Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Software für die Diabetes-Analyse vereinfacht die Interpretation von Blutzucker-Langzeitmessungen für Arzt und Patient

31.05.2011
Eine neue Software für das Analysesystem DCA Vantage von Siemens rechnet die Ergebnisse aus Blutzucker-Langzeitkontrollen automatisch in dieselbe Maßeinheit um, mit der Patienten täglich selbst ihre Blutzuckerwerte kontrollieren.

So sind die Langzeitwerte, die der Arzt misst, für den Patienten besser verständlich und können im Vergleich mit den Ergebnissen aus der Selbstkontrolle besprochen werden, um den Therapieerfolg zu bewerten. Zusätzlich unterstützt die neue Software die Einbindung von DCA Vantage in ein Krankenhausinformationssystem und vereinfacht die Verwaltung von mehreren Benutzern. Mit dem Point-of-Care (POC)-Analysesystem DCA Vantage von Siemens messen Ärzte unter anderem den sogenannten HbA1c-Wert (glykosyliertes Hämoglobin) ihrer Diabetes-Patienten.

Während die Patienten bei ihrer täglichen Blutzucker-Selbstkontrolle eine Momentaufnahme zur Zeit des Testens erhalten, zeigt die HbA1c-Messung den Blutzucker-Durchschnittswert aus den letzten drei Monaten an. Dazu wird ein abstrakter Prozentwert ermittelt, der den Anteil von verzuckertem Hämoglobin im Blut angibt. Für die Patienten ist es schwierig, diese Zahl im Vergleich mit ihren eigenen Messresultaten zu verstehen, die sie immer in der Einheit „Milligramm pro Deziliter“ (mg/dl) erhalten.

Die neue Software-Version 3.0 für DCA Vantage rechnet den HbA1c-Wert nun automatisch zusätzlich in mg/dl um. Diesen „geschätzten durchschnittlichen Glukosewert“ (eAG = Estimated Average Glucose) können Arzt und Patient direkt mit den Selbstmessungen des Patienten vergleichen. Der Arzt kann seinem Patienten einen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Ergebnissen, der beispielsweise auf Fehlern in der Ernährung oder beim Selbstmessen beruhen kann, auf Basis derselben Maßeinheit deutlicher als bisher aufzeigen. So unterstützt die neue Software ein langfristiges Diabetes-Management und erleichtert dem Arzt nachzuweisen, wie gut der Blutzucker unter Kontrolle ist und ob Therapieziele erreicht wurden.

Die Software vereinfacht außerdem dank einer neuen Schnittstelle die Einbindung von DCA Vantage in die Informationssysteme eines Krankenhauses oder einer Arztpraxis. Die Testergebnisse werden automatisch an die Labor- und Krankenhausinformationssysteme übertragen und in der elektronischen Patientenakte erfasst. Zudem ermöglicht eine erweiterte Benutzerverwaltung, auf dem System mehr als 1000 Benutzer mit individuellen Aufgaben und Berechtigungsstufen zu registrieren. Eine entsprechende Zugriffskontrolle stellt dabei sicher, dass niemand das System unbefugt benutzen kann. Damit unterstützt die Software insbesondere Krankenhäuser und große Arztpraxen bei der Herausforderung, POC-Systeme zahlreichen Bedienern zugänglich zu machen und gleichzeitig die Patienteninformationen zu schützen.

Das hier genannte Produkt ist in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit in keinem Land zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens Organisation vor Ort erhältlich.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro.

Sonja Fischer | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften