Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prozessanalyse in Gaswäschern

01.04.2010
In vielfältigen Bereichen der chemischen Industrie gewinnt die Verbindung von Qualitätssicherheit und Kostensenkung an Bedeutung. Zwischen den beiden Größen muss nicht zwangsläufig ein Konflikt bestehen. So lassen sich in Gaswäschern durch Konzentrationsbestimmung der Prozessflüssigkeiten diese beiden Ziele vereinen.

Bei der Reinigung von Gasströmen liegt der Fokus auf der Vermeidung einer Unter- oder Überdosierung der Waschflüssigkeit.

Dementsprechend ist einerseits der unzureichenden Gasreinigung und anderseits überhöhtem Materialeinsatz mit den verbundenen Kosten vorzubeugen. Bei einem Gaswäscher wird ein Flüssigkeitsstrom (Waschflüssigkeit) mit dem zu reinigenden Gasstrom in Kontakt gebracht. Für die im Kreislauf geführte Waschflüssigkeit muss je nach Menge der absorbierten Bestandteile eine Auffrischung bzw. Regeneration stattfinden. Durch Konzentrationsmessungen direkt im Prozess kann eine optimale Dosierung gewährleistet werden.

Ein solches Inline-Messsystem ist das LiquiSonic® 40 von SensoTech, welches ohne Zeitverzug im laufenden Prozess die Konzentration der Waschlösung sowie des Restproduktes separat bestimmt und eine automatische Steuerung ermöglicht. Die präzise Konzentrationsmessung erlaubt eine definierte Nachschärfung und somit eine Konstanthaltung der Flüssigkeitskonzentration im Bereich der maximalen Löslichkeit bzw. Absorption.

Das System besteht aus zwei Sensoren und einer Auswerteeinheit (Controller). Für den Einsatz in Gaswäschern ist das LiquiSonic® 40 gewöhnlich mit einem Halar bzw. E-CTFE beschichteten Schallgeschwindigkeits-Rohrsensor und einem PFA oder PEEK beschichteten Leitfähigkeitssensor ausgestattet. Diese sind korrosionsbeständig, da sie eine chemische Resistenz gegenüber einer Vielzahl von Prozessflüssigkeiten aufweisen. Daneben zeichnet sich der Rohrsensor durch eine hocheffiziente Ultraschallkeramik aus, welche die genaue Messung auch bei erhöhtem Gasanteil sichert. Die robuste Konstruktion der Sensoren hält mechanischen Schwingungen und Druckstößen stand. Dichtungen oder bewegliche Teile sind nicht vorhanden, so dass die Messgeräte komplett wartungsfrei arbeiten.Die Messwerte können dem Anwender oder Prozessleitsystem über analoge Ausgänge oder per Feldbus zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Nutzung innovativer Signalverarbeitungstechnologien ist eine äußerst genaue und störsichere Messung gewährleistet. Ein Verfahren der chemischen Industrie ist beispielsweise die Kohlendioxidwäsche in einem Benfield-Synthesegaswäscher. In einer Ethylenoxidanlage erfolgt die Reinigung des Gasstromes durch Zuführung von Kaliumcarbonat als Waschflüssigkeit. Die Gaskomponente CO2 wird dadurch absorbiert. Als Endprodukte verbleiben Kaliumhydrogencarbonat sowie das Reingas. Bei einer Temperatur von 95…105 °C und einem Druck bis 22 bar schwanken die Konzentrationen von Kaliumhydrogen- und Kaliumcarbonat im Bereich zwischen 0 und 30 Massen%.

Mit der Installation des LiquiSonic® 40 kann die Konzentration ohne aufwendige und sicherheitskritische Probenentnahme online ermittelt werden. Durch die Verbindung zum Prozessleitsystem läuft der Prozess optimal und automatisiert gesteuert ab.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/Online--und-Prozess-Analytik/Inline-Konzentrationsmesssystem-LiquiSonic-40_id_3353__dId_496340__app_510-31783_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten
24.03.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten
23.03.2017 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE