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Neue Technik ermöglicht nie da gewesene Präzision in der Krebsbehandlung

08.05.2015

Ein innovatives System zur exakten Positionierung von Patienten in der Strahlentherapie hat bereits bei seiner Markteinführung 2014 für Aufsehen gesorgt. Nun wurde das erste System bei MedAustron, einem österreichischen Zentrum für Ionentherapie, abgenommen und wird dort erstmals im klinischen Betrieb zur Anwendung kommen. Patienten können damit besser denn je positioniert und punktgenau bestrahlt werden.

Unerlässlich für eine erfolgreiche Ionentherapie-Behandlung - eine besonders präzise und effektive Form der Strahlentherapie - ist die millimetergenaue Ausrichtung des Patienten zum Strahl und die permanente Überwachung während der Bestrahlung.

MedAustron wird das erste Ionentherapiezentrum weltweit sein, das für diese Aufgaben neuartige medizintechnische Systeme einsetzt: Das exacure System der Reutlinger BEC GmbH sowie den Imaging Ring des Salzburger Unternehmens medPhoton.

Beide Systeme erfüllen die besonderen Anforderungen der Ionentherapie und gewährleisten damit ein hohes Maß an Sicherheit für die Patienten. Gemeinsam ermöglichen sie eine schnelle, korrekte und hoch-präzise Behandlung der Patienten in der modernsten Form.

Speziell für den medizinischen Einsatz adaptierte Industrieroboter von KUKA bilden den Kern des exacure-Systems. Das Besondere ist die Deckenmontage, wodurch der Roboter erstmals im medizinischen Einsatzbereich über sieben unabhängige Bewegungsrichtungen verfügt.

So kann nicht nur in allen drei Raumrichtungen und 6 Freiheitsgraden positioniert, sondern das gesamte System entlang der Decke zum oder vom Strahlauslass bewegt werden und damit den Patienten noch flexibler positionieren.

Ein weiterer Vorteil der Deckenbefestigung: ein optisches Überwachungssystem kontrolliert 500 Mal pro Sekunde die Position der Patientenliege und korrigiert diese bei Bedarf in Echtzeit, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

Das sogenannte Imaging Ring System sorgt für die Überprüfung der korrekten Patientenposition vor dem jeweiligen Bestrahlungsbeginn, um die Patienten mit höchstmöglicher Genauigkeit zu bestrahlen. Der im Patiententisch integrierte Imaging Ring erlaubt eine sehr schnelle dreidimensionale Cone Beam-CT Bildgebung. Die so gewonnenen CT-Bilder werden mit den Daten aus der Bestrahlungsplanung verglichen. Eventuell notwendige Korrekturen der Patientenposition können unmittelbar robotergesteuert erfolgen.

Damit wird sichergestellt, dass die Bestrahlung des Tumors millimetergenau in der von den Ärzten geplanten Art und Weise erfolgt. In diesem neuartigen und mehrfach ausgezeichneten Produkt sind Flachbilddetektor und Röntgenröhre auf einem Ring so angebracht, dass sie unabhängig voneinander bewegt werden können.

Durch bisher nicht erreichbare Werte hinsichtlich Schnelligkeit der Bildaufnahme, Größe des Messfeldes und Bildqualität bei gleichzeitig sehr kompakter Bauweise, stellt das Produkt damit den Goldstandard für die bildgeführte Ionentherapie dar.

"Die Kombination der neuen Systeme bei MedAustron ermöglicht einzigartig hohe Präzision, Geschwindigkeit und Bildqualität in der Bestrahlung, sie ist beispiellos auf den Gebieten der Medizinrobotik und der Bildgebung. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit unseren Partnern BEC und medPhoton eine solch innovative Lösung entwickelt haben und damit neue Maßstäbe in der Ionentherapie setzen werden", kommentiert MedAustron-CEO Dr. Bernd Mößlacher die kürzlich erfolgte, erfolgreiche Abnahme des Systems.

"Für die punktgenaue Bestrahlung des Tumors unter Schonung des umgebenden Gewebes, werden auch an die Technologie zur Positionierung der Patienten höchste Anforderungen gestellt. Der Technologietransfer aus dem Industriebereich in die medizinische Robotik war ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Entwicklung des exacure Systems. Wir beglückwünschen MedAustron zu diesem einzigartigen und innovativen Ambulatorium", kommentiert Matthias Buck, Geschäftsführer der BEC GmbH die Zusammenarbeit.

"Wir freuen uns sehr, dass die jahrelangen Pionierarbeiten unseres Teams in der bildgeführten Strahlentherapie nun in Kombination mit der robotergesteuerten Positionierung auch Patienten in der Ionentherapie zugutekommen. Hinsichtlich Schnelligkeit, Bildgröße und Bildqualität definieren wir damit einen neuen Standard in der Ionentherapie.", ergänzt Heinz Deutschmann, Geschäftsführer der medPhoton GmbH.

www.medaustron.at 
www.b-e-c.at
www.medphoton.at

Dislaimer
Der medPhoton Imaging Ring wurde von der US Food and Drug Admininstration (FDA) nicht für den kommerziellen Vertrieb in den Vereinigten Staaten freigegeben und ist zurzeit dort nicht verfügbar.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. (FH) Petra Wurzer
+43 / 664 / 808 78 111
petra.wurzer@medaustron.at

Petra Wurzer | presseportal

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