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Höhere Präzision und mehr Sicherheit bei der Augenlinsen- und Hornhaut-Chirurgie

27.02.2014

Die Dietmar Hopp Stiftung finanziert drei innovative Lasergeräte in der Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Die Universitäts-Augenklinik Heidelberg hat drei innovative Lasergeräte in Betrieb genommen. Dadurch wird ihr Spektrum der Behandlungsangebote bei Linsentrübung (Katarakt), Kurz- und Weitsichtigkeit sowie bei Hornhauterkrankungen nochmals erweitert. Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt die Anschaffung der drei Geräte mit insgesamt 600.000 Euro. „Diese hochmodernen Geräte tragen wesentlich dazu bei, dass die Präzision und der Erfolg von Eingriffen an der Hornhaut und der Augenlinse weiter verbessert werden können“, sagte Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftsstelle der Dietmar Hopp Stiftung, bei einer Pressekonferenz am 26. Februar 2014 in der Universitäts-Augenklinik.


Präzise und schonend: Neue Lasergeräte in der Universitäts-Augenklinik erweitern das Behandlungsspektrum in der Augenlinsen- und Hornhautchirurgie. Bild: Universitätsklinikum Heidelberg.

Bild: Universitätsklinikum Heidelberg

Der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, Professor Dr. Guido Adler, dankte der Stiftung für die großzügige Unterstützung. Dadurch könne die führende Position der Augenklinik in der Katarakt-Chirurgie und in der Behandlung von Fehlsichtigkeit ausgebaut werden. Auf die große Bedeutung der Unterstützung von Sponsoren bei der Anschaffung von technischen Geräten wies die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, Irmtraut Gürkan, hin. So könnten Lücken, die durch die fehlende staatliche Förderung bedingt seien, geschlossen werden. Jährlich stünden derzeit für das gesamte Klinikum nur wenige Millionen Euro für die Anschaffungen von neuen Geräten, z.T. als Ersatz für ältere Modelle, zur Verfügung, was den Bedarf in den 60 Abteilungen des Klinikums bei weitem nicht decke.

Präzise und schonende Eingriffe bei Linsen- und Hornhaut-Trübung

Bei den drei neuen Geräten in der Augenklinik handelt es sich um zwei Femtosekunden-Laser und einen Excimer-Laser. Der Femtosekunden-Laser arbeitet im Infrarotbereich und setzt extrem schnelle Laserpulse im Bereich von zehn Billiardstel Sekunden. Sowohl Hornhaut als auch Linsenkapsel werden präzise durchschnitten; der getrübte Linsenkern wird vollständig zerkleinert, so dass er mühelos abgesaugt und durch eine Kunststofflinse ersetzt werden kann. So kann die Katarakt-Operation noch exakter und sicherer durchgeführt werden. Zudem schont der Laser das Auge, da beim Schneiden keine Wärme erzeugt wird.

Bereits 2011 hat die Heidelberger Augenklinik als erste Klinik in Deutschland dieses Verfahren eingesetzt und seitdem entscheidend durch Forschungsarbeiten zur Weiterentwicklung der Geräte und ihrem Einsatz am Patienten beigetragen. „Mittlerweile haben wir mehre Hundert Patienten erfolgreich behandelt“, berichtete Professor Dr. Gerd Auffarth, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Augenklinik. Der neue Laser vermisst das Auge während des Eingriffs und übertrifft das Vorläufermodell damit noch an Präzision. Er kommt zudem bei der Hornhaut-Transplantation zum Einsatz: Der Laser schneidet die getrübte Hornhaut exakt aus dem Auge, die anschließend passgenau durch eine Spender-Hornhaut ersetzt wird.

Linsentrübungen sind bei älteren Menschen sehr häufig; die Katarakt-Operation ist der weltweit häufigste Eingriff überhaupt. In Deutschland werden jährlich rund 800.000 Katarakt-Operationen vorgenommen. Eine Spenderhornhaut erhalten rund 5.000 Patienten.

Excimer-Laser beseitigt Fehlsichtigkeit

DerExcimer-Laser kann – im Gegensatz zum Femtosekunden-Laser – die Hornhaut nicht durchschneiden. Er wird bei der Behandlung von Kurz- und Weitsichtigkeit eingesetzt. Mit hochenergetischen Laserpulsen können Hornhaut-Stücke sehr präzise abgetragen und die Form der Hornhaut darunter modelliert werden, so dass sie die gewünschte Brechkraft erhält, die die Fehlsichtigkeit ausgleicht.

Weitere Bilder online: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Bildergalerien.114812.0.html

Information der Universitäts-Augenklinik Heidelberg:

Zur Behandlung des Grauen Stars:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Grauer-Star.346.0.html

Zur Behandlung von Fehlsichtigkeit (Refraktive Chirurgie):
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Refraktive-Chirurgie.104298.0.html

Kontakt Sprechstunden: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Sprechstunden.349.0.html

Zur Forschung; International Vision Correction Research Centre
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/IVCRC-Startseite.120575.0.html


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gerd U. Auffarth
Ärztlicher Direktor
Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Prof. Dr. Mike Holzer
Leitender Oberarzt

Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
E-Mail: Augenklinik@med.uni-heidelberg.de

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 330 Millionen Euro ausgeschüttet. Gefördert werden gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Um kraftvoll und nachhaltig Nutzen in den vier Förderbereichen zu stiften, verwirklicht die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke ferner durch gezielte Förderaktionen. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Dietmar Hopp Stiftung
Raiffeisenstraße 51
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T: 06227 8608550
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Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

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Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
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des Universitätsklinikums Heidelberg und der
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Im Neuenheimer Feld 672
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