Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reinraumproduktion

06.01.2012
Höhere Produktivität durch bessere Kontrolle und Steuerung

Grundvoraussetzung für den effektiven Betrieb eines Reinraumsystems ist die genaue Einstellung und Abstimmung aller Komponenten, eine ständige Kontrolle und Aufzeichnung der Werte, und vor allen Dingen eine sofortige Anzeige und Behebung von Störungen. Nachfolgend wird ein Reinraum-Kontrollsystem vorgestellt, das diese Anforderungen problemlos erfüllt.

Die Produktion in Reinräumen setzt eine hohe Disziplin und Sorgfalt im Bereich der Arbeitsabläufe voraus. Die Produktsicherheit hat oberste Priorität und die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsnormen müssen strengstens eingehalten werden. GMP-Normen legen die Parameter für Partikel- und Keimbelastung fest, auch Druck, Feuchtigkeit und Temperatur müssen konstant gehalten und zudem lückenlos dokumentiert werden.

Die Regelung und Überwachung eines komplexen Reinraumsystems mit separaten Steuerungsanlagen für einzelne Komponenten wie Reinraum, Laminarflow-Module, Klimatechnik, Schleusentüren oder Beleuchtung erfordern oftmals den Einsatz von geschulten Technikern. Es war bisher ein sehr kritischer Punkt, die notwendige Steuerung und Überwachung der Reinraumanlagen von den Mitarbeitern zu erwarten, die ohnehin schon mit sehr hoher Konzentration unter zum Teil schwierigen Arbeitsbedingungen ihren verantwortlichen Labor-, oder Produktionstätigkeiten nachgehen. Schon kleine Unachtsamkeiten können zu einer Kontamination der heiklen Produkte führen und schwerwiegende Folgen verursachen.

So führt beispielsweise eine versehentlich nicht geschlossene Tür im Schleusenbereich zu einem Druckabfall des Systems, die Strömungsvoraussetzungen sind nicht mehr gewährleistet und die Partikelkonzentration steigt an. Wird eine Fehlfunktion zu spät bemerkt, kann dies zu einem Produktionsstopp führen, der unter Umständen hohe Kosten verursacht.

Bedienung + Kontrolle per Screen
Eine Idealvorstellung ist demnach die Installation eines Reinraumsystems, das den Mitarbeitern die hohe Kontrollverantwortung so einfach wie möglich macht und eine einfache, fehlerfreie Grundeinstellung und Steuerung ermöglicht. Dem Reinraumspezialisten Schilling Engineering ist jetzt mit der Weiterentwicklung ihres patentierten Systems SCHILLING CleanRoom ControlSystem CR Control® ein großer Schritt zur Vereinfachung der Regelung, Steuerung und Überwachung und damit zur Erhöhung der Sicherheit und Produktivität in Reinräumen gelungen. Der 15 Zoll große Touchscreen, der flächenbündig in das Wandpaneel neben der Zugangstür integriert wird, erweist sich als Multifunktionsgerät, das die komplexen Abläufe der Reinraumtechnik, der Klimatechnik und des Monitoring in einem Gerät vereint und sicher und intuitiv zu bedienen ist: „Kontrollsystem beschreibt im Grunde nur einen kleinen Teil der Funktionen, die das CR Control System leistet. Es ist ein interaktives Regelungs-, Steuerungs- und Überwachungssystem, das in dieser Form etwas ganz Neuartiges darstellt. Der Touchscreen zeigt nicht nur übersichtlich und verständlich die Parameter an, die einzelnen Funktionen können auch sofort angesteuert und reguliert werden“, berichtet Elektroplaner Dietmar Schmitt, der bei Schilling Engineering maßgeblich an der Entwicklung des Kontrollsystems beteiligt war.

Die Messung erfolgt mit Fühlern, die Druck, Feuchte und Temperatur überwachen und über Schnittstellen mit dem Kontrollsystem Simatic S7 verbunden sind. Der hochwertige Controller von Siemens wird mit einer speziellen Software programmiert, die die nötigen Verbindungen zu den angeschlossenen Fühlern, Reinraummodulen, Klimaschränken und weiteren Komponenten herstellt. So können die Werte von bis zu zehn Reinräumen und 60 Laminarflowmodulen gleichzeitig auf einem Monitor dargestellt und die Sollwerte bequem eingestellt werden. Eine ständige Prüfung des Verschmutzungsgrades und der Leistung aller eingesetzten Filter ist wichtig, um frühzeitig einen Wechsel vorzusehen und Ausfallverluste auszuschließen.

Klare Benutzerführung
Eine Besonderheit des neuentwickelten Systems besteht in der einzigartigen Möglichkeit, selbst die bisher sehr kompliziert und getrennt gesteuerte Klimatechnik direkt und übersichtlich anwählen zu können. Zudem wird die Türsteuerung überwacht und auch die Lichtfunktion kann bequem eingestellt werden. Die verschiedenen Features werden über eine intuitive Benutzerführung einfach angewählt und sind auf unterschiedlichen Ebenen passwortgesichert und so vor missbräuchlicher Bedienung geschützt.

Geschäftsführer Günther Schilling erklärt die Vorteile der Neuentwicklung folgendermaßen: „Besonderen Wert haben wir auf eine unmittelbar verständliche Benutzerführung gelegt. Vorgänge, bei denen ein sofortiger Eingriff nötig ist, werden durch eine roten Farbe deutlich sichtbar gemacht oder lösen einen Warnton aus. Die gesamte Steuerung und Überwachung kann unkompliziert direkt über das 15-Zoll-Display erfolgen. Das ist ein Riesenfortschritt. Die Kunden können schnell und sicher reagieren und sich auf den eigentlichen Prozessablauf konzentrieren.“
Das SCHILLING CleanRoom ControlSystem CR Control® wird in einer 6-Zoll-Version bereits seit 2010 zur Steuerung der Reinraumsysteme von Schilling Engineering eingesetzt. Jetzt steht mit dem 15-Zoll-Monitor die Weiterentwicklung, die zusätzlich die Steuerung der Klimatechnik integriert und eine noch größere Übersichtlichkeit gewährleistet, zur Verfügung.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/labortechnik/Reinraum-Kontrollsystem-CR-Control/Reinraumproduktion.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Gefäßprothesen aus dem Bioreaktor
19.02.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Neue Studienergebnisse zur Tiefenhyperthermie-Behandlung
15.02.2018 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Highlight der Halbleiter-Forschung

20.02.2018 | Physik Astronomie

Wie verbessert man die Nahtqualität lasergeschweißter Textilien?

20.02.2018 | Materialwissenschaften

Der Bluthochdruckschalter in der Nebenniere

20.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics