Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leistungsstarkes System Biograph mCT hilft bei der Tumorerkennung

07.09.2009
Die ersten PET-CT-Geräte der neusten Generation sind jetzt in Deutschland im Einsatz

Siemens Healthcare hat kürzlich die ersten Systeme seines neuen Scanners Biograph Molekular CT (mCT) an den Universitätskliniken in Essen, Jena und Mannheiminstalliert. Das Systemintegriert zwei verschiedene diagnostische Verfahren in einemGerät und verbindet damit die Fähigkeiten eines hochauflösenden PET-Systems (Positronen- Emissions-Tomographie) mit denen eines leistungsstarken Computertomographen (CT).

Die Stärke des Biograph mCT liegt in seinen Möglichkeiten zur frühen und schnellen Erkennung von Krebserkrankungen. Dadurch können die richtigen Therapien gezielter und früher als bisher vorgenommen werden. Gleichzeitig fördert dieses Hybridsystemdie interdisziplinarische Zusammenarbeit zwischen Radiologen und Nuklearmedizinern. Mit dem Biograph mCT führte Siemens die „molekulare Computertomographie“ ein. Dabei handelt es sich um ein PET-System zur molekularen Bildgebung und gleichzeitig um ein Hochleistungs- CT-System mit umfassenden Funktionen.

Als einer der Ersten arbeitet Prof. Dr. Andreas Bockisch, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Essen und Präsident der deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin seit kurzem mit dem neuen System. "In der medizinischen bildgebenden Diagnostik sind Technik und Ambiente wichtig. Verbesserungen der Bildqualität steigern unmittelbar die diagnostische Sicherheit. Fühlt sich der Patient während der Untersuchung wohl und verhält sich während der Aufnahme ruhig, werden die Bilder besser. Gleichzeitig verkürzt sich die Untersuchungszeit, Untersuchung und Diagnose werden genauer als mit herkömmlicher Technologie."

Mit dem Biograph mCT kann ein Untersuchungsraum für zwei Modalitäten genutzt werden. Dadurch lassen sich dort sowohl PET- als auch CT-Scans vom selben Personal, mit nur einem Terminplan und, wenn nötig, in einem Schritt durchführen. Der Biograph mCT liefert funktionale, anatomische und molekulare Informationen aus nicht-invasiven Untersuchungen und bietet großes Potenzial für eine hohe Wirtschaftlichkeit. Das neue System sorgt durch seine bisher einzigartige hochauflösende Technologie High-Definition-PET (HD-PET) für schnellere Scans sowie mehr Schärfe und Präzision der Aufnahmen. Im Vergleich zu bisherigen Lösungen ist der Biograph mCT derzeit das einzige System, das routinemäßige PET-CT-Aufnahmen in nur fünf Minuten durchführen kann und eine homogene Zwei-Millimeter-Auflösung im gesamten Aufnahmebereich bietet. Daher weisen die klinischen Bilder gemessen an Standard-PET-Aufnahmen eine höhere diagnostische Qualität auf.

Das Siemens-Gerät ist durch seine kompakte Bauweise patientenfreundlicher gestaltet als herkömmliche Systeme: Ein größerer Tunnel und eine kürzere Gantry in Kombination mit einer extra-breiten und bequemen Patientenliege mit einer Kapazität von 227 Kilo sind gut geeignet, um auch bisher schwierig zu untersuchende Patienten wie etwa pädiatrische, übergewichtige, klaustrophobische und geriatrische Personen leichter zu untersuchen. Prof. Dr. Gerald Antoch, Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie des Universitätsklinikum Essens sieht bei der Kombination der PET mit einer Hochleistungs-Spiral-CT völlig neue Möglichkeiten in der hybriden onkologischen und kardialen Diagnostik. „Spezifische, auf ein Krankheitsbild fokussierte Untersuchungsprotokolle lassen sich damit patientenorientiert umsetzen. Beispiele sind die PET/CT-Kolonographie bei Patienten mit Kolonkarzinom oder die hybride Herzbildgebung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit."

Mehr Details zumBiograph mCT

Mit den Technologien von Siemens ist erstmalig ein PET-CT-Scan in fünf Minuten möglich. Der Biograph mCT besitzt eine industrieweit bisher einzigartige hochauflösende PET-Technik, die durchgehend für mehr Schärfe und Präzision der Aufnahmen im gesamten Sichtfeld sorgt: die von Siemens entwickelte High-Definition-PET (HD•PET) bedeutet mehr Spezifität und Genauigkeit. Damit kann der Arzt kleine Läsionen sicherer abgrenzen. Das ermöglicht dem Mediziner eine bessere Diagnose und eine frühere Behandlung.

Die Software TrueV erweitert zusätzlich das axiale Gesichtsfeld des PET-Anteils beim Biograph mCT um ein Drittel. Dies erhöht die Leistungsfähigkeit des Systems enorm. Der Arzt kann bei Bedarf individuell Dosis oder Scanzeiten reduzieren oder die Bildqualität deutlich verbessern.

Außerdem ist der Biograph mCT mit einem Computertomographen der Premiumklasse ausgestattet, der sich allen Patienten und medizinischen Anforderungen anpasst: Das System ist für die Routinediagnostik ebenso geeignet wie für komplexe Untersuchungen, zum Beispiel in der Neurologie oder Kardiologie. Es vereint als erster CT-Scanner dynamische Komponenten wie beispielweise eine bewegliche adaptive Dosisabschirmung, einen Scanbereich von bis zu zwei Metern und eine 78-cm-Tunnelöffnung. Seine, für ein CT-System mit einer Röntgenröhre unübertroffen hohe zeitliche Auflösung von bis zu 75 Millisekunden – kombiniert mit bis zu 128 aufgenommenen Schichten pro Rotation – ermöglicht eine gestochen scharfe Darstellung selbst feinster anatomischer Details bei verminderten Bewegungsartefakten. Mit seinem adaptiven Dosisschild vermeidet der CT bei allen Untersuchungen unnötige Röntgenstrahlung. Bisher hatte die Zunahme der Detektorgröße zu einer steigenden Strahlendosis geführt – sowohl vor als auch hinter dem klinisch relevanten Scanbereich. Der adaptive Dosisschild von Siemens blockiert dagegen unnötige Strahlung. Dadurch wird sichergestellt, dass der Patient nur der klinisch erforderlichen Dosis ausgesetzt wird.

Was sind PET-CT-Aufnahmen?

Alle Erkrankungen, auch Krebs, beginnen stets auf molekularer Ebene – also da, wo wir noch nichts spüren und noch nichts sehen. Mit PET-CT-Untersuchngen haben Ärzte einWerkzeug an der Hand, um „Entgleisungen“ im Stoffwechsel bereits frühzeitig zu erkennen. PET bedeutet „Positronen-Emissions-Tomographie”. Hierbei werden durch Einsatz schwach radioaktiver Verbindungen Bilder biochemischer Funktionen des menschlichen Körpers gewonnen. Bei PETCT wird die PET mit der Computertomographie in einem Gerät kombiniert. Man erhält so gleichzeitig Informationen zu Stoffwechselfunktionen und zur Anatomie. Die PET-CT hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten, diagnostischen bildgebenden Verfahren in der Onkologie und in der Neurologie entwickelt.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden als einziges Unternehmen Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2008 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro und ein Ergebnis von 1,2 Milliarden Euro.

Bianca Braun | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare
http://www.siemens.com/med-bilder/Biograph_mCT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen
24.04.2018 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

nachricht Deutschlandweit erstes Gerät für hoch fokussierten Ultraschall bei Tremor und Parkinson
11.04.2018 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics