Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mechatronik-Sparte rückläufig

01.06.2009
Auf der Hauptversammlung des Technologiekonzerns Sartorius Ende April legte Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg die Ergebnisse nach drei Monaten Geschäftstätigkeit im Jahr 2009 vor.

Die Sartorius Stedim Biotech, die größere der beiden Konzernsparten, startete demnach mit gutem Wachstum und Profitabilität in das Jahr 2009. Die Mechatronik-Sparte war hingegen maßgeblich durch die weltweite Rezession beeinträchtigt. UmsatzzahlenDie Biotechnologie-Sparte erzielte nach drei Monaten bei Auftragseingang und Umsatz signifikante Zuwächse: Der Auftragseingang erhöhte sich um 6,9 % (konst. Wechselkurse: 3,9 %) auf 104,4 Mio. Euro, der Umsatz stieg um 6,6 % auf 96,6 Mio. Euro (konst. Wechselkurse: +4,1 %). Regional betrachtet wurden die höchsten Wachstumsraten in Nordamerika erreicht. In der Mechatronik-Sparte gingen in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 weltweit die Bestellungen um -18,9 % auf 52,6 Mio. Euro zurück (konst. Wechselkurse: -21,8 %), der Umsatz lag mit 49,5 Mio. Euro um -15,6 % unter Vorjahr (konst. Wechselkurse: -18,6 %).

Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal mit 146,0 Mio. Euro um -2,1 % unter dem Vorjahreswert von 149,2 Mio. Euro (konstante Wechselkurse: -4,8 %). Der Auftragseingang im Konzern belief sich auf 157,0 Mio. Euro nach 162,5 Mio. Euro im Vorjahr (-3,4 %; wechselkursbereinigt: -6,3 %).

ErgebnisIn der Biotechnologie-Sparte stieg das operativen Ergebnis (EBITA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) um  38,3 % auf 12,6 Mio. Euro. Die entsprechende Ergebnis-Marge verbesserte sich von 10,0 % im Vorjahr auf 13,0 %. Die Mechatronik-Sparte wies ein negatives EBITA von -2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,1 Mio. Euro) aus. Im Konzern lag das operative Ergebnis weiterhin auf einem soliden Niveau: Sartorius  erzielte nach drei Monaten Geschäftstätigkeit ein EBITA in Höhe von 10,0 Mio. Euro nach 12,2 Mio. Euro im Vorjahr; dies entsprach einer Ergebnis-Marge von 6,9 % (Vorjahr: 8,2 %). Das Konzern-Nettoergebnis exklusive der jeweils nicht zahlungswirksamen Aufwendungen für Amortisation und Zinsen für Kursgarantien (maßgeblicher Jahresüberschuss) lag bei  1,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,2 Mio. Euro).

MaßnahmenpaketAngesichts des negativen Ergebnisses der Mechatronik-Sparte und des anhaltend schlechten Marktumfeldes kündigte der Vorstand ein Maßnahmenpaket zur Kostenreduzierung in der Sparte um mehr als 25 Mio. Euro an. Dies sieht eine Senkung der weltweiten Personalkosten um mehr als 20 Mio. Euro und Einsparungen bei Sachkosten um rund 5 Mio. Euro vor. "Alle Sachkosten und alle Investitionen stehen auf dem Prüfstand. Allerdings werden wir nicht umhinkommen, in erheblichem Umfang auch im Personalbereich einzusparen. Dabei wollen wir intensiv Instrumente wie Altersteilzeit, variable Entgelte für Tarifbeschäftigte und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge nutzen. Damit die Mechatronik wieder die Gewinnzone erreicht, werden jedoch auch Entlassungen unvermeidlich sein, sagte Kreuzburg.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/xist4c/web/Mechatronik-Sparte-ruecklaeufig_id_510__dId_432110_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mikroskop im Kugelschreiberformat: Auf dem Weg zur endoskopischen Krebsdiagnose
28.04.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Highspeed-Laser erkennt Krebs in zwei Minuten
25.04.2017 | University of Hong Kong

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie