Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Siemens-System automatisiert DNA- und RNA-Extraktion aus Gewebeproben

09.01.2014
Mit der Tissue Preparation Solution von Siemens können molekularpathologische Labore erstmals hochwertige Nukleinsäuren (DNA- oder RNA-Moleküle) sowohl aus frisch eingefrorenen (FF, freshly frozen) als auch formalinfixierten und paraffineingebetteten (FFPE, Formalin-Fixed, Paraffin-Embedded) Gewebeproben extrahieren.

Damit bietet Siemens die derzeit einzige voll automatisierte Lösung, mit der die gängigen Gewebeproben, die bei Operationen oder Biopsien für In-vitro-Diagnostik und Forschung entnommen werden, für molekulare Analysen weiterbearbeitet werden können.

Normalerweise sind für die Extraktion von Nukleinsäuren aus FF-Gewebeproben getrennte Arbeitsabläufe erforderlich, die mit FFPE-Gewebe nicht kompatibel sind. Für molekularpathologische Labore ist es daher schwierig und personalintensiv, diese beiden Prozesse miteinander zu vereinbaren. Zudem standen bisher lediglich manuelle Systeme oder Systeme zur Verfügung, die nur bestimmte Prozessschritte automatisierten. Die Tissue Preparation Solution von Siemens verarbeitet nun beide Gewebearten in einem Prozess. So können Labore ihre Extraktionsprozesse jetzt vollständig automatisieren und standardisieren. Dies ermöglicht, die Produktivität und Effizienz zu steigern und konsistente zuverlässige Testergebnisse zu erzielen.

"Im Vergleich zu anderen manuellen und halbautomatischen Verfahren setzt die Siemens-Methode einen neuen Standard in Bezug auf Qualität und Workflow-Effizienz für Routineabläufe in molekularpathologischen Laboren", erläutert Dr. Manfred Dietel, Direktor des Instituts für Pathologie der Charité, Humboldt-Universität, Berlin.

FF-Gewebeproben werden in der Regel für eine schnelle Diagnose von OP-Patienten, für Forschungszwecke oder für die Sammlung und Aufbewahrung von Gewebeproben ("Biobanking") verwendet. FFPE-Gewebeproben werden routinemäßig aus Gewebe präpariert, das bei Operationen und Biopsien entnommen wurde. In der klinischen Diagnostik kommt die Nukleinsäure aus den Gewebeproben in Tests auf Infektionskrankheiten und in der Onkologie zum Einsatz.

Die Tissue Preparation Solution von Siemens umfasst ein Tissue Preparation System1 und ein Versant Tissue Preparation Reagent Kit, welche beide CE-IVD markiert sind.

1 Das Tissue Preparation System besteht aus einem Hamilton MICROLAB® STARlet IVD-Instrument und dem Siemens Softwareprotokoll für Gewebeextraktion.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 51.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2013 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 13,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 2,0 Milliarden Euro. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/healthcare

Die hier genannten Produkte/Funktionen sind in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinproduktrechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit in keinem Land zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens-Organisation vor Ort erhältlich.

Reference Number: HDX201310015d

Ansprechpartner
Frau Sonja Fischer
Sektor Healthcare
Siemens AG
Henkestr. 127
91052 Erlangen
Tel: +49 (9131) 84-6188
sonja.sf.fischer​@siemens.com

Sonja Fischer | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Wachkoma: System soll Patienten helfen, sich zu verständigen
24.05.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Premiere einer verblüffenden Technik
23.05.2017 | Deutsches Herzzentrum Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten