Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heute kommt die Intensivstation zum Kind ...

13.04.2010
Unter der Leitung von Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Ingo Dähnert, komm. Chefarzt der Klinik für Kinderkardiologie, kam am 07.04.2010 der neue, hochmoderne Intensivpflege-Transportinkubator des Herzzentrums Leipzig erstmalig zum Einsatz.

Er ermöglichte den lebensnotwendigen Transport eines in der Nacht geborenen kleinen Mädchens, welche unter einem angeborenen Herzfehler leidet und unverzüglich operiert werden musste.

Die spezifische, individuelle Systemlösung des Intensivpflege-Transportinkubators ist gemeinsam mit den Medizinern der Klinik entwickelt und insbesondere auf die Bedürfnisse der intensivmedizinischen Versorgung von herzkranken Kindern abgestimmt worden.

Ein Inkubator ist ein Apparat, welcher durch ein künstlich erzeugtes Mikroklima mit eng geregelter Luftfeuchtigkeit und -temperatur kontrollierte Außenbedingungen für Brut- und Wachstumsprozesse bei Früh- oder Neugeborenen schafft und erhält. Transportinkubatoren werden im Interhospitaltransfer eingesetzt, also dem Transport von Frühgeborenen und schwer erkrankten Neugeborenen von einer Klinik in ein besser geeignetes Krankenhaus. Sie sind für diese speziellen Anforderungen ausgelegt, so dass sie entsprechend mobil sind.

Sogenannte Intensivpflege-Transportinkubatoren werden bei Gefährdung der Vitalfunktionen des Früh- bzw. Neugeborenen verwendet. Dabei kann auf erweiterte Therapiemöglichkeiten der Intensivmedizin zurückgegriffen werden - so etwa der Einsatz von Absauggerät, Respirator (Beatmungsgerät), Infusionspumpen und der Anschluss zusätzlicher Gerätschaften zur Überwachung der klinischen Daten.

Im Fall des gestern mit Hilfe des Intensivpflege-Transportinkubators versorgten Mädchens wurden die Ärzte des Herzzentrums Leipzig um 05:00 Uhr durch die betreuenden Mediziner der Geburtsklinik benachrichtigt. Mit dem neuen Intensivpflege-Transportinkubator im Gepäck übernahmen sie um 07:00 Uhr die kleine Patientin. "Musste das Kind noch in jüngster Vergangenheit unter schwierigen - manchmal auch unsicheren - Bedingungen auf eine Intensivstation gebracht werden, so kommt heute die Intensivstation zum Kind!", lobte PD Dr. I. Dähnert die neue Gerätschaft.

Bereits intensivtherapeutisch betreut traf die kleine Patientin um 09:00 Uhr auf der Kinderintensivstation des Herzzentrums Leipzig ein. Die vor und während des Transports erfolgte Behandlung konnte hier lückenlos übernommen bzw. fortgesetzt werden. Ein großer Vorteil des neuen Intensivpflege-Transportinkubators liegt somit in der Möglichkeit, die Betroffenen noch früher - bereits vor dem Transport und damit lange vor dem Eintreffen im Fachkrankenhaus - intensivmedizinisch versorgen zu können. "Das Risiko, welches mit jedem Transport verbunden ist, kann damit auf ein Minimum reduziert werden und wir sind in der Lage, den Kindern noch besser und früher zu helfen", so PD Dr. I. Dähnert.

Das kleine Mädchen wurde noch am gleichen Tag operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Dr. Iris Minde | idw
Weitere Informationen:
http://www.herzzentrum-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Ein Quantensprung in der Herzdiagnostik
22.09.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

nachricht Bypass – Lebensbrücke für das Herz; keine Angst vor der Herz-Operation
21.09.2017 | Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie