Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lübecker Herzchirurgie des UKSH injiziert kleinstes EKG der Welt zur Beobachtung des Herzrhythmus

24.01.2014
Die Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, setzt unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-H. Sievers am 28. Januar erstmals in Deutschland und als weltweit erste Herzchirurgie ein miniaturisiertes Langzeit-EKG subkutan ein, d.h. es wird direkt unter die Haut injiziert.

Der sogenannte „EKG event recorder“ (Reveal LINQ®, Medtronic Inc.) dient der kontinuierlichen Überwachung und Diagnose von Herzrhythmusstörungen nach Herzoperationen. Durch die deutliche Verkleinerung des Gerätes ist eine klassische Operation nicht mehr erforderlich, da aufgrund des sehr kleinen Recordergehäuses auf eine Fixierung mittels Naht verzichtet werden kann. Das Gerät hat in etwa die Größe von drei handelsüblichen Streichhölzern. Durch die Platzierung des Mini-EKG direkt unter der Haut in Höhe der linken Brust ist das Gerät nahezu unsichtbar für das menschliche Auge.


Trotz der extremen Verkleinerung des Gesamtvolumens ist dieses kleine EKG in der Lage, den Herzrhythmus des Patienten drei Jahre lang ständig zu überwachen.

Trotz der extremen Verkleinerung des Gesamtvolumens ist dieses kleine EKG in der Lage, wie auch der achtmal größere Vorgänger, den Herzrhythmus des Patienten drei Jahre lang ständig zu überwachen. Das kleine EKG erkennt Vorhof- wie auch Kammerrhythmusstörungen selbständig und speichert diese Episoden, so dass der Arzt nach Auslesung dieses Gerätes immer exakt über den Herzrhythmus des Patienten informiert ist und ihn somit deutlich zeitnaher und effektiver behandeln kann.

Ein ganz neuer zusätzlicher Vorteil dieses Mini-EKG ist, dass die Herzrhythmusdaten des Patienten automatisch durch drahtlose Übertragung online dem behandelnden Arzt zugesandt werden können. Nach entsprechender Programmierung des Gerätes ist auch eine Alarmfunktion möglich, die dem Patienten beispielsweise auf sein Smartphone gesendet wird, damit er sie an seinen behandelnden Arzt weiterleiten kann.

Diese Weiterentwicklung der Telemedizin ermöglicht eine nahezu komplette Betreuung des Patienten zu jeder Zeit an jedem Ort. Die klassische Form der Telemedizin mit Hilfe des Vorgängermodells setzt die Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie als weltweit erste Klinik bereits seit 2009 zur Überwachung des Operationsergebnis nach Rhythmusoperation ein. Somit sind die behandelnden Herzchirurgen des UKSH, Campus Lübeck, schnell in der Lage, eine eventuell erforderliche medikamentöse Therapie in Absprache mit dem behandelnden niedergelassenen Kardiologen und Hausarzt des Patienten einzuleiten.

Mit Hilfe dieser modernen Minituarisierungstechnologie ist es möglich, dem Patienten zusätzliche Sicherheit, Komfort und Gewissheit zu bieten und die Behandlung von Herzrhythmusstörungen zu optimieren. Für die behandelnden Ärzte bedeutet es darüber hinaus eine zusätzliche wichtige Information über das Operationsergebnis nach einer Rhythmusoperation.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie
Prof. Dr. Hans-H. Sievers und PD Dr. Thorsten Hanke, Tel. 0451 500-2108
Verantwortlich für diese Presseinformation:
Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de
Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel, Tel.: 0431 597-5544, Fax: 0431 597-4218

Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck, Tel.: 0451 500-5544, Fax: 0451 500-2161

Oliver Grieve | idw
Weitere Informationen:
http://www.uksh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Extrem schnelle Erfassung und Visualisierung von Tumorgrenzen während der Operation
15.01.2018 | Universität zu Lübeck

nachricht Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen
12.01.2018 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie