Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues aus der UHPLC

01.06.2009
Agilent stellte hochflexibles LC-System vor

Mit der Markteinführung des neuen 1290 Infinity LC will Agilent Technologies die Debatte um die UHPLC beenden. Denn dieses System bietet laut Unternehmensangaben den derzeit breitesten analytischen Einsatzbereich und dem Anwender somit die Möglichkeit zum Methodentransfer von und auf UHPLC- und HPLC-Systeme anderer Hersteller. Das 1290-Infinity-System ist im oberen Marktsegment angesiedelt und beeindruckt durch hohe Auflösung, Geschwindigkeit und Empfindlichkeit.

In den letzten fünf, sechs Jahren war die Entwicklung in der HPLC von diesem einen Schlagwort gekennzeichnet: "UHPLC", die ultraschnelle LC mit dem Trend zu kleineren Partikeldurchmessern, kürzeren Säulen, höheren Drücken. Mittlerweile gibt es ein knappes Dutzend Firmen am Markt, die solche UHPLC-Systeme anbieten. Deren technische Spezifikationen im Hinblick auf eine schnelle Trennung sind jedoch zum Teil höchst unterschiedlich, so dass ein Methodentransfer von einem System auf das eines anderen Herstellers nicht ohne Weiteres gelingt.

Der Agilent 1290 Infinity LC wurde Ende April in Waldbronn, dem Sitz der Agilent Technologies GmbH & Co.KG, der Fachpresse vorgestellt. Das neue System bietet laut Patrick Kaltenbach, General Manager LC bei Agilent, den derzeit breitesten analytischen Einsatzbereich und ermöglicht dem Anwender, beliebige Partikelarten, Säulenabmessungen oder mobile und stationäre Phasen zu verwenden. Die höchste Trennleistung pro Zeiteinheit für Sub-2-µm- und andere hochentwickelte Partikelsäulen sei mit dem Infinity möglich.

"Die Diskussion um die UHPLC ist vorbei", sagte Kaltenbach. "Dieses System bietet dem Anwender unbegrenzte Möglichkeiten zur Bewältigung aller analytischen Herausforderungen im LC- und LC/MS-Bereich. Wir waren hinsichtlich der Design-Kriterien für dieses komplett neue System sehr ehrgeizig, um allen heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, aber auch den zukünftigen Bedarf an höherem Durchsatz sowie höherer Empfindlichkeit und Auflösung abzudecken. Wenn ich die Berichte der Testkunden höre, bin ich vollkommen überzeugt, dass Agilent das auch erreicht hat."

Zu den "Beta-Testern" gehörte auch Daniel Zimmerli, Senior Technology Coordinator bei Hoffmann-La Roche in Basel. "Der Agilent 1290 Infinity LC ermöglicht Trennungen in wenigen Sekunden - schneller als jedes andere Gerät zuvor", schilderte der Schweizer seine Erfahrungen mit dem neuen LC-System. Auch Professor Pat Sandra vom Forschungsinstitut für Chromatographie in Belgien hatte bereits Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit des 1290 Infinity zu testen. "Mit dem neuen Diodenarray-Detektor ergaben sich Nachweisgrenzen für Verunreinigungen in Pharmaka von 0,001 % im Vergleich zur Hauptverbindung. Das ist mehr als eine Größenordnung geringer als von der amerikanischen FDA gefordert", erläuterte der Professor.

Pumpe aktiv gedämpft
Das neue binäre Pumpenmodul verringert Untergrundrauschen, was zu einem hohen Signal/Rausch-Verhältnis des Systems beiträgt. Denn die aktive Dämpfung reduziert "Pumpenripples" und damit verbundenes UV-Rauschen. Darüber hinaus wird das Untergrundrauschen durch Agilents patentrechtlich geschützte Jet Weaver Mikrofluid Mixer-Technologie weiter verringert.

Um die Vorteile des neuen, laufruhigen Pumpenmoduls in vollem Umfang nutzen zu können, beinhaltet der 1290 Infinity LC auch einen neuen UV-Diodenarray-Detektor, der mehr als die doppelte Empfindlichkeit aller vergleichbaren Detektoren aufweist. Das Modul enthält eine neue Max-Light-Kartuschenzelle mit Optofluid-Wellenleiter und bietet so die niedrigste Nachweisgrenze und das höchste Signal/Rausch-Verhältnis in dieser Gerätekategorie.

Die Basisliniendrift wurde minimiert, was verlässlichere und genauere Peak-Integration ermöglicht, da störende Faktoren wie Brechungsindex und thermische Effekte nahezu eliminiert wurden. Mittels eines neuen programmierbaren Spalts kann der Anwender Empfindlichkeit, Linearität und spektrale Auflösung optimieren.

2000 Proben pro Tag
Die beiden Module 1290 Infinity Probengeber und 1290 Infinity Säulenthermostat enthalten eine Reihe nützlicher, den Durchsatz steigernde Eigenschaften, einschließlich der Möglichkeit einer Systemkonfiguration, mit der in einer 8-Stunden-Schicht 2000 Proben abgearbeitet werden können. Alternierende Säulenregeneration beim Betrieb mit zwei Säulen verringert die Zykluszeit um die Hälfte. Der Durchsatz lässt sich darüber hinaus durch die automatische Reduzierung des Totvolumens, Überlappungsinjektionen, Offline-Datenanalyse und die externe Nadelspülung weiter erhöhen.
Der automatische Probengeber ermöglicht hohe Präzision sowohl bei kleinen und großen Injektionsvolumina ohne Wechseln der Schleife. Die Dichtungen der Dosierpumpe und des Nadelsitzes bestehen aus inertem Material für möglichst geringe Probenverschleppung. Das gleiche Ziel verfolgt und erreicht der Anwender mit dem 1290 Infinity Flexible Cube-Modul für einen automatischen Backflush des Nadelsitzes. Mit dem Flexible Cube sind auch ultraschnelle Zykluszeiten beim Schleifeninjektionsmodus mit fixer Schleife möglich. Das System kann auch für Walk-up-Multimethoden-Betrieb und automatisierte Methodenentwicklung mit acht Säulen und 26 Lösungsmitteln konfiguriert werden.

Die hohe Leistungsfähigkeit des 1290 Infinity LC basiert nicht zuletzt auch auf den neuen ZORBAX Rapid Resolution High Definition-Säulen (RRHD-Säulen). Eine Partikelgröße von 1,8 µm bietet optimale Auflösung und Peak-Definition sowohl für einfache als auch für komplexe Trennungen. Neues Hardware-Design und neue Packungsprozesse führen laut Agilent zu hoher Stabilität auch bei extremen Drücken und damit zu zuverlässiger Leistung.

Die neuen ZORBAX RRHD-Säulen sind in gängigen ZORBAX-gebundenen Phasen erhältlich.

Kombination mit MS-Systemen
Der Agilent 1290 Infinity LC ermöglicht selbstverständlich auch bei LC/MS-Anwendungen bessere Resultate. Das minimale Totvolumen, der geringe Probenübertrag, die integrierte Steuerung und der Betrieb mit der Agilent MassHunter MS-Software sind dafür ausschlaggebend - ebenso die Fähigkeit, schnelle, hochauflösende LC-Trennungen durchzuführen. "Dieses neue System arbeitet hervorragend mit Agilents Jet-Stream-Einlasstechnologie auf unseren 6460 Triple Quadrupol, 6530 Accurate Mass Quadrupol-TOF und 6230 TOF-MS-Systemen", sagte Ken Miller, Agilents Global Marketing Manager für LC/MS. "Durch Verringerung von Ionensuppression und Matrixeffekten wurde eine verbesserte Empfindlichkeit erreicht. Wir konnten sowohl mehr Verbindungen in komplexen Mischungen nachweisen als auch die Zykluszeiten verringern und den Durchsatz für Screening-Analysen erhöhen. Wir erwarten auch, dass der Agilent 1290 Infinity LC häufig mit den im Einsatz befindlichen Massenspektrometern angewendet wird, da es sich um das perfekte Front-End-LC/MS handelt."

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/xist4c/web/Neues-aus-der-UHPLC_id_510__dId_431820_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten
24.03.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten
23.03.2017 | Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise