Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Scanner ermöglicht bessere Früherkennung von Demenzerkrankungen

08.02.2010
Uniklinikum Rostock sucht Patienten/Trainingsgruppen werden aufgebaut

90 Prozent der Demenzerkrankungen lassen sich durch eine Untersuchung mit einem neuen Magnetresonanztomographen (MRT) früher erkennen. Das haben drei Studien des Universitätsklinikums Rostock ergeben, die kürzlich in führenden internationalen Fachzeitschriften publiziert wurden.

Ende 2009 wurde ein neuer MRT-Scanner in Betrieb genommen. "Dabei handelt es sich um einen der modernsten Kernspintomographen in Deutschland, der nun der Bevölkerung in Mecklenburg zur Verfügung steht" berichtet Prof. Hauenstein, Direktor des Zentrums für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Rostock (AöR).

"Die Untersuchung ist für Patienten ohne Herzschrittmacher, unbedenklich, da Sie lediglich auf der Anwendung von Magnetfeldern beruht", so der Experte.

"Mit dieser Technologie können wir frühzeitig feststellen, ob Menschen mit leichten Fällen von Vergesslichkeit oder Unkonzentriertheit eine Demenz bekommen oder ob es sich um 'normale' Altersbeschwerden handelt, die keinen Grund zur Besorgnis darstellen", erklärt Professor Dr. Stefan Teipel von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uniklinikum Rostock. Der moderne MRT liefert Bilder von Veränderungen in bestimmten Hirnregionen, die auf eine Demenz hinweisen.

Professor Teipel will die Demenz-Früherkennung in Rostock weiter ausbauen und sucht daher Patienten, die sich am Klinikum untersuchen lassen wollen. "Wir suchen Menschen ab 65 Jahre, die unter leichter Vergesslichkeit oder ähnlichen Symptomen leiden und gern an unserer Studie teilnehmen möchten", so Professor Teipel. Dazu gehört die Bereitschaft zu einem ausführlichen Arztgespräch und einer Untersuchung mit dem MRT.

"Wenn sich bei der Untersuchung herausstellt, dass die oder der Betroffene tatsächlich ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Demenz hat, bieten wir unsere Trainingsgruppe oder die Teilnahme an einer bundesweit durchgeführten Studie zur Wirksamkeit neuer Therapieverfahren an", so Professor Teipel weiter. Entsprechende Gedächtnistrainingsgruppen befinden sich am Uniklinikum Rostock derzeit im Aufbau. In Gruppen von jeweils zwölf Teilnehmern werden gemeinsam Möglichkeiten des Gedächtnistrainings erlernt sowie die Interaktion der Betroffenen untereinander geübt.

Interessenten melden sich bitte in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Rostock (AöR), Gehlsheimer Straße 20, 18147 Rostock, Tel. 0381 494-4767

Kontakt

Professor Dr. Stefan Teipel
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
Tel. 0381 494-9610

Ingrid Rieck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt
16.01.2017 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Fernüberwachung bei Herzschwäche kann Klinikaufenthalt ersparen
09.01.2017 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten