Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NOVIA-Anwenderforum

01.12.2010
„Qualitätssicherung im analytischen Labor“ – Rückblick auf eine erfolgreiche Premiere

„Wenn es einen Weg gibt, Dinge besser zu machen, finde ihn!“ wusste schon Thomas Alva Edison. Zahlreiche Teilnehmer haben den Weg zum ersten NOVIA-Anwenderforum „Qualitätssicherung im analytischen Labor“ in Bad Soden/Ts. gefunden – eine rundum gelungene Premiere.

Den Auftakt machte Frau Dr.-Ing. Monika Wloka (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) und gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die Änderungen im deutschen Akkreditierungssystem nach der Gründung der DAkkS im Januar diesen Jahres als übergeordnetes Überwachungsorgan aller akkreditierten Stellen. Sie erläuterte besonders die Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025 und beantwortete den Teilnehmern die Frage, was die Laborakkreditierung nach dieser Norm eigentlich für die Labormitarbeiter selbst bedeutet und wie man sich darauf vorbereiten kann.

Wie schaffe ich es, einen Prozess sinnvoll und anschaulich zu visualisieren? Herr Dipl.-Ing. Wolfgang Gottwald gab die Antwort: Durch den Einsatz statistischer Regelkartensysteme. Er zeigte in humorvoller Art auf, dass die Regelkarte im Rahmen der Qualitätssicherung im analytischen Labor als Glied in einem Rückkopplungskreis zu verstehen ist, in dem standardisierte Qualitätssicherungsmaßnahmen auch bei analytischen Aufgaben angewandt werden.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Kalibrieren, Justieren und Eichen? Und was bedeutet es eigentlich, ein Gerät zu qualifizieren? In einem spannenden Workshop beschrieb Herr Dipl.-Ing. Patrick Jung (Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH), worauf es bei der Gerätequalifizierung im GMP-regulierten Bereich ankommt und gab darüber hinaus wertvolle Tipps, wie die Teilnehmer dies leicht in ihrem Umfeld umsetzen können.Herr Dr. Stavros Kromidas gab in seinem Workshop Hinweise auf Missverständnisse und typische Fehler bei Validierungen. In lebhafter Manier zeigte er auf, dass für Validierungen häufig nicht genug Zeit bereit gestellt wird oder ermittelte Daten nicht kritisch genug betrachtet werden. Anhand praktischer Beispiele gab er eine Vielzahl an Tipps, wie man geschickter an eine Validierung herangehen sollte.

Wie immer stand der Erfahrungsaustausch beim NOVIA-Anwenderforum im Mittelpunkt. So wurden auch die Pausen genutzt, um miteinander zu diskutieren, Ideen auszutauschen oder sich am MVA-Stand über die validierte NOVIA-Software zur Methodenvalidierung zu informieren.

Im Rahmen seines Workshops zeigte Herr Dr. Matthias Kania (Rentschler Biotechnologie GmbH) nach der Mittagspause Möglichkeiten einer Vorgehensweise bei der Entwicklung und Qualifizierung von sogenannten ELISAs (Enzyme Linked Immunosorbent Assay) auf. Durch gezielte Übungen und anschaulichen Beispielen wies er auf Besonderheiten in der Praxis hin und gab den Teilnehmern Tipps zur Umsetzung.

Was sagt das Ph.Eur und USP eigentlich zum Systemeignungstest? Warum ersetzt operative Hektik geistige Windstille und wie vermeide ich, dass GMP bei einer Revalidierung zum absoluten Kostentreiber wird? In spannenden Diskussionen gab Herr Dipl.-Ing. Hartmut Paxmann (Grünenthal GmbH) einen Überblick, was nach den einschlägigen Arzneibüchern an einer Methode formal „legal“ geändert werden darf, ohne eine Revalidierung durchführen zu müssen. Am Ende des Workshops waren sich die Teilnehmer allerdings über eines einig: „Eine Mischung aus Sorgfalt, analytisch/chromatographischem Verständnis und gesundem Menschen-Verstand ist besser als „blinder Revalidierungsaktionismus.“Herr Dipl.-Ing. Frank Knoff (Imcor GmbH) zeigte in seinem Vortrag, worauf man bei der Geräteanbindung an LIMS zu achten hat, welche Voraussetzungen das Analysengerät mitbringen muss und wie die Kommunikation zwischen Analysengerät und Software funktioniert.

Welche rechtlichen Anforderungen werden an ein medizinisches Labor gestellt? Dieser Frage ging Herr Dr. Karl-Heinz Büscher (Siemens Healthcare Diagnostics GmbH) im Abschlussvortrag dieser Veranstaltung nach. Er stellte den Wandel im Selbstverständnis eines medizinischen Labors dar und somit die Entwicklung hin zu einem prozessorientierten Qualitätsmanagementsystem, in dem der Kunde quasi eine thematische Klammer bildet: Kundenwünsche sind zu erfüllen, um am Ende der Prozesskette einen zufriedenen Kunden gewonnen zu haben. Treu dem Leitsatz: Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.Die NOVIA Chromatographie- und Messverfahren GmbH kann auf eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung zurückblicken.

Das nächste NOVIA-Anwenderforum „Qualitätssicherung im analytischen Labor“ findet am 05. Mai 2011 erneut im Ramada Hotel in Bad Soden/Ts. statt. Anmelden können Sie sich unter www.novia.de.

Weitere Infos erhalten Sie unter der Service-Hotline 069/305-43843 oder via E-Mail unter info@novia.de.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/analyseninstrumente/Instrumentelle-Analytik---NOVIA-Anwenderforum-.htm

Weitere Berichte zu: Analysengerät Labor NOVIA-Anwenderforum Revalidierung Validierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzultraschall: Die dritte Dimension
21.03.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

nachricht «Instrumentenflug» zum Innenohr
16.03.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie