Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Martini-Klinik am UKE bietet da-Vinci®-Operationssystem an

25.09.2008
Roboterassistierter Eingriff zur Entfernung des Prostatatumors sicher und präzise.

Die Martini-Klinik am UKE bietet Patienten mit Prostatakarzinom ab dem 1. Oktober Operationen mit dem da-Vinci®-System an.

Die stetig steigende Nachfrage von Betroffenen - darunter viele Männer aus dem Nachbarland Dänemark - diese Methode in Anspruch nehmen zu wollen, ist Grund für diese Erweiterung des Behandlungsspektrums an Deutschlands einzigem Zentrum für die Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms.

Das robotergestützte System für die minimalinvasive Chirurgie wird zur Entfernung des Tumors eingesetzt und ist geeignet für alle Eingriffe, bei denen auch die klassische Schnittoperation möglich wäre. Dieses nerverhaltende und schonende Verfahren wurde von Chefarzt Professor Hartwig Huland in über 7000 Operationen perfektioniert.

"Der Eingriff mit dem daVinci System hat durchaus das Potential, ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen wie die offene Operation, wenn ausreichende Erfahrung mit dieser Technik vorliegt", betont der international renommierte Spezialist.

Das da-Vinci®-Systems zeichnet sich aus durch kleine Schnitte und kleine Narben, millimetergenaue und zitterfreie Bewegungen sowie eine sehr gute Sicht auf das Operationsgebiet.

Der Operateur befindet sich in unmittelbarer Nähe des Patienten und kontrolliert das Gerät über eine Steuerkonsole - der Patient liegt also nicht allein und wird "ferngesteuert" behandelt. "Die Annahme, hier handelt es sich um eine Art Operationsroboter, ist irreführend", betont Privatdozent Dr. Alexander Haese, Oberarzt und Leiter des Programms für roboterassistierte Chirurgie an der Martini-Klinik. Er hat mit seinem Team in der bereits über 100 Patienten mit dieser neuen Methode behandelt. Seine operative Ausbildung erfolgte darüber hinaus im Rahmen internationaler Kooperationen mit der Urologie in Aalst (Belgien), Zürich und Columbus (Ohio, USA).

Analog zu der in der Martini-Klinik erfolgreichen offenen Operation wird die Prostata bei dem da-Vinci®-Verfahren mit mikrochirurgischen Instrumenten entfernt, die so beweglich wie menschliche Hände sind. Endoskopische Kameras liefern während des Eingriffs dreidimensional zehnfach vergrößerte Bilder des Operationsgebietes. Die Instrumente befinden sich an kleinen Sonden, die über acht Millimeter kleine Schnitte in das Innere des Körpers eingebracht werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an:
PD Dr. Alexander Haese, Mobil: 0172/9509765

Kathrin Herbst | idw
Weitere Informationen:
http://www.uke.uni-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Filterschutz fürs Gehirn: Weniger Schlaganfälle bei Herzklappenersatz-OP
17.08.2017 | Universitätsklinikum Ulm

nachricht Cochlea-Implantat: Viele Formen funktionieren
10.08.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie