Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maßgeschneiderte Medizintechnik im Verbund

09.08.2011
Aachener Cluster „Personalisierte Medizintechnik“ zieht positive Zwischenbilanz

Personalisierte Medizin ist eine der Antworten auf die großen Herausforderungen im Gesundheitswesen und birgt ein großes Potential im Hinblick auf hochwirksame und innovative Therapien.

Patientenadaptierte individuelle Lösungen und Therapien sind jedoch nicht nur bei der Biopharmazeutika-Entwicklung oder der Pharmakogenomik, sondern auch in den medizintechnischen Applikationen auf dem Weg zum Patienten.

Das Aachener Medizintechnik Cluster „innovating medical technology in.nrw“ erforscht und entwickelt seit Sommer 2010 eine neue Generation biomedizinischer Geräte und Systeme insbesondere für die kardiovaskuläre Therapie.

Gemeinsam arbeiten 40 Partner aus der Region in sechs Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammen, um innovative Lösungen und Therapien für individuelle Patientenkonstellationen zu erarbeiten. Das Projektteam aus Wissenschaft, Versorgung und Wirtschaft ging als Sieger aus dem InnoMet.NRW – Wettbewerb des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor und wird mit insgesamt 13 Millionen Euro aus dem NRW-EU-Ziel2-Programm unterstützt.

Zentraler Ansatzpunkt ist es, mit der Personalisierung der Medizintechnik ein enormes, bislang ungenutzt ökonomisches und therapeutisches Potential zu erschließen. Mit dem Hauptaugenmerk auf die kardiovaskuläre Therapie sollen medizintechnische Systeme auf die patientenspezifische pathologische Bedarfslage zugeschnitten werden. Mit der kardiovaskulären Ausrichtung wird nicht nur ein besonders relevantes Krankheitsgebiet, das in Deutschland immer noch die Haupttodesursache darstellt, adressiert. Mit dem Themenfokus werden auch bestehende Stärken in Wissenschaft und Wirtschaft der Aachener Region aufgegriffen. Und es werden gleichzeitig die Weichen für eine weitere Profilierung gestellt. In den F&E-Vorhaben arbeiten jeweils spezialisierte Verbünde an verschiedenen innovativen medizintechnischen Systemen, deren Schwerpunkte von Telemedizin über kardio-pulmonale Assistenzsysteme und bildgeführte Interventionen bis hin zu patientenoptimierten Implantaten reichen.

Mit der Ausrichtung auf patientenadaptierte und kardiovaskuläre Fragestellungen hat die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Cluster ein gemeinsames übergeordnetes Ziel. Die unterschiedlichen Fachdisziplinen von der Medizin über die Informationstechnologien und die Materialwissenschaften bis hin zur Lasertechnik und dem Tissue Engineering finden so themenbezogen zusammen.

Nach einem Jahr wird das Cluster mit allen Partnern und dem externen Beirat am 22. September 2011 in Aachen eine erste Zwischenbilanz ziehen. Schon jetzt ist klar, dass diese positiv ausfallen wird. Georg Wagner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehr- und Forschungsgebiets Kardiovaskuläre Technik (CVE), Institut für Angewandte Medizintechnik (AME) im Helmholtz-Institut Aachen, wurde beispielsweise in den USA für seine Arbeiten im Teilvorhaben des Clusters ausgezeichnet. Auf der 7. "International Conference on Pediatric Mechanical Circulatory Support Systems and Pediatric Pulmonary Perfusion", die vom 5. bis zum 7. Mai in Philadelphia stattfand, wurde Wagner für seine Arbeit mit dem Titel „I³-Assist: Individual, Interactive and Integrated Cardiopulmonary Assist – A Concept" der "Biomedical Engineering Award” verliehen. Das Konzept, welches die Funktionen einer Herz-Lungen-Maschine (HLM) für Kurzzeitunterstützung und einer Extrakorporalen Lungenunterstützung (ECMO/ECLA) für Langzeitanwendung durch ein modulares System verbindet, überzeugte die Fachjury und entstand in enger Kooperation zwischen Ingenieuren des CVE/AME, Ärzten der Kliniken für Anästhesiologie und für Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums der RWTH Aachen sowie den Unternehmen Medos Medizintechnik AG und qcmed GmbH.

Auf der BMT 2011 wird sich das Cluster vom 27. bis 30. September 2011 in Freiburg dem Fachpublikum präsentieren. Viele der medtec-in.nrw Partner sind mit wissenschaftlichen Beiträgen und Postern im diesjährigen Programm vertreten. In der Ausstellung werden die Teilvorhaben mit ihren Aspekten der Personalisierung anhand von Exponaten und Präsentationen vorgestellt.

Ansprechpartner
AGIT mbH
Dr. Ute Schelhaas
Tel. +49 241 - 9631065
u.schelhaas@agit.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.medtec-innrw.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mehr Patientensicherheit: Neue Testmethoden für die Eignung von Implantaten für MRT-Untersuchungen
11.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

nachricht DZHK-Studien: Strahlenfreie und nicht-invasive Diagnose der diastolischen Herzschwäche
10.10.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz