Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bei komplexen Diagnosen den Überblick behalten

18.04.2011
Die Bedienung der Software Syngo.via ist in Kooperation von Fachleuten von Siemens Healthcare und den Usability-Experten von Corporate Technology entwickelt worden. Sie begleiteten das Projekt über mehrere Jahre und entwarfen das „Gesicht“, das die Software dem Arzt zuwendet, die sogenannte Benutzeroberfläche.

Die Software hat mehrere Vorteile, die einem Arzt die tägliche Arbeit erleichtern. Sie befreit ihn von unangenehm empfundenen Routinen, ohne ihn zu bevormunden und gibt ihm damit mehr Zeit für die eigentliche Diagnose der Bilder. Dadurch sinken die Bearbeitungszeiten und auch die Kosten. Syngo.via wurde kürzlich mit dem iF Design Award und darüber hinaus von AuntMinnie.com als „Beste neue Radiologie-Software“ ausgezeichnet.


Der Radiologe findet die Symbole und Programmbestandteile vor, die er bei der jeweiligen Anwendung erwartet. So stellt ihm das System zu Beginn die Patienten in einer für ihn speziell priorisierten Reihenfolge dar. Wenn ein Kollege bestimmte Bilder vor ihm ansehen muss, taucht der betreffende Patient noch gar nicht in seiner Liste auf. Ruft der Radiologe beispielsweise computertomographische Aufnahmen eines Herzens auf, bietet ihm syngo.via mit Hilfe intelligenter Algorithmen nur Werkzeuge an, die er für die Befundung von Herzbildern benötigt. Die Herzkranzgefäße werden automatisch segmentiert, gekennzeichnet und im passenden Bildschirmlayout dargestellt. Das restliche, für seine Befundung nicht relevante Gewebe wird gar nicht erst angezeigt.

Zudem ist alles auf der Benutzeroberfläche so dargestellt und aufeinander abgestimmt, dass Größe, Farbe oder Form eines Symbols seiner der Bedeutung im Kontext entspricht. Je größer ein Symbol, desto bedeutender ist es bzw. desto häufiger wird die Funktion benutzt. Ähnlich funktioniert die Patientendarstellung. Der Arzt sieht die Patienten, deren Bilder er auswerten muss als Gruppe, wie in einem virtuellen Wartezimmer. Wenn er auf eine Figur klickt, wird sie größer. Der Name und die dazugehörigen Daten erscheinen. Der jeweilige Patient rückt sozusagen näher an den Arzt heran, als würde er als Person durch die Tür treten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Arzt immer den Überblick behält. Auch wenn er gerade voll auf eine Aufnahme konzentriert ist, sieht er am Bildschirmrand, wenn ein Notfall eingeliefert wurde und er plötzlich Bilder ansehen muss, die eine deutlich höhere Dringlichkeit haben. Beim Klick auf eine Bilddatei muss er keine weiteren Programme öffnen, die Software für die Befundung ist sofort bereit. (IN 2011.04.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Mikroskopie der Zukunft
22.05.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Markerfreies Verfahren zur Schnelldiagnose von Krebs
22.05.2018 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics