Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hightech-Nadel sticht ähnlich wie ein Moskito

25.03.2011
Schmerzen sind deutlich geringer als bei normalen Injektionen

Japanische Wissenschaftler haben eine motorisierte Nadel entwickelt, die an eine Harpune erinnert, die aber tatsächlich deutlich weniger Schmerzen verursacht als eine normale Injektion. Der Grund dafür ist, dass sie Moskitos zum Vorbild hat.


Stechmücke: Injektionsnadel ahmt deren Mundwerkzeug nach (Foto: US Department of Agriculture)

Das Team um Seiji Aoyagi von der Kansai University setzt auf eine Nadel, die den Rüssel der Moskitos nachahmt, der gezackt ist und die Haut kaum berührt. Eine glatte Injektionsnadel hat im Vergleich dazu sehr viel Kontakt, stimuliert die Nerven und verursacht so Schmerzen. Aoyagi hofft, dass diese Entwicklung vor allem Diabetikern helfen kann, die Blutproben entnehmen müssen.

Die Nadel imitiert drei der sieben beweglichen Teile des Mundwerkzeuges. Die beiden gezackten Kiefer und das röhrenförmige Labrum. Anders als bei Aoyagis früheren Versuchen, den Stich eines Moskitos nachzubilden, wird jeder dieser Teile von winzigen Motoren angetrieben. Sie basieren auf Blei-Zirkonium-Titanaten (PZT), piezoelektrischen Kristallen, die sich bei verändernder Spannung leicht ausdehnen. Die Vibrationen des Kristalls dienen als einfacher Motor, der kontrolliert, wie die Nadel in die Haut eindringt.

Die Bereiche der Nadel, die die Haut verletzen, tun das mit der gleichen Frequenz wie ein Moskito. Sie vibrieren mit einer Frequenz von rund 15 Hertz. Der Wissenschaftler hat die Nadel an sich selbst und drei Freiwilligen getestet. Alle sind sich einig, dass der Schmerz deutlich geringer ist und dass er länger dauert als bei einer herkömmlichen Nadel. Aoyagi plant jetzt laut NewScientist weitere Teile des Mundwerkzeugs nachzubilden, um auch diesen dumpfen Schmerz zum Verschwinden zu bringen.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.kansai-u.ac.jp/English/index-e.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Radioembolisation: Beim Leberkrebs mehr als nur eine Alternative!
22.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

nachricht Ein neuer Blick in die Lunge (und andere Organe)
19.05.2017 | Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie