Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Technologie-Plattform für die Computertomografie

23.11.2010
Siemens setzt mit Fast Care neue Maßstäbe für Dosisreduktion und Effizienz bei Patientenversorgung

„Fast Care“ von Siemens Healthcare ist die neue Technologie-Plattform für CT (Computertomografie)-Scanner, die dem klinischem Personal hilft, CT-Untersuchungen sowohl schneller und effizienter als bisher durchzuführen als auch die Dosis so niedrig wie möglich zu halten.

Die Applikationen von Fast Care vereinfachen die Arbeitsabläufe während des Scannens oder bei der Vorbereitung der Bild-Rekonstruktion.

Beispielsweise schlägt das System bestimmte Parameter-Einstellungen für die Bildqualität oder die Dosisreduktion vor und automatisiert viele Bedienabläufe. Damit werden Prozesse standardisiert und Ergebnisse leichter reproduzierbar. Patienten profitieren von niedrigeren Bestrahlungsdosen und kürzeren Untersuchungszeiten. CT-Anwender und Leistungserbringer können ihre Produktivität steigern. Nutzt man zusätzlich die Bildbefundungssoftware Syngo.via von Siemens, lässt sich der gesamte Untersuchungsprozess von der Bildakquise bis zur Befundung sogar weiter optimieren.

Fast Care ist ab März 2011 für Somatom Definition AS Scanner und ab Mai 2011 für Somatom Definition Flash Scanner verfügbar. Bereits im Markt befindliche Modelle dieser Gerätefamilie können auf die neue Plattform hochgerüstet werden. Die Abläufe rund um die Untersuchung des Patienten zu optimieren und die notwendige Dosis zu reduzieren – das sind zwei der derzeit wichtigsten Anforderungen in der Computertomografie, für die Siemens „Fast Care“ entwickelt hat. Die Applikationen der neuen Technologie-Plattform haben deshalb zwei Schwerpunkte: Die Fully Assisting Scanner Technologies (Fast) unterstützen die Prozessoptimierung und die Combined Applications to Reduce Exposure (Care) helfen bei der Dosisreduktion.

„Die entscheidende Innovation an unserer neuen Fast-Care-Plattform ist, dass erstmals Dosis sparende und gleichzeitig Prozess optimierende Funktionen zusammenwirken. Wir untermauern damit unseren Anspruch, unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Produktivität im klinischen Umfeld unter Berücksichtigung einer optimalen Patientenversorgung zu steigern“, sagte Dr. Sami Atiya, CEO Computertomografie bei Siemens Healthcare.

Die Fast-Technologien vereinfachen und automatisieren zeitintensive und komplexe Prozeduren in der Computertomografie. Das verbessert nicht nur die Arbeitsabläufe, sondern auch die Resultate, da die Bedienung der Geräte erleichtert wird und die Ergebnisse einfacher reproduzierbar sind. Die Fast-Funktionen unterstützen Arzt und Radiologisch-Technische Assistenten bei jedem Schritt einer CT-Untersuchung von der Planung und Bildakquisition bis zur Rekonstruktion und Befundung der Bilder. Entscheidend ist dabei, dass die individuelle Patientenanatomie automatisch berücksichtigt wird. Zu den wesentlichen Applikationen dieser Familie zählt Fast Planning zur standardisierten Ermittlung der richtigen Scan- und Rekonstruktionsbereiche. Fast Cardio Wizard hilft dem Anwender, die komplexe Vorbereitung bei Herzuntersuchungen mit einer Schritt-für- Schritt-Anleitung in der Benutzeroberfläche zu trainieren. Fast Scan Assistant und Fast Adjust ermitteln die passenden Parameter, damit die CT-Untersuchung bei bestmöglicher Bildqualität durchgeführt wird. Fast Spine kann die bisher zeitaufwändige Vorbereitung von Rekonstruktionen der Wirbelsäule reduzieren. Der Anwender wählt die gewünschte Region der Wirbelsäule mit nur einem Klick aus einer Liste von typischen und bereits vordefinierten Untersuchungsregionen aus.

Fast Spine ermittelt dann die korrekte Lage der zu rekonstruierenden Ebenen und kennzeichnet entsprechend alle Wirbel und Bandscheiben. Das bringt insbesondere bei Notfall-Patienten einen erheblichen Zeitgewinn und kann die therapeutische Sicherheit bei Interventionen erhöhen. Im Zusammenspiel mit Syngo.via, der Software-Plattform zur Befundung klinischer Bilder, wird der gesamte Untersuchungsprozess optimiert, da alle Schritte von der Scan-Vorbereitung und - Durchführung, über die Rekonstruktion der Bilder bis zur Befundung in einer integrierten Lösung zur Verfügung stehen.

Aus Patientensicht genügt es allerdings nicht, die Abläufe zu verbessern, sondern die möglichst geringe Dosisgabe spielt eine ebenso große Rolle. Das Alara-Prinzip (Alara – As Low As Reasonably Achievable oder „So niedrig wie sinnvollerweise möglich”) nimmt in der CT zu Recht einen hohen Stellenwert ein. Siemens stellt daher neben den Fast-Anwendungen auch eine ganze Reihe neuer Care-Applikationen zur Dosisreduktion vor.

Dazu zählt beispielsweise die automatische Darstellung der Dosisverteilung für die geplante Untersuchung mit Care Profile. Care Dashboard zeigt dem Anwender die aktivierten Funktionen zur Dosisreduktion an, damit er Untersuchungsprotokolle und Scan-Parameter nochmals optimieren kann.

Grundsätzlich lässt sich – patienten- und organspezifisch - mit der Auswahl der richtigen kV-Stufe in der CT die Bildqualität erheblich verbessern und gleichzeitig die Dosis optimieren. Ändert man die Röhrenspannung, sind allerdings auch alle anderen Scan-Parameter entsprechend anzupassen. Da die Abhängigkeiten aber nicht linear sind, müssen die Werte heute manuell mit komplizierten Formeln berechnet werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Anwender aus diesem Grund die kV-Werte in der Regel nicht verändern und damit nicht das gesamte Potenzial zur Dosisreduzierung ausschöpfen.

Siemens bietet dazu erstmals eine Lösung an: Care kV schlägt die richtige Röhrenspannung in Abhängigkeit der Patientenanatomie und des zu untersuchenden Organs vor. Alle anderen Parameter werden an die gewählte kV-Stufe automatisch angepasst. Damit wird das Kontrast-zu-Rauschen-Verhältnis im Bild optimiert und die Dosis lässt sich um bis zu 60 Prozent reduzieren. Während die heute üblichen Spannungswerte zwischen 80 und 140 kV (Kilovolt) liegen, lassen sich mit Care Child CT-Untersuchungen mit nur 70 kV durchführen und damit auch deutlich Dosis sparen. Möglich wird diese Leistung, weil Siemens seine Straton-Röhre weiterentwickelt hat, so dass sie diese niedrige Spannung erzeugen kann. Damit präsentiert Siemens erneut eine technische Innovation, die aktiv die Strahlendosis reduziert.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2010 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 750 Millionen Euro.

Das Produkt ist noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinprodukterechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit nicht zugesagt werden.

Marion Bludszuweit | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht UKR setzt auf roboterassistierte Wirbelsäulenchirurgie
02.12.2016 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Neu entwickeltes Plasmaskalpell ermöglicht schonende Operationen
22.11.2016 | FH Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie