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Krampfadern - Vorteile der Lasertherapie überzeugen

08.03.2010
Neuheiten bringen weitere Verbesserungen – Krankenassen übernehmen die Kosten

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Diomax-Gerät


Sicherer und für den Patienten wesentlich schmerz- und problemloser ist die Lasertherapie in der Gefäßchirurgie zur Beseitigung unschöner und meist auch schmerzhafter Krampfadern.

Viele Menschen leiden an Krampfadern, erweiterten, verlängerten und geschlungenen Venen. Diese so genannten „Varizen“, die am häufigsten die oberflächlichen Venen der Beine betreffen, sind für die Betroffenen nicht nur aus optischen Gründen störend – als knotige und bläulich schimmernde Adern.

Varizen sind oft auch der Grund für schmerzende Beine oder geschwollene Knöchel. Grund genug für immer mehr Patienten, sich die Krampfadern vom Spezialisten, dem Phlebologen, oder Hautarzt entfernen zu lassen.

Als eine von drei Therapiemöglichkeiten hat die Endovenöse Laserokklusion (EVLO) die Phlebologie (Lehre von den Venen) revolutioniert: „Für die Patienten hat sie viele Vorteile“, sagt Dr. Andrea Ladwig von der Universitätsklinik Greifswald. „Die Patienten erhalten bei dieser Laserbehandlung nur eine Lokalanästhesie und es gibt keine Schnitte – der Eingriff ist also relativ schmerz- und problemfrei“, fügt sie hinzu. Die Patienten können nach dem ambulanten Eingriff sofort aufstehen, auch Duschen, Baden und Schwimmen sind direkt erlaubt.

Seit mehr als drei Jahren setzen Prof. Michael Jünger und sein Team von der Universität Greifswald die Lasermethode ein. Seit längerem haben sie einen speziell dafür entwickelten handlichen Diodenlaser im klinischen Einsatz. Mit diesem Gerät aus dem Hause der KLS Martin Group in Tuttlingen soll die Laserbehandlung in der Gefäßchirurgie noch weiter verbreitet und auch in kleineren Kliniken und Praxen ermöglicht werden – als alternative Möglichkeit zur Beseitigung von Varizen, oft unansehnlichen Krampfadern.

Therapieform bringt Vorteile für Patienten und Kliniken

Anwender wie Patienten überzeugen die positiven Ergebnisse, die das Laserverfahren mit sich bringt: „Es ist ein sehr sicheres, weil sehr kontrolliertes Verfahren“, begründet Dr. Andrea Ladwig. Nach der Punktion und dem Vorzeichnen des Venenverlaufs führt sie wie alle behandelnden Chirurgen oder Phlebologen unter Ultraschall-Kontrolle den Führungsdraht in die zu behandelnde Vene ein. Nachdem sie den passenden langen oder kurzen Katheter darüber geschoben hat, zieht sie den Führungsdraht wieder hinaus, schiebt die Laserfaser durch und entfernt den Abstandshalter ¬– so hat die Faserspitze ihren Platz genau am hinteren Ende des Katheters und kann zusammen mit diesem Stück für Stück herausgezogen werden.

Ein Pilotlicht macht „den Ort des Geschehens“ von außen sichtbar: Per Fußdruck gibt die Ärztin den Laserimpuls – getaktet oder als Dauerimpuls. Die Wellenlänge von 980 nm wirkt besonders effektiv im Blut und der Venenwand. Diese zieht sich schnell zusammen und das Gefäß wird so dauerhaft verschlossen. Die Wirkungsweise ist so problemlos, „dass ich mich während des Eingriffs mit dem Patienten unterhalten kann“, schmunzelt Andrea Ladwig. Nach nur 35 bis 40 Minuten ist er abgeschlossen – wobei nach Aussagen der Ärztin „die Vorbereitung die meiste Zeit in Anspruch nimmt.“

Im Gegensatz zu anderen Verfahren ist die Laser-Methode nach ihren Aussagen unblutig. Anders sei es beim so genannten „Stripping-Verfahren“, bei dem die Vene herausgerissen wird. Hier sei meist eine Vollnarkose oder Regionalanästhesie notwendig, was die Verweildauer der Patienten verlängere. Außerdem dürfen die Patienten aufgrund der beigebrachten Nähte zwei Wochen nicht baden oder duschen. Nach der Laserbehandlung ist das sofort möglich ist.
Der Hersteller des Diodenlasers, die Tuttlinger KLS Martin Group, hat auf der jüngsten Medizintechnik-Messe „Medica“ in Düsseldorf sowie speziellen Fachkongressen nun eine weitere Optimierung vorgestellt: Zwei neuartige Laserfasern – die eine mit einer gleichmäßigen, kreisförmigen Ausstrahlung des Laserlichts, die zweite mit einem dreidimensionalen und damit großflächigeren Auftreffen der Laserenergie auf das zu behandelnde Gefäß – machen die Behandlung für die Patienten noch schonender und effektiver.

Info: Nach Auskunft der AOK Baden-Württemberg erhalten die für die Behandlung von Varizen zugelassenen Krankenhäuser für die Lasertherapie die gleiche Rückerstattung wie für das herkömmliche Verfahren, das Stripping (DRG Codes 2008: Behandlungscode 5-385.a1 in Verbindung mit Indikationsstellung „Varizen der unteren Extremitäten“, DRG Code F39 A/B).

Weitere Informationen über: KLS Martin Group, Tuttlingen, Telefon: 0 74 61 / 706-0 oder im Internet: www.klsmartin.com

Heinrich Herrmann | Quelle: KLS Martin Group
Weitere Informationen: www.klsmartin.com

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