Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues für den Point of Care: Harn-Analysesysteme von Siemens erhöhen Qualität der Ergebnisse und erleichtern Arbeitsabläufe

21.01.2010
Siemens Healthcare hat sein Portfolio für die Harndiagnostik erweitert. Das Analysesystem Clinitek Status+ führt während der Harnanalyse neue automatische Qualitätstests durch, die dem Anwender helfen, eventuelle Fehlinterpretationen der Ergebnisse zu vermeiden.

Wenn die Testergebnisse an ein Datenmanagementsystem weitergeleitet werden sollen, empfiehlt sich außerdem das neue Clinitek Status Connect. Das System setzt sich aus Clinitek Status+ und einer Connector-Plattform mit optionalem Barcodeleser zusammen, die die Patientendaten automatisch an die zentrale Administration übergibt.

Die neue Generation der Clinitek-Systeme wird am Point of Care eingesetzt, das heißt für Untersuchungen, die im Krankenhaus unmittelbar auf der Krankenstation oder in der Praxis eines niedergelassenen Arztes stattfinden. Beide Geräte sind ab sofort in Europa und Japan erhältlich. Demnächst sollen sie weltweit vertrieben werden.

Nur wenn der Arzt Erkrankungen, wie Harnwegsinfekte oder Diabetes, früh diagnostiziert, kann er rechtzeitig mit der Therapie beginnen. Das neue Harn-Analysesystem von Siemens Healthcare, Clinitek Status+, eignet sich insbesondere, um Funktionsstörungen der Niere und der ableitenden Harnwege sowie Leber- und hämolytische Erkrankungen rasch zu erkennen. Außerdem lassen sich Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels diagnostizieren und Schwangerschaften nachweisen.

Clinitek Status+ erkennt den Typ des ausgewerteten Harnteststreifens automatisch und bietet neue interne Qualitätstests, die dem Anwender helfen, die Testergebnisse klinisch besser interpretieren zu können. Beispielsweise führt das System vor jeder Analyse Tests durch, die anzeigen, ob die Teststreifen intakt oder – zum Beispiel wegen unsachgemäßer Lagerung – beschädigt sind. Außerdem weist Clinitek Status+ automatisch auf mögliche Störfaktoren hin, die das Testergebnis verfälschen könnten.

Ein Beispiel: Weist ein Test einen hohen pH-Wert aus, erhält man auf dem Ausdruck eine Erläuterung, dass die weiteren Untersuchungsergebnisse durch den erhöhten pH-Wert verfälscht sein könnten. Damit sollte erst einmal die Ursache für den erhöhten pH-Wert gesucht werden. Das Clinitek-Status+-System lässt sich zu Clinitek Status Connect erweitern, indem es auf eine zusätzliche Connector-Plattform aufgesetzt wird, die an das Krankenhaus-Netzwerk angeschlossen ist. Dadurch lassen sich Harntest- und Qualitätskontroll-Ergebnisse direkt vom Analyser in Laborinformationssysteme oder elektronische Patientenakten übertragen.

Das hilft, die Dokumentation zu straffen, die Produktivität zu erhöhen und Fehler zu vermeiden. Das manuelle Abschreiben von Daten gehört endgültig der Vergangenheit an. Außerdem bietet Clinitek Status Connect neue Möglichkeiten zur Testüberwachung: Bis zu 700 Anwenderkennungen können gespeichert und verschiedenen Zugriffsberechtigungsebenen zugewiesen werden, um eine unbefugte Nutzung des Systems auszuschließen.

Zusammen mit den Testergebnissen werden auch Anwender- und Patientenkennungen sowie Chargennummern und Verfallsdaten übertragen, um das Risikomanagement in der Harndiagnostik zu verbessern. Mit Hilfe des Qualitätskontroll-Managements lassen sich außerdem Tests von der Auswertung ausschließen, wenn Qualitätskontrollen fehlgeschlagen sind oder nicht durchgeführt wurden.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2009 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 1,5 Milliarden Euro.

Marion Bludszuweit | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.com/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie