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Neues Beratungskonzept von Siemens für effizientere Prozesse in der Radiologie

07.06.2011
Der Siemens-Sektor Healthcare hat mit „Act on Radiology“ ein Beratungsmodell entwickelt, das helfen soll, die Abläufe in den Radiologieabteilungen von Kliniken zu verbessern.

In Anlehnung an Modelle aus der Industrie bewertet ein Expertenteam von Siemens den Reifegrad klinischer Prozesse in einer radiologischen Abteilung oder Praxis.

Dabei wird zum Beispiel untersucht, wie effizient der Ablauf von der Anmeldung bis zum fertigen Befund eines Patienten ist. Mithilfe einer Datenbank, die internationale Leitlinien und die Referenzwerte weltweit führender Kliniken enthält, entwickeln die Siemens-Berater im Anschluss geeignete Verbesserungsmaßnahmen.

Bei „Act on Radiology“ wendet Siemens einen eigens entwickelten, neuartigen Beratungsansatz für das Gesundheitswesen an, den das Unternehmen bisher schon an mehr als 20 Kliniken in Europa für die Prozessverbesserung in den klinischen Bereichen Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Akutes Koronarsyndrom eingesetzt hat. Das Modell basiert auf Analysen von Prozessen an weltweit führenden Kliniken und kombiniert diese mit medizinischen Leitlinien und aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen. Daraus werden die bestmöglichen Verfahren für einzelne Prozessschritte definiert.

Für die Radiologie zeigt der Ansatz dabei zum Beispiel auf, wie technische oder Personal-Ressourcen effizienter eingesetzt werden können. Auch die Qualität der klinischen Resultate wird analysiert, um Vorschläge zu erarbeiten, wie die überweisenden Ärzte schnelle und präzise Ergebnisse bekommen können.

Hinter „Act on Radiology“ steht ein interdisziplinäres Experten-Team von Siemens: Ärzte aus der Radiologie, Strategie- und Workflowberater sowie Ökonomen, IT-Experten, Ingenieure und Medizintechniker. In nur acht Tagen analysieren zwei der Siemens-Berater die Prozesse in der radiologischen Abteilung eines Krankenhauses oder in einer radiologischen Praxis. Auf einer Skala von 1 bis 5 ermitteln sie den Reifegrad komplexer klinischer Prozesse anhand von über 500 Einzelkriterien: Sind die bildgebenden Systeme so ausgelastet, dass die Abteilung wirtschaftlich arbeitet? Wie lang dauert es in der Regel, bis ein Befund vorliegt? Nach dieser Bewertung der Ist- Situation und einem detaillierten Ergebnisbericht entwickeln die Berater Maßnahmen für den Kunden, die die Abläufe messbar und nachhaltig optimieren.

Zum Beispiel lohnt es sich für viele Abteilungen, ein Revisionssystem in Form von kontrollierten Stichproben einzuführen, um die Qualität der Befunde kontinuierlich sicherzustellen. Siemens hat „Act on Radiology“ bei den ersten Kunden erfolgreich eingesetzt, beispielsweise am Universitätsklinikum Göttingen.

„Die Lösungsvorschläge aus dem Beratungsprojekt zeigen uns konkrete, auf unsere Abteilung zugeschnittene Maßnahmen auf“, sagte Professor Dr. Joachim Lotz, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Diagnostische Radiologie am Universitätsklinikum Göttingen. „Es ist erstaunlich, was Siemens in nur vier Tagen aufdecken konnte, auch ohne Kennzahlen seitens des Klinikums zur Verfügung zu haben.“

Siemens möchte seinen „Act on“- Beratungsansatz künftig mit weiteren relevanten Versorgungsbereichen vervollständigen und entwickelt derzeit ein Modell für die Prozessverbesserung in der Onkologie.

Das hier genannte Produkt ist in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit in keinem Land zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens Organisation vor Ort erhältlich.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro.

Sonja Fischer | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

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