Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mini-Hörgerät klingt vom ersten Tag an angenehm

27.06.2012
Ein neues Hörgerät von Siemens verhindert durch seinen tiefen Sitz im Ohr, dass die eigene Stimme unangenehm verfälscht klingt.

Dieser sogenannte Verschlusseffekt stört viele Träger von Im-Ohr-Hörgeräten. Ein kleiner, auswechselbarer Weichschaum-Zylinder stellt sicher, dass das neue Gerät namens Eclipse dennoch angenehm zu tragen ist und das Trommelfell nicht verletzt wird. Verbesserte Algorithmen für die Schallverstärkung bieten den Benutzern zudem vom ersten Tag an ein angenehmes Klangerlebnis bei gleichzeitig gut verstehbarer Sprache.



Die Herausforderung bei der Entwicklung eines guten Hörgeräts liegt in der bestmöglichen Balance zwischen Sprachverständlichkeit und Klangqualität. Besonders Menschen, die nach längerer Schwerhörigkeit zum ersten Mal ein Hörgerät tragen, sind von den vielen akustischen Reizen überfordert und wollen zunächst lediglich ihre Mitmenschen verstehen. Andererseits legen erfahrene Hörgerätebenutzer oft Wert auf guten Klang, um beispielsweise Konzerte oder Vogelstimmen im Park zu genießen.

Die im Eclipse verwendete XCEL-Generation der BestSound-Technologie berücksichtigt diese Wünsche unter anderem mit individuell unterschiedlichen Signalverarbeitungsalgorithmen für Sprache und Klang. Zusätzlich ist die Sprachverstärkung an die Nutzer angepasst.

Zwar ist Sprache generell besser verstehbar, je deutlicher oder stärker der Anteil der hohen Frequenzen ist, aber ab einer bestimmen Lautstärke tritt eine Überbetonung der hohen Frequenzen ein. Je nach Hörschädigung und Erfahrung mit Hörgeräten erreichen Patienten diesen Punkt unterschiedlich früh. Die Psychoakustik, die den Zusammenhang zwischen individuellem Klangempfinden und den physikalischen Eigenschaften des Schalls erforscht, liefert Modelle, die die Wirkung von Geräuschen und Lautstärken auf verschiedene Personen simulieren. XCEL bietet dem Akustiker ein auf diesenen Modellen basierendes Programm, mit dem er das Hörgerät schon vor dem ersten Tragen bestmöglich an das Nutzerempfinden anpassen kann.

Siemens produziert seit 45 Jahren Hörsysteme, die direkt im Ohr getragen werden. Eclipse wird für jede Person für jeweils beide Ohren individuell maßgeschneidert. Die Benutzer ziehen ihr Hörgerät bei Bedarf an einem nahezu unsichtbaren Nylonfaden aus dem Ohr. Um Eclipse noch tiefer als bisher möglich in den Gehörgang einzuführen, entwickelte Siemens einen kleinen Schaumstoffzylinder in drei Größen, der sich an die Innenwand des Gehörgangs anschmiegt. (IN 2012.06.8)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Eclipse Frequenz Gehörgang Hörgerät Klang Lautstärke Mini-Hörgerät

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Filterschutz fürs Gehirn: Weniger Schlaganfälle bei Herzklappenersatz-OP
17.08.2017 | Universitätsklinikum Ulm

nachricht Cochlea-Implantat: Viele Formen funktionieren
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie