der individuellen lordotischen Krümmung der Wirbelsäule des Patienten.

Diese massgeschneiderte Wirbelsäulenchirurgie berücksichtigt die Wirbelsäulengeometrie und das Bewegungsprofil des jeweiligen Patienten. Dies ist die Grundvoraussetzung für zukünftige erfolgreiche Wirbelsäulenkorrekturen. Das innovative CSS-System, das heute auf der EuroSpine 2011, Europas grösstem Kongress für Wirbelsäulentherapie, -Chirurgie und Orthopädie, erstmalig vorgestellt wird, erfüllt all diese Anforderungen. Das CSS-System umfasst Diagnoseverfahren, Implantate und die revolutionäre Berechnungs-Software Verta-Plan.

Das von dem deutschen Unternehmen spontech entwickelte CSS-System lässt Chirurgen alle Phasen der Behandlung planen und überwachen - vor, während und nach der Operation.

Rückenschmerzen durch eine Bandscheibendegeneration aufgrund von Alter oder Übergewicht verursachen in Deutschland neuesten Schätzungen zufolge jährliche Kosten in Höhe von 16 bis 22 Mio. Euro.

Angesichts des zunehmenden Alters der Gesellschaft und zunehmenden Fettleibigkeit der Bevölkerung wird auch das Übel Rückenschmerzen weiter zunehmen. Die Bandscheiben fungieren als ?Kissen' zwischen den Wirbeln. Wenn sie dünner werden, können die Wirbel aneinander reiben und dabei Nervenwurzeln verletzen. Das verursacht Rückenschmerzen, der häufigste Grund für Krankschreibungen.

Klinische Befunde belegen immer deutlicher, dass der langfristige Erfolg einer Wirbelsäulenkorrektur davon abhängt, wie gut die natürliche Anatomie der Wirbelsäule wiederhergestellt werden kann.

Bisher war der Einsatz von Bandscheiben-Implantaten zur Korrektur des Abstands zwischen den Wirbelkörpern begrenzt. Wie Professor Claus Carstens, ehem. Präsident der Deutschen Wirbelsäulen-Gesellschaft, betont: "Anders als bei einer Knie- oder Hüft-OP war es bisher nicht möglich, bei einer Wirbelsäulen-OP die für den betreffenden Patienten notwendige Korrektur oder die Auswirkungen auf die benachbarten Wirbelsäulenbereiche genau zu berechnen." Wenn die Implantate die individuelle Wirbelsäulenkrümmung nicht berücksichtigen, kann dies zu einer Überlastung der benachbarten Bandscheiben und mit der Zeit zu einer sogenannten Folgedegeneration führen. "Wir verwenden das CSS-System an der Galenus Klinik in Stuttgart seit November 2010", so Carstens weiter. "Es berechnet bereits vor der OP die Genauigkeit der notwendigen Korrektur in Grad und Millimeter. Hard- und Software des Systems gewährleisten auch während der OP ein sicheres und effektives Operationsverfahren."

Jeder Mensch hat eine individuell unterschiedliche Koordination zwischen Kopf, Schultern und Beckengürtel, und dies hat Einfluss auf die Bewegung der Wirbelsäule. Vor einer Wirbelsäulen-OP müssen alle Parameter zur Wirbelsäulenbewegung möglichst detailliert erfasst werden. "Mit einer umfassenden biomechanischen Wirbelsäulenanalyse können bessere klinische Ergebnisse erzielt und Operationen mittelfristig effektiver gestaltet werden", erklärt Professor Hans Joachim Wilke, stellvertretender Leiter des Instituts für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik an der Universität Ulm.

Vor diesem Hintergrund kann die von spontech entwickelte technologische Plattform als bahnbrechend angesehen werden."

Das CSS-System ist eine wahre Innovation, deren Hard- und Software CE-zertifiziert sind. Die Kernfunktion des Systems ist die Software Verta-Plan. Sie berechnet vor der Operation die Abstände zwischen Wirbelkörpern und Bandscheiben, die motorischen Parameter sowie den Bewegungsbereich (ROM) des einzelnen Patienten, und schlägt dem Chirurgen automatisch das für den Patienten am besten geeignete Implantat vor. Das System unterstützt den Chirurgen auch während der OP, indem es die Auswirkung der Korrektur auf das gesamte Wirbelsäulenprofil prüft. Als ?Abstandshalter' wird das Implantat Verta-Connect verwendet. Das rechteckige hintere Ende stützt die Wirbel kortikal ab und sorgt für den richtigen Neigungswinkel der Wirbelkörper. Der Inserter Verta-Control vervollständigt das CSS-Instrumentenset. Mithilfe der Skala auf dem Inserter kann der Chirurg exakt prüfen, wie weit das Implantat in den Bandscheibenraum hinein platziert wurde.

"Von Beginn an hat sich unser Unternehmen durch seinen systemischen Ansatz zur Wirbelsäulenchirurgie von anderen unterschieden, d. h. durch einen Ansatz, bei dem es darum geht, die individuelle Wirbelsäulenanatomie wieder herzustellen", erklärt der Geschäftsführer der deutschen Firma, Thomas Fischer. "Zu diesem Zweck hat unser Unternehmen in den letzten Jahren eng mit bekannten internationalen Meinungsführern und erfahrenen Fachleuten im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie zusammengearbeitet. Wir freuen uns, unser CSS-System heute auf einer internationalen Veranstaltung wie der EuroSpine 2011 vorstellen zu dürfen. Wir glauben fest daran, dass das CSS-System die operative Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen weiter voranbringen wird."

Wenden Sie sich bzgl. weiterer Informationen bitte an:

Peter Georg Haag, peter.haag@spontech-spine.com, +49(0 )151-148-679-36, +39-346-9605826

PRESSEBÜRO
Via G.B. Morgagni 30, 20129 Milano
Tel.: +39-02-20-24-13-57
Antonella Martucci, a.martucci@vrelations.it

Antonella Martucci | presseportal
Weitere Informationen:
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