Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Lösung von Siemens für die Krebstherapie passt Behandlung und Therapieplanung an anatomische Veränderungen an

27.08.2009
Eines der Highlights von Siemens Healthcare auf demdiesjährigen Kongress der European Society for Therapeutic Radiology and Oncology (ESTRO) ist die IM-RealART Solution für die adaptive Strahlentherapie.

Mit dieser innovativen Lösung lassen sich Behandlungspläne für die Strahlentherapie besonders schnell und einfach an Form- und Lageveränderungen von Tumoren anpassen. Und dies geschieht noch während der Patient auf dem Behandlungstisch liegt. Das heißt, Einstrahlfelder und Dosis werden neu berechnet, direkt bevor die nächste Fraktion bestrahlt wird.

Mit IM-RealART bietet Siemens Healthcare eine neue Lösung zur besonders schnellen Neuplanung von Behandlungen in der adaptiven Strahlentherapie. Die Lösung umfasst die Siemens-Produkte Artist Solution (Linearbeschleuniger), den Behandlungstisch 550TxT, das CTVision-System für die diagnostische CT (Computertomographie)-Bildgebung sowie das Planungssystem RealART von Prowess Inc.

Einer der besonderen Vorteile von IM-RealART ist CTVision. Mit diesem System lassen sich Aufnahmen des Tumors im Goldstandard und in höchster Qualität direkt im Behandlungsraum mit einem auf Schienen laufenden Computertomographen machen. Während der Patient auf dem Behandlungstisch fixiert ist, werden die aktuellen Aufnahmen mit den Aufnahmen, auf denen die ursprüngliche Behandlungsplanung basierte, verglichen und beurteilt. Falls sich die Tumorform verändert hat, kann der Behandlungsplan sofort angepasst werden, um die Feldform der Behandlungsstrahlen sowie die Dosis zu korrigieren. Diese Neuberechnung erfolgt in der Regel in nur sieben Minuten. Da die Position des Patienten in dieser Zeit nicht verändert wird, ist eine präzise Bestrahlung des Tumors möglich. Mit Hilfe des Multileaf2Collimators160MLC von Siemens lässt sich das Strahlenfeld sehr genau auf den Tumor eingrenzen und umliegendes Gewebe schonen.

IM-RealART ist mit der Siemens-Lösung IM-Confident Plan kombinierbar, die aus Artiste mit dem 160MLC und einer intelligenten Bestrahlungsplanungssoftware besteht. Diese Komponenten helfen, die Behandlungszeit bei einer intensitätsmodulierten Strahlentherapie (IMRT, Intensity- Modulated Radiation Therapy) auf fünf Minuten oder sogar weniger zu reduzieren. Mit IM-RealART und IM-Confident stellt Siemens zwei Lösungen zur Verfügung, die die täglichen Arbeitsabläufe in der Radioonkologie erheblich erleichtern und effizienter machen und dabei gleichzeitig erlauben, Patienten mit hoher Präzision zu behandeln.

Dank ausgefeilter Technologien wird der Tumor zielgenau bestrahlt, während neueste Software und Bildgebung dafür sorgen, dass Planung, Neuplanung sowie Therapie so zügig wie möglich ablaufen. Das entspricht der Siemens- Philosophie für die Strahlentherapie: Geschwindigkeit und Präzision bei der Behandlung – und dabei den Patienten schonen.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden als einziges Unternehmen Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge.

Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2008 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro und ein Ergebnis von 1,2 Milliarden Euro.

Marion Bludszuweit | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Markerfreies Verfahren zur Schnelldiagnose von Krebs
22.05.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Klare Empfehlungen für künstliches Kniegelenk
18.05.2018 | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics