Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Modernste chirurgische Technik am Universitätsklinikum Frankfurt a.M.

30.09.2010
Das neue Operationssystem DaVinci-S HD ermöglicht hochpräzise, minimal-invasive Eingriffe (Schlüsselloch-Chirurgie) an der Klinik für Urologie und Kinderurologie.

Gemäß dem Leitgedanken des Klinikums der J.W. Goethe-Universität, allen Patienten eine individuelle und bestmögliche Behandlung unter dem Einsatz aktuellster Therapieoptionen mit höchstem Technologiestandard zu bieten, stellen vor allem minimal-invasive Verfahren einen Schwerpunkt des Hauses dar.

Diese zeichnen sich durch ein geringeres Operationstrauma aufgrund kleinerer Zugangswunden und geringerer postoperativer Schmerzen für den Patienten aus. Der Krankenhausaufenthalt ist meist kürzer als bei einer herkömmlichen Operation, und auch das kosmetische Ergebnis vorteilhafter.

Zu den modernsten Entwicklungen in der minimal-invasiven Chirurgie gehören DaVinci-Operationssysteme. Seit August dieses Jahres steht an der Klinik für Urologie und Kinderurologie mit dem Operationssystem DaVinci-S HD ein solches Gerät der neuesten Generation zur Verfügung. Es handelt sich dabei um einen sogenannten computergestützten Telemanipulatoren, der es Chirurgen erlaubt, minimal-invasive Eingriffe mit höchster Präzision durchzuführen. Das System überträgt Hand- und Fußbewegungen des Operateurs über eine Konsole auf die Instrumente, und ermöglicht so eine exakte Steuerung durch kleinste Einschnitte.

Dazu tragen vor allem die genaue Übertragung der Steuerungsbewegungen auf die Operationsinstrumente, die dreidimensionale und vergrößerte Sicht und eine exakte Bewegungsskalierung bei. So werden zum Beispiel ruckartige Bewegungen oder Zittern der Hände durch das Gerät automatisch ausgeglichen. Die Vorteile der DaVinci-assistierten Technik, wie die hohe Präzision und die exzellenten Sichtbedingungen, wirken sich somit durch direkt auf das Operationsergebnis aus. Denn feinste Strukturen, wie zum Beispiel Nerven oder Gefäße, können identifiziert, präzise präpariert und durchtrennt oder geschont werden.

Vor allem Patienten, die sich einer radikalen Prostataentfernung, aber auch anderen urologischen Standardoperationen, wie einer Nierenbeckenplastik, einer Entfernung oder Teilentfernung der Niere oder einer Blasenkrebsbehandlung unterziehen müssen, können von der DaVinvi-assistierten Technik profitieren. Prof. Axel Haferkamp, Direktor der Klinik für Urologie, und sein Team können mit dem neuen Operationssystem ihren Patienten das gesamte Spektrum der DaVinci-assistierten Operationstechnik mit großer Expertise anbieten. Prof. Haferkamp erlernte die Operationstechnik bereits 2004 am Henry Ford Hospital in Detroit, USA, einem der größten DaVinci-Zentren weltweit. Am Frankfurter Universitätsklinikum stellt die DaVinci-assistierte radikale Prostataentfernung einen besonderen Schwerpunkt dar: Der Eingriff, der für Patienten mit Prostatakrebs, der häufigsten Tumorerkrankung bei Männern, eine Heilung bedeuten kann, wurde im Jahr 2000 am Universitätsklinikum weltweit erstmalig erfolgreich durchgeführt.

Mit der Anschaffung des Operationssystems DaVinci-S HD stellt das Universitätsklinikum weiter seine Rolle als zentraler Anbieter modernster medizinischer Verfahren unter Beweis. Den Patienten kann damit ein innovatives und dem höchsten technologischen Standard entsprechendes Verfahren ohne Zuzahlung angeboten werden.

Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Axel Haferkamp
Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 – 53 52
Fax: (0 69) 63 01 – 64 64
E-Mail: axel.haferkamp@kgu.de
Ricarda Wessinghage
Recht/Öffentlichkeitsarbeit/Presse
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fon: (0 69) 63 01 – 77 64
Fax: (0 69) 63 01 – 8 32 22
E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de

Johannes Eisenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.kgu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt
16.01.2017 | Universitätsklinikum Tübingen

nachricht Fernüberwachung bei Herzschwäche kann Klinikaufenthalt ersparen
09.01.2017 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise