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„Maßgeschneiderte“ Innovationen – Aachener Forscher personalisieren Medizintechnik

14.08.2013
Neue Broschüre “Patient Customized Engineering” erschienen
Mit der kürzlich erschienenen Broschüre „PaCE – Patient Customized Engineering“ stellt der Aachener F&E-Verbund „innovating medical technology in.nrw“ seine aktuellen Forschungsarbeiten im Themenfeld der personalisierten Medizintechnik vor.

Personalisierte, d.h. individualisierte Produkte, sind aus dem heutigen Leben kaum mehr wegzudenken. Der Begriff „Mass Customization“ ist in aller Munde und die Tatsache, Produkte zu besitzen, die exakt an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse angepasst sind, ist längst kein Luxus mehr. Ob das selbst zusammengestellte Müsli mit den Lieblingszutaten, das eigenhändig gestaltete Hemd oder die Schokolinse, bedruckt mit dem eigenen Namen.

Mittlerweile hat dieser Trend auch in der Medizin Einzug gehalten: Die personalisierte Medizin steht für eine maßgeschneiderte, an das individuelle genetische Muster eines Patienten angepasste Arzneimitteltherapie. So sollen z.B. diagnostische Biomarker vorab zeigen, ob und wie ein Medikament beim Patienten wirkt.

„Medizintechnik nach Maß“

Das Spektrum der Personalisierung muss jedoch wesentlich weiter gefasst werden, denn patientenadaptierte Lösungen und Therapien sind mittlerweile auch in medizintechnischen Applikationen immer mehr auf dem Weg zum Patienten.

Seit September 2010 arbeiten rund 40 Partner aus Industrie, Klinik und Wissenschaft der Aachener Region im Rahmen des Ziel2-Projekts „innovating medical technology in.nrw (medtec-in.nrw)“ daran, maßgeschneiderte medizintechnische Lösungen für Herz-Kreislauf-Patienten zu entwickeln.

Ziel ist, die medizinische Behandlung durch patientenindividuelle Adaption effektiver und nebenwirkungsärmer zu gestalten. Die Berücksichtigung der spezifischen anatomischen und physiologischen Besonderheiten des Patienten bei der Herstellung von Medizinprodukten spielt hier eine zentrale Rolle.

„Unser Konsortium schafft neue Produkte und Verfahren, wobei die Verbesserung der Interaktion zwischen der Technik und dem individuellen betroffenen Organsystem im Vordergrund steht“, stellte Professor Dr. Thomas Schmitz-Rode, Sprecher von „medtec-in.nrw“, fest. Kurz gesagt: die neue Qualität ist – statt „one size fits all“ – eine Medizintechnik, die maßgeschneidert ist auf die individuellen Notwendigkeiten des Patienten, bzw. so konstruiert ist, dass man sie auf die spezifischen Bedürfnisse einstellen kann.

Das Aachener F&E-Konsortium „medtec-in.nrw“ besteht aus insgesamt sechs Teilprojekten, deren Schwerpunkte von autologen Bioimplantaten über individualisierte bildgeführte Interventionen bis hin zu telemedizinischem Patienten-Monitoring und kardio-pulmonalen Assistenzsystemen reichen.

Ein konkretes Beispiel ist „I3-Assist“ (Individual, Interactive & Integrated Cardiopulmonary Assist), ein neu entwickeltes System zur Herz- und Lungenunterstützung, welches durch seine modulare Bauweise quasi als Maßanzug perfekt an den Patienten angepasst werden kann. Ein weiteres Projekt zum Thema „Patientenoptimierte Implantate“ beschäftigt sich mit der Biologisierung von kardiovaskulären Implantaten mit Hilfe körpereigener Zellen und deren spätere Beobachtung.

Neue Broschüre „PaCE“ erschienen

In der neu erschienenen Broschüre „PaCE“ wird jedes der Forschungsprojekte mit seinem jeweiligen Schwerpunkt im Detail beleuchtet und vorgestellt. Durch die Publikation soll Aachen als „Leuchtturm“ der personalisierten Medizintechnik etabliert und der Aufbau von Kooperationen vorangetrieben werden. Daneben sollen auch Anwender und Politik für dieses Thema sensibilisiert werden, um die Aachener F&E-Ansätze nachhaltig weiterführen zu können.

Interessierte können die Broschüre kostenlos bei Catherine Jungbluth (c.jungbluth@agit.de, 0241/963-1034) bestellen.

Catherine Jungbluth | AGIT mbH
Weitere Informationen:
http://www.medtec-innrw.de
http://www.technologieregion-aachen.de
http://www.agit.de

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