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Neue Robotertechnik am Frankfurter Universitätsklinikum

08.10.2008
Erstmalig in Hessen verwendet das KGU einen hochmodernen Spezialroboter zur Darstellung von Gefäß- und Tumorerkrankungen

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Als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland und Pionier in Hessen setzt das Klinikum der J.W. Goethe-Universität (KGU) die Industrierobotertechnik "Artis zeego" zur Gefäßbildgebung, die so genannte Angiographie, am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie ein. Weltweit ist es erst die fünfte Installation des Gerätes.


Der Fokus der möglichen Applikationen liegt auf der interventionellen Onkologie sowie auf der Gefäßmedizin. Am Universitätsklinikum in Frankfurt werden zum einen Lebertumore, Lebermetastasen und Lungentumore die Behandlungsschwerpunkte sein. Darüber hinaus können die Frankfurter Spezialisten die Gefäßanalyse und roboterassistierte Interventionen von nun an mit nicht vergleichbarer Präzision vornehmen.

Die Robotertechnik ermöglicht es, die Interventionsinstrumente millimetergenau und somit schmerzfrei in den Blutgefäßen und Gefäßsystemen zu bewegen. "Da die hohe räumliche Auflösung an die Qualität von Computertomographie-Bildern heranreicht, ist das Gerät in der Lage, sowohl Funktionen der Computertomographie als auch Aufgaben der Angiographie in einem zu erfüllen", erläutert Prof. Dr. Thomas Vogl, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Frankfurter Universitätsklinikum. Ärzte haben die Möglichkeit, Organe aus verschiedenen dreidimensionalen Blickwinkeln auf dem Bildschirm zu betrachten und gleichzeitig einen maximalen anatomischen Überblick zu erhalten.

Mit der Neuanschaffung gibt das Frankfurter Uniklinikum den Trend zu minimal-invasiven Therapien vor, die für den Patienten eine wesentlich geringere Belastung bedeuten, als bei herkömmlichen Verfahren. Auch der behandelnde Arzt genießt durch die flexible Anpassungsfähigkeit des "Artis zeego" mehr Komfort bei längeren Operationen. Die Verwendung eines sehr beweglichen Industrieroboters mit einem multi-axialen C-Bogen vereinfacht außerdem die Behandlung von klaustrophobischen und adipösen Patienten. Zur größeren Freiheit bei der Patientenpositionierung und der maximalen Bewegungsfreiheit des Ärzteteams kommt eine geringere Strahlenbelastung für das Umfeld des Gerätes hinzu, als es bei bisherigen Geräten der Fall war.

Für die interventionelle Onkologie beispielsweise bedeutet die neue Technologie, dass der Arzt genauere Applikationen von lokalen Chemotherapien oder Embolisationen durchführen kann. Auf dem Gebiet der Gefäßmedizin verspricht die Anlage eine genauere Steuerung der Therapie mit neuartigen sogenannten Stents, also Spiraldrahtprothesen zum Offenhalten von Gefäßen oder Hohlorganen. Die erhoffte größere Flexibilität in der Angiographie soll zudem die Arbeitsabläufe in den Katheterlaboren und Operationssälen verbessern.

Zur Vorstellung des Gerätes im Rahmen des 406. Frankfurter Röntgenabends und des Tumorzentrums sind Journalisten und die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung findet statt am:

Zeit: Mittwoch, den 22. Oktober 2008 um 18:00 Uhr

Ort: Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Zentraler Demoraum, Haus 23 C, Untergeschoß, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main.

Der 406. Frankfurter Röntgenabend steht unter dem Motto "Artis zeego - Neue diagnostische und interventionelle Dimensionen?". Neben den Vorträgen rund um den "Artis zeego" will das Klinikum der J. W. Goethe Universität Frankfurt a.M. die Eröffnung der neuen Radiologischen Interventionsabteilung feiern.


Für weitere Informationen:

Prof. Dr. med. Thomas Vogl
Direktor des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Klinikum der J. W. Goethe Universität Frankfurt/Main
Fon (0 69) 63 01 - 72 77
Fax (0 69) 63 01 - 72 59
E-Mail t.vogl@em.uni-frankfurt.de

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de

Ricarda Wessinghage | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.kgu.de

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