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Neue Technologien des Siemens-Ultraschallsystems Acuson S2000 zur Mamma- und Leberdiagnostik

25.09.2008
Siemens Healthcare stellt auf dem Dreiländertreffen in Davos vom 24. bis 27. September 2008 sein Ultraschallsystem Acuson S2000 mit neuen Features vor: Den Brustscanner Acuson S2000 ABVS (Automated Breast Volume Scanner) und die Software Virtual Touch Imaging, eine Methode der ARFI-Bildgebung (Acoustic Radiation Force Impulse) für die Bewertung von Lebergewebe.

Ein besonderer Vorteil von ABVS ist, dass der Arzt sehr dichtes Brustgewebe schneller und genauer als mit herkömmlichen Ultraschallsystemen diagnostizieren kann. Dagegen komprimiert die ARFI-Bildgebung zu untersuchendes Gewebe mittels akustischer „Pulse“und misst die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Schallwellen. Dies erlaubt eine Bewertung der Gewebeelastizität und liefert dem Arzt zusätzliche Informationen, beispielsweise für die Diagnose von Lebererkrankungen.

In Nordamerika und Westeuropa haben etwa zwei von fünf Frauen dichtes Brustgewebe. Diese Frauen besitzen nach Angaben des New England Journal of Medicine ein fünfmal höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als Frauen mit weichem Gewebe.

Während die konventionelle Mammographie die Methode der ersten Wahl bei Untersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs bleiben wird, belegt eine Studie1 aus dem Jahr 1998, dass mit der ergänzenden Ultraschalluntersuchung bei Frauen mit dichtem Brustgewebe ein möglicher Tumor wesentlich eher entdeckt werden könnte.

Mit dem Brustscanner Acuson S2000 ABVS kann eine automatische, anwenderunabhängige und schnelle Vollfeld-Ultraschallaufnahme der Brust gemacht werden. Das System ermöglicht dadurch eine höhere Früherkennungsrate bei Brustkrebs –auch bei Frauen mit dichtem Brustgewebe. Mithilfe der 3D-Volumenaufnahmen erhält der Arzt Informationen über die gesamte Brust, auch auf koronaler Ebene, die mit herkömmlichen Ultraschallsystemen bisher nicht erfassbar war. Ergänzend sind mit dem Acuson S2000 ABVS auch alle konventionellen, handgeführten Ultraschalluntersuchungen möglich –beispielsweise die Durchführung von Biopsien, Farb-Doppler-Aufnahmen, aber auch Applikationen wie die Elastographie-Bildgebung mit eSieTouch.

Das neue System wird damit zu einem Allround- Gerät bei der Brustkrebs-Vorsorge. Alle Features zusammen genommen führen zu einer vehementen Workflow-Verbesserung: Nahmen derart umfangreiche Untersuchungen bisher mithilfe eines handgeführten Ultraschallsystems bis zu 45 Minuten in Anspruch, dauern sie nun weniger als zehn Minuten. Die Technologie ist außerdem für die Nachsorge bei Brustkrebs ergänzend zur Mammographie geeignet.

Eine der innovativsten Ultraschallanwendungen des Acuson S2000 ist außerdem die Umsetzung der so genannten ARFI-Bildgebung, die für die Untersuchung aller Gewebearten, wie etwa der Leber, angewendet werden kann. Bei dieser Methode wird das Gewebe mittels akustischer Energie komprimiert. Damit kann der Arzt nun auch die mechanischen Eigenschaften von tiefliegendem Gewebe beurteilen und Gewebeveränderungen erkennen. Siemens hat mit seiner Software Virtual Touch Imaging diese Technologie als erster Medizinproduktehersteller umgesetzt. Aktuelle Forschungsarbeiten deuten darauf hin, dass diese Methode hilfreich bei der Differenzierung von Anomalitäten wie etwa Lebertumoren ist.

Dr. Dirk Clevert von der Universitätsklinik Großhadern, München, hat in verschiedenen Studien herausgefunden, dass sich die Untersuchungszeit mit ARFI um bis zu zirka 60 Prozent gegenüber anderen Verfahren kürzen lässt. „ARFI ist ein vielversprechendes Verfahren zur Bestimmung fibrotischer und zirrhotischer Leberveränderungen. Die Ergebnisse entsprechen bei drastisch verkürzter Untersuchungszeit den Ergebnissen, die mit dem bisher angewandten, ultraschallbasierten Verfahren des Fibroscans erzielt wurden“, sagte Clevert.

1 Kolb T.M. Radiology 1998, 207: 191-199, Occult cancer in women with dense breasts: detection with screening US. Diagnostic yield and tumor characteristics.

Der Siemens Healthcare Sector ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen versteht sich als medizinischer Lösungsanbieter mit Kernkompetenzen und Innovationsstärke in diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie in der Wissensverarbeitung einschließlich Informationstechnologie und Systemintegration. Mit seinen Akquisitionen in der Labordiagnostik ist Siemens Healthcare das erste integrierte Gesundheitsunternehmen, das Bildgebung und Labordiagnostik, Therapielösungen und medizinische Informationstechnologie miteinander verbindet und um Beratungs- und Serviceleistungen ergänzt. Siemens Healthcare bietet Lösungen für die gesamte Versorgungskette unter einem Dach –von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Zusätzlich ist Siemens Healthcare der Weltmarktführer bei innovativen Hörgeräten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2007 (bis 30. September) erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 9,85 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 10,27 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,32 Mrd. €.

Bianca Braun | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com
http://www.siemens.com/healthcare

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