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Er ermöglichte den lebensnotwendigen Transport eines in der Nacht geborenen kleinen Mädchens, welche unter einem angeborenen Herzfehler leidet und unverzüglich operiert werden musste.
Die spezifische, individuelle Systemlösung des Intensivpflege-Transportinkubators ist gemeinsam mit den Medizinern der Klinik entwickelt und insbesondere auf die Bedürfnisse der intensivmedizinischen Versorgung von herzkranken Kindern abgestimmt worden.
Ein Inkubator ist ein Apparat, welcher durch ein künstlich erzeugtes Mikroklima mit eng geregelter Luftfeuchtigkeit und -temperatur kontrollierte Außenbedingungen für Brut- und Wachstumsprozesse bei Früh- oder Neugeborenen schafft und erhält. Transportinkubatoren werden im Interhospitaltransfer eingesetzt, also dem Transport von Frühgeborenen und schwer erkrankten Neugeborenen von einer Klinik in ein besser geeignetes Krankenhaus. Sie sind für diese speziellen Anforderungen ausgelegt, so dass sie entsprechend mobil sind.
Sogenannte Intensivpflege-Transportinkubatoren werden bei Gefährdung der Vitalfunktionen des Früh- bzw. Neugeborenen verwendet. Dabei kann auf erweiterte Therapiemöglichkeiten der Intensivmedizin zurückgegriffen werden - so etwa der Einsatz von Absauggerät, Respirator (Beatmungsgerät), Infusionspumpen und der Anschluss zusätzlicher Gerätschaften zur Überwachung der klinischen Daten.
Im Fall des gestern mit Hilfe des Intensivpflege-Transportinkubators versorgten Mädchens wurden die Ärzte des Herzzentrums Leipzig um 05:00 Uhr durch die betreuenden Mediziner der Geburtsklinik benachrichtigt. Mit dem neuen Intensivpflege-Transportinkubator im Gepäck übernahmen sie um 07:00 Uhr die kleine Patientin. "Musste das Kind noch in jüngster Vergangenheit unter schwierigen - manchmal auch unsicheren - Bedingungen auf eine Intensivstation gebracht werden, so kommt heute die Intensivstation zum Kind!", lobte PD Dr. I. Dähnert die neue Gerätschaft.
Bereits intensivtherapeutisch betreut traf die kleine Patientin um 09:00 Uhr auf der Kinderintensivstation des Herzzentrums Leipzig ein. Die vor und während des Transports erfolgte Behandlung konnte hier lückenlos übernommen bzw. fortgesetzt werden. Ein großer Vorteil des neuen Intensivpflege-Transportinkubators liegt somit in der Möglichkeit, die Betroffenen noch früher - bereits vor dem Transport und damit lange vor dem Eintreffen im Fachkrankenhaus - intensivmedizinisch versorgen zu können. "Das Risiko, welches mit jedem Transport verbunden ist, kann damit auf ein Minimum reduziert werden und wir sind in der Lage, den Kindern noch besser und früher zu helfen", so PD Dr. I. Dähnert.
Das kleine Mädchen wurde noch am gleichen Tag operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Dr. Iris Minde | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.herzzentrum-leipzig.de
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